Jota Sport kauft Oreca 05: Ab 2016 in der FIA WEC

Oreca 05 im Design von Jota Sport © GaazMaster / Oreca

Jota Sport gab am Freitag bekannt, dass man in der nächsten Saison mit einem Oreca 05 die gesamte WEC-Saison in der LMP2-Klasse bestreiten möchte. Des Weiteren wird man ein zweites Chassis für Testzwecke kaufen. Es wird die erste komplette WEC-Saison des Teams aus dem englischen Frant sein. Der Saisonstart der neuen WEC-Saison wird am 17. April in Silverstone sein, bei dem in diesem Jahr schon der Oreca 05 sein Debüt feierte. Im Juni dieses Jahres holte KCMG beim Debüt des neuen Fahrzeugs in Le Mans den Klassensieg in der LMP2-Klasse. Ab dem Jahr 2017 sind nur vier LMP2-Chassishersteller zugelassen, wodurch die Teams zum Handeln gezwungen sein werden. Offene Prototypen sind dann verboten und es werden nur noch Chassis von Oreca (Oreca 05), Onroak Automotive, Dallara und Riley Tech/Multimatic zugelassen. Die Teams müssen also entweder ein Chassis der vier noch übriggebliebenen Hersteller kaufen oder man wagt, wie Strakka Racing, den Schritt in die LMP1-Klasse. Erst kürzlich gab das amerikanische GT-Team Dragon Speed ebenfalls den Kauf eines Oreca 05 bekannt, mit dem man im nächsten Jahr in der ELMS um Siege fahren möchte. Die Premiere findet allerdings im Rahmen der „12 Stunden von Sebring“ statt. Dragon Speed erwartet seinen Oreca im Herbst, Jota das erste Fahrzeug gegen Ende des Jahres.

„Wir haben in den letzten drei Jahren mit den Siegen in Spa-Francorchamps und Le Mans bewiesen, dass wir sofort um Siege kämpfen können. Der Titel in der LMP2-Klasse ist definitiv unser Ziel und er ist auch in Reichweite. Wir haben uns verschiedene Chassis sehr genau angeschaut und ich bin sehr erfreut unsere Partnerschaft mit Oreca bekanntzugeben.
Wir sind von den Auftritten des Oreca 05 in der ELMS und WEC sehr beeindruckt.
Der Wagen war auf Anhieb schnell und besitzt eine bemerkenswerte Zuverlässigkeit.
Ich bin zuversichtlich, dass wir das beste Chassis für 2016 und für das neue Regelement danach gefunden haben.“, sagte Simon Dolan, Teamchef und Fahrer.

Jota Sport, Gibson 015S - Nissan #38, Le Mans 2015 © Nigel Barrett
Jota Sport, Gibson 015S – Nissan #38, Le Mans 2015 © Nigel Barrett

Die WEC-Bilanz des britischen Teams kann sich sehen lassen. Von neun Starts als Gaststarter im Rahmen der FIA WEC in Spa-Francorchamps, Le Mans und Silverstone, fuhr das Team sechsmal auf das Siegertreppchen (3x 1. Platz, 2x 2. Platz, 1x 3. Platz). Dazu zwei siebte Plätze in Silverstone und Le Mans. Höhepunkt des seit 2007 bestehenden Teams war der LMP2-Klassensieg im Jahr 2014 in Le Mans. Simon Dolan, Oliver Turvey und Harry Tincknell pilotierten ihren noch offenen Zytek Z11SN mit einer Runde Vorsprung auf den Ligier JS P2 von Thiriet by TDS Racing ins Ziel. Den momentan eingesetzten Gibson 015S (ehemals Zytek Z11SN) möchte man auch im nächsten Jahr in der European Le Mans Series (ELMS) einsetzen. Aktuell führt man in der ELMS die Teamwertung mit 60 Punkten vor Thiriet by TDS Racing (58 Pkt.) und Greaves Motorsport (50 Okt.) an. In der ELMS ist das Team ähnlich erfolgreich wie bei den Gastauftritten in der WEC. In 15 Rennen gelangen elf Top-4-Platzierungen (davon 3 Siege) und beeindruckende zehn Pole Positions. Der nächste Lauf findet am morgigen Sonntag zwischen 13 und 17 Uhr in Le Castellet statt.

Eine Teamvorstellung auf WEC-Aktuell finden Sie hier: Link

Quelle

1 Trackback / Pingback

  1. Spa und Le Mans: Jake Dennis fährt 2016 für Jota in der WEC › WEC-Aktuell

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich stimme zu.