Manthey feiert Doppelsieg am Nürburgring

Porsche Team Manthey #91, Nürburgring 2015 © Porsche

Für das in Meuspath beheimatete Porsche Team Manthey hätte das Rennen auf dem Nürburgring nicht besser laufen können. Bei der WEC-Premiere in Deutschland fuhr das Team einen Doppelsieg ein und feierte so den ersten Saisonsieg. Michael Christensen und Richard Lietz siegten im Porsche 911 RSR mit der Nummer #92 vor dem Schwesterfahrzeug mit der Nummer #91 und den Fahrern Frédéric Makowiecki und Patrick Pilet.
Es ist der erste Doppelsieg für das Team seit dem 6-Stunden-Rennen in Shanghai im Jahr 2014. Nach einem sehr engen Qualifying am Samstag startete man am Sonntag von Position vier und fünf ins Rennen. Sechs der sieben Fahrzeuge der LMGTE Pro-Klasse lagen nach dem 20-minütigen Qualifikationslauf innerhalb von 0,7 Sekunden.

Nach gut 23 Minuten übernahm Michael Christensen im Porsche 911 RSR mit der Nummer #91 die Führung und gab sie bis zum Ende nicht aus der Hand. Der zweite Porsche 911 RSR des Porsche Team Mantheys musste wegen eines angeblichen Frühstarts eine Stop-and-Go-Strafe antreten und wurde bis an das Ende des Feldes zurückgereicht. Dank einer eindrucksvollen Aufholjagd von Frédéric Makowiecki und Patrick Pilet wurde immer mehr Boden gutgemacht und gegen Mitte des Rennens gab es das erste Mal eine Doppelführung der beiden Porsche. Die Konkurrenz hatte da bereits schon eine Runde Rückstand und auch eine weitere Stop-and-Go-Strafe für die Nummer #92 gefährdete den Doppelsieg nicht.
Porsche profitierte auch von dem Pech Ferraris. Die Speerspitze von AF Corse, die Nummer #51 von Bruni/Vilander, rollte kurz nach dem Start aus. Nachdem der Ferrari hinter die Streckenbegrenzung abgeschleppt wurde, funktionierte der Wagen wieder und Bruni konnte weiterfahren. Zwischenzeitlich hatte man aber so viel Zeit verloren, dass die Siegchancen gleich Null waren und man am Ende mit 8 Runden Rückstand Letzter wurde. Für das Schwesterauto mit der Nummer #71 und den Fahrern Davide Rigon und James Calado lief es ebenfalls nicht besser. Hier verhinderte eine Berührung mit einem anderen Fahrzeug sowie ein Reifenschaden die Chance auf einen Sieg. Dennoch wurde man am Ende Dritter.

Durch den Sieg liegt die Nummer #92 in der Wertung der besten LMGTE Pro-Teams nun auf der zweiten Position. Die Nummer #71 von AF Corse übernahm nach dem Rennen die Führung der Wertung, das Schwesterfahrzeug von Bruni/Vilander (#51) rutschte zwei Positionen auf Platz drei ab. In der Wertung der besten GT-Fahrer hat Richard Lietz die Führung übernommen und liegt einen Punkt vor Davide Rigon (72) und James Calado (72). Michael Christensen liegt auf Position fünf (55 Pkt.), Frédéric Makowiecki auf Position acht (42) und Patrick Pilet auf der 14. Position (24 Pkt.).

Porsche Team Manthey #92, Nürburgring 2015 © Porsche
Porsche Team Manthey #92, Nürburgring 2015 © Porsche

Fahrerstimmen nach dem Rennen

Richard Lietz (911 RSR #91): „Erster und Zweiter – das ist perfekt. Wir haben uns sehr gut auf unser Heimrennen vorbereitet, hatten hier zwei ergiebige Tests und haben uns auch nicht verrückt machen lassen durch die Wetterkapriolen am Anfang der Woche. Seit den Tests haben wir am Setup unseres 911 RSR fast nichts verändert. Das hat sich ausgezahlt.“
Michael Christensen (911 RSR #91): „Mein erster Sieg in der WEC – ich bin total glücklich. Das war ein perfektes Wochenende. In Le Mans ist es nicht gut für uns gelaufen, doch das war ein tolles Comeback. Das ist einer der größten Erfolge meiner Karriere. Dass wir für unser Team sein Heimrennen gewinnen konnten, freut uns ganz besonders. Viele unserer Mechaniker hatten Familie und Freunde dabei. Auch für sie war das sicherlich ein wundervoller Tag.“
Patrick Pilet (911 RSR #92): „Das war ein hartes Rennen. Unglücklicherweise mussten wir zwei Durchfahrtstraßen wegstecken, durch die wir viel Zeit verloren haben. Schade, denn wir hatten ein schnelles Auto, gute Boxenstopps und eine perfekte Strategie. Erster und Zweiter zu werden ist ein toller Erfolg. Wir werden heute richtig feiern – und ab morgen konzentrieren wir uns auf das nächste Rennen in Austin.“
Frédéric Makowiecki (911 RSR #92): „Das Wichtigste ist, dass Porsche gewinnt. Welches Auto im Ziel vorne liegt, spielt keine so große Rolle. Dieser Erfolg vor so einer tollen Kulisse war wichtig für die Meisterschaft. Wir dürfen nicht vergessen, dass die Saison gerade erst zur Hälfte vorbei ist. Wenn wir weiter so zielgerichtet arbeiten und unsere Chancen nutzen, können wir im Kampf um die Meisterschaft noch ein Wörtchen mitreden.“

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