Strakka Racing wechselt in die LMP1-Klasse

Strakka Racing #42, Le Mans 2015 © Nigel Barrett

Gestern wurden die vier Chassishersteller bekanntgegeben, die ab 2017 das LMP2-Starterfeld ausrüsten werden. Die Vertreter der Verbände FIA, ACO und IMSA haben sich für Onroak Automotive (Frankreich), Oreca (Frankreich/USA), Dallara (Italien/USA) und Riley Tech/Multimatic (USA/Kanada/Großbritannien) entschieden.
Strakka Racing setzt zur Zeit einen Dome S103 ein, der somit keine Zukunft hat.
Man hat also nur zwei Möglichkeiten: entweder man wechselt zu einem der ausgewählten Chassisbauer oder aber man steigt in die LMP1-Klasse ein und wird der dritte private Rennstall in dieser Klasse. Und genau diesen Weg wird das englische Team gehen.
Ab sofort wechselt man zu einem alten Gibson 015S von Greaves Motorsport und der Dome S103 wird als Entwicklungsfahrzeug für das neue Fahrzeug genutzt. Das neue Auto wird eine komplette Eigenentwicklung.

„Dass das LMP2-Reglement ab 2017 die Anzahl der Chassisbauer beschränkt heißt, dass wir unsere aktuelle Geschäftsstrategie bewerten und ernsthaft auf Projekte schauen müssen die es uns erlauben die Erfahrungen von unserem LMP2-Fahrzeug einzubeziehen“, sagte Teamchef Dan Walmsley. „Nachdem wir alle Optionen bewertet haben, sind wir zu dem Schluss gekommen, dass die private LMP1-Klasse die beste Bühne bietet um unseren eigenen Wagen, sowie unser wachsendes Wissen über neue Design- und Herstellungsprozesse bezüglich des Baus eines schnell zu entwickelten und kostengünstigen Fahrzeugs, zu präsentieren. Strakka Racing wird weiterhin entwickeln und das wird ein weiterer Schritt für ein echtes und nachhaltiges Motorsportgeschäft sein.“

Das Team plant den Gibson 015S Ende Juni am Testtag am Nürburgring zu testen. „Wir planen das Auto Ende Juli beim Test am Nürburgring zu testen“, sagte der Fahrer Nick Leventis. „Es wird schwer, weil es ein neues Auto ist, aber wir haben in den letzten 18 Monaten gezeigt, dass Strakka Racing bereit für neue Herausforderungen ist.“

Bereits in den WEC-Saisons 2012 und 2013 setzte Strakka Racing einen privaten LMP1-Prototypen ein. Damals fuhren Nick Leventis, Danny Watts und Jonny Kane einen HPD ARX 03a bzw. HPD ARX 03c mit Honda-Motor. Im Jahr 2012 fuhr man alle acht Rennen und wurde am Ende, hinter Rebellion Racing, Zweiter in der privaten LMP1-Wertung. Im Jahr darauf zog man den Wagen nach drei Rennen aus der Saison zurück. Den größten Erfolg feierte man bei den 24 Stunden von Le Mans im Jahr 2010, als man die LMP2-Klassensieg holte.

 

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