Audi verpasst 14. Gesamtsieg an der Sarthe

Benoît Tréluyer, Marcel Fässler, André Lotterer © AUDI AG

Audi verpasste bei der 83. Auflage der 24 Stunden von Le Mans den sechsten Sieg in Folge und den 14. Gesamtsieg seit dem Einstieg in die Prototypenszene im Jahr 1999.
Dennoch gab es einige Lichtblicke nach dem Wochenende an der Sarthe.

Seitdem Audi in Le Mans antritt, stand mindestens immer ein Fahrertrio der Ingolstädter auf dem Treppchen. So auch an diesem Wochenende. Die Vorjahressieger André Lotterer,
Marcel Fässler und Benoît Tréluyer belegten mit ihrem Audi R18 e-tron quattro hinter zwei Porsche den dritten Platz. Des Weiteren gelang André Lotterer mit einer Rundenzeit von 3.17.475 Minuten eine neue Rekordzeit während des Rennens. Erst im Vorjahr stellte Lotterer einen Rundenrekord (3:22.567 Minuten) im Rennen auf, unterbot sie in diesem aber um satte fünf Sekunden. Befürchtungen der Rundenrekord aus dem Jahr 2010 würde fallen,
bestätigten sich nicht. Damals stellten Mike Rockenfeller, Timo Bernhard und Romain Dumas im Audi R15 Plus einen bis heute bestehenden Distanzrekord von 397 Runden (5.410,713 km) auf.

Den Sieg machten Audi und die Konzernschwester Porsche allein unter sich aus.
Immer wieder wechselte die Führung, bis am Sonntag die Vorentscheidung fiel.
Das Auto rund um Lotterer/Fässler/Tréluyer erlitt früh im Rennen einen Reifenschaden,
verlor dadurch aber nur wenig Zeit und kämpfte weiter um den Gesamtsieg mit.
Am Sonntagmorgen lösten sich Teile der Heckabdeckung und beschädigten Teile des Autos. Die knapp 7-minütige Reparatur hatte zwei Runden Rückstand auf das Führungsfahrzeug zur Folge. Der Rückstand konnte bis zum Schluss nicht mehr aufgeholt werden.

Benoît Tréluyer, Marcel Fässler, André Lotterer © AUDI AG
Benoît Tréluyer, Marcel Fässler, André Lotterer © AUDI AG

Das Schwesterauto von Lucas di Grassi, Loic Duval und Oliver Jarvis fuhr auf den vierten Geamtrang. Loic Duval flog nach etwa drei Stunden vor der Indianapolis ab, nachdem die vor ihm fahrenden Autos aufgrund einer Slow Zone stark abbremsten, Duval über das Gras auswich, anschließend die Kontrolle über das Auto verlor und in die Leitplanken einschlug.
Der Franzose rettete das Auto in die Box und nach vier Minuten Reparatur ging es zurück auf die Strecke. Auch am Morgen gab es eine Reparatur im Heckbereich.
Am Ende hatte der Audi R18 e-tron quttro mit der Startnummer 8 einen Rückstand von drei Runden auf den Sieger-Porsche.

Der Audi mit Filipe Albuquerque, Marco Bonanomi und LMP1-Neuling René Rast hatte lange Zeit die besten Chancen auf den Sieg.
Immer wieder übernahm das Trio die Führung, aber auf Grund von Problemen mit dem Hybridsystem fiel der Wagen am Sonntagvormittag auf Platz drei zurück. Nachdem drei Stunden vor dem Rennende als Folge der Hybridprobleme die vordere linke Antriebswelle gewechselt wurde und die Reparatur 17 Minuten dauerte, war der Traum von einem Sieg endgültig geplatzt. Am Ende wurde das Trio Siebter.

Platzierungen der drei Audi R18 e-tron quattro:
1. Hülkenberg/Bamber/Tandy (Porsche 919 Hybrid) 395 Runden

3. Fässler/Lotterer/Tréluyer (Audi R18 e-tron quattro) – 2 Runden
4. Di Grassi/Duval/Jarvis (Audi R18 e-tron quattro) – 3 Runden

7. Albuquerque/Bonanomi/Rast (Audi R18 e-tron quattro) – 8 Runden

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