Deutsche Teams und Fahrer beim WEC-Rennen am Nürburgring

Porsche Team Manthey #92, Nürburgring-Test 2015 © Porsche

Am 30. August werden acht Fahrzeuge und zehn Fahrer aus Deutschland beim Heimrennen auf dem Nürburgring um den Sieg fahren. Insgesamt gehen 87 Fahrer aus 19 Ländern an den Start die 31 Fahrzeuge pilotieren, die wiederum zehn verschiedene Nationen repräsentieren. Nachfolgend eine Vorstellung der deutschen Teams und Fahrer. Alle deutschen Teams und Fahrer sind mit der Datenbank von WEC-Aktuell verlinkt, damit man bequem zum jeweiligen Team oder Fahrer springen kann und dort weitere Informationen zu den Einsätzen in der WEC finden kann.

LMP1

Die LMP1-Klasse besteht dieses Mal aus neun Fahrzeugen mit 26 Fahrern. Mit Audi und Porsche gibt es zwei deutsche Hersteller für die ein Sieg eine ganz besondere Bedeutung hätte, da es ein Sieg im Heimatland wäre. Toyota ist zwar ein japanisches Unternehmen, hat seinen Hauptsitz der Motorsportabteilung aber in Köln. Insgesamt gibt es zwei Teams und sechs Fahrer aus Deutschland.
Das Audi Sport Team Joest schickt zwei Fahrzeuge ins Rennen. Das Zugpferd des aus Wald-Michelbach stammenden Teams sind der aus Duisburg stammende André Lotterer, Marcel Fässler und Benoit Tréluyer, welche 2011, 2012 und 2014 den Gesamtsieg in Le Mans holten sowie 2012 Weltmeister wurden. Das Porsche Team schickt ebenfalls zwei Fahrzeuge ins Rennen und hat zwei deutsche Fahrer in den eigenen Reihen: Timo Bernhard und Marc Lieb. Bernhard wurde zusammen mit Mark Webber und Brendon Hartley Zweiter in Le Mans, Lieb mit Romain Dumas und Neel Jani Fünfter. Beim privaten LMP1-Rennstall Rebellion Racing aus der Schweiz fährt der junge Deutsche Daniel Abt, welcher mit Alexandre Imperatori und Dominik Kraihamer ins Rennen gehen wird. Das Trio war zuletzt in Le Mans das bestplatzierte private LMP1-Fahrzeug. Nick Heidfeld wird ebenfalls für Rebellion Racing fahren, allerdings im Schwesterauto. Für Rebellion Racing ist es erst das zweite Rennen in der Saison, da man vor der Saison von einem Toyota- auf ein AER-Triebwerk wechselte und deswegen die Läufe in Silverstone und Spa-Francorchamps verpasst hat. Der aus Bad-Neuenahr-Ahrweiler stammende Pierre Kaffer geht im CLM P1/01 für das ByKolles-Team an den Start und wird sich das Auto mit Simon Trummer teilen. Das Auto wurde in Le Mans nach dem Rennen disqualifiziert, weil Trummer weniger Gewicht auf die Waage brachte als vor dem Rennen angegeben.

LMP2

In der LMP2-Klasse gibt es keine deutschen Teams oder Fahrer. Der Fokus liegt hier auf Nick Tandy, welcher zuletzt zusammen mit Nico Hülkenberg und Earl Bamber für den deutschen Autobauer Porsche den 17. Gesamtsieg in Le Mans holte. Tandy kehrt wieder zu KCMG zurück. Das Team erkämpfte sich beim ersten Auftritt des neuen Oreca 05 in Le Mans den Klassensieg in der LMP2-Klasse.

LMGTE Pro

In der LMGTE Pro-Klasse ist das Porsche Team Manthey das einzige deutsche Team und schickt zwei Porsche 911 RSR ins Rennen. Ein Klassensieg wäre etwas ganz Besonderes, da das Team direkt neben der Strecke im kleinen Örtchen Meuspath beheimatet ist. In Silverstone und Spa-Francorchamps holte man jeweils den zweiten Platz, in Le Mans schied ein Wagen aus, das Schwesterfahrzeug wurde Fünfter. Der Berliner Stefan Mücke ist der einzige deutsche Fahrer in der Klasse und geht für Aston Martin Racing an den Start. In Le Mans hatte sein Aston Martin Vantage V8 nach knapp einem Drittel der Distanz im Bereich Mulsanne einen Motorschaden. Die Teamkollegen werden Darren Turner und Jonny Adam sein.

LMGTE Am

In der LMGTE Am-Klasse gibt es zwei Fahrzeuge die unter deutscher Flagge fahren. Zum einen Dempsey Racing – Proton und zum anderen Abu Dhabi Proton Racing. Hinter den beiden Fahrzeugen steckt allerdings das Team Proton Competition aus Ummendorf. Teammanager und Fahrer Christian Ried sitzt im Wagen der unter dem Namen Abu Dhabi Proton Racing fährt und teilt sich das Auto mit Khaled Al Qubaisi und Klaus Bachler. Im Schwesterauto fährt Maro Seefried. Seefried wurde bei seiner ersten Teilnahme in Le Mans Zweiter.
Seine Fahrerkollegen sind Patrick Dempsey und Patrick Long. Der letzte deutsche Fahrer ist der Hamburger Roald Goethe, der nach seinem schweren Unfall in Le Mans wieder ins Auto zurückkehrt. Er geht zusammen mit Francesco Castellacci und Stuart Hall für Aston Martin Racing an den Start. Goethe besitzt, mit der sogenannten RofGo-Collection, eine beeindruckende Sammlung von Rennfahrzeugen in Gulf-Lackierung.

Weitere Informationen zum Rennen finden Sie im Veranstaltungsbereich von WEC-Aktuell: Link

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