Nürburgring: Zusammenfassung vom ersten und zweiten Training

Audi R18 e-tron quattro #7, Audi Sport Team Joest © Ferdi Kräling Motorsport-Bild GmbH

Gestern konnte man im Rahmen der ersten beiden von drei Trainingssessions die WEC-Boliden live an der Strecke beobachten und so einen Eindruck erhalten was die Fans im Rennen am Sonntag erwarten wird. Nachfolgend eine Analyse der ersten beiden Trainingsläufe. Das dritte Training wird heute von 9:30 Uhr bis 10:30 Uhr stattfinden.

LMP1

In der LMP1-Klasse war das vordere Feld in beiden Sitzungen sehr nah beieinander.
Der Audi R18 e-tron quattro mit der Nummer #7 und den Fahrern Fässler/Lotterer/Tréluyer dominierte beide Trainingssessions und fuhr mit einer Rundenzeit von 1:39:201 Minuten (Erstes Training) und 1:37:862 Minuten (Zweites Training) jeweils die schnellste Zeit.
Nur einen Wimpernschlag dahinter lag im ersten Training der Porsche 919 Hybrid mit der Nummer #18 (+0,076 Sekunden) und im zweiten Training der Porsche mit der Nummer #17 (+0,059 Sekunden). Toyota konnte den Speed nicht mitgehen und lag, mit gut drei Sekunden Abstand zur Spitze, in beiden Sitzungen auf Platz fünf und sechs. Bestes Privatteam war der Wagen mit der Nummer #12 von Rebellion Racing mit einer Zeit von 1:47:433 Minuten bzw. 1:44:105 Minuten. Dahinter lag das Schwesterauto und der CLM P1/01 vom Team ByKolles.

LMP2

Ganz ähnlich sah es auch in der LMP2-Klasse aus. Hier dominierten die beiden Ligier JS P2 vom Team G-Drive Racing beide Trainingssitzungen. Im ersten Training lag der Wagen mit der Nummer #26 und den Fahrern Yacaman/Derani/Gonzalez mit einer Zeit von 1:46:631 Minuten auf dem ersten Platz und im zweiten Training das Schwesterauto mit der Nummer #28 (Rusinov/Canal/Bird) und einer Zeit von 1:46:255 Minuten. Dahinter lag mit gut 2,6 bzw. 1,6 Sekunden Strakka Racing mit ihrem neuen Gibson 015S. Strakka entschied sich kürzlich ab 2017 in die LMP1-Klasse aufzusteigen und benutzt den in den ersten beiden Rennen eingesetzten Dome S103 als Testträger. Aus diesem Grund wechselte man nach Le Mans auf den Gibson. Die restlichen LMP2-Teams Team SARD-Morand, KCMG, Extreme Speed Motorsports und Signatech Alpine lagen im ersten Training teils deutlich mit bis zu 7,445 Sekunden hinter der Spitze. Am Nachmittag rückte das Feld deutlich näher zusammen und zwischen dem Wagen von G-Drive Racing und dem Letzten in der Kategorie (Extreme Speed Motorsports #30) lagen nur noch 2,540 Sekunden. Le-Mans-Sieger Nick Tandy, der im Oreca 05 vom Team KCMG fährt, wurde Sechster bzw. Fünfter.

LMGTE Pro

Nicht so eindeutig lief es, zumindest in der zweiten Sitzung, in der LMGTE Pro-Klasse.
Am Mittag waren die Rollen klar verteilt: AF Corse auf eins und zwei, dahinter beide Porsche 911 RSR vom Porsche Team Manthey und geschlossen dahinter die drei Aston Martin Vantage V8. Der Wagen mit der Nummer #51 (Bruni/Vilander) fuhr mit 1:55:661 Minuten die Bestzeit im ersten Training. Mit einem Abstand von 0,374 Sekunden folgte das Schwesterauto mit der Nummer #71 und 1,295 Sekunden dahinter der Manthey-Porsche mit der Nummer #92 (Pilet/Makowiecki). Am Nachmittag wurden die Karten neu gemischt. AF Corse landete nur noch auf Platz zwei und auf dem letzten Platz. Aston Martin drehte deutlich auf und holte die Bestzeit, sowie den dritten und vierten Platz. Dahinter folgten die beiden Manthey-Porsche, wobei die Wagen die Platzierungen vom Mittag tauschten.

LMGTE Am

„Die Letzten werden die Ersten sein“, dachte sich anscheinend das Fahrertrio (Shaitar/Bertolini/Basov) der Nummer #72 von SMP Racing und wandelte den letzten Platz der ersten Sitzung in den ersten Platz der zweiten Sitzung um. Der am Mittag auf der Führungsposition liegende Ferrari 458 Italia mit der Nummer #83 von AF Corse wurde am Abend nur Vierter. Konstant auf Position zwei fuhr der Aston Martin mit der Nummer #98 rund um Paul Dalla Lana, Pedro Lamy und Mathias Lauda. Larbre Competion konnte sich am Abend von Platz fünf auf die dritte Position verbessern. Die beiden von Proton Competition eingesetzten Porsche 911 RSR mit der Nummer #77 und #88 rutschten von Position drei und vier auf Position fünf und sechs ab.

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