Onroak Automotive baut neuen LMP2-Prototypen für 2017

Extreme Speed Motorsports, Ligier JS P2 #31, Spa-Francorchamps 2015 © Nigel Barrett

Die Tage des Ligier JS P2 aus der französischen Prototypenschmiede Onroak scheinen gezählt.
Philippe Dumas, Chef von Onroak Automotive gab gegenüber den Kollegen von Endurance-Info bekannt, dass man für das neue Reglement ab 2017 einen neuen Ligier JS P2 bauen werde. Der aktuelle Ligier JS P2 entspricht nicht dem zukünftigen LMP2-Reglement. Grund ist die Fahrzeugbreite, die aktuell bei 2000mm anstatt den ab übernächstem Jahr geforderten 1900mm liegt. Eine Anpassung von 2,0m auf 1,90m ist nicht möglich.
Die neuen LMP2-Prototypen werden ab 2017 in der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC),
der European-Le-Mans-Series (ELMS), der United-SportsCar-Championship (USCC), der Asian-Le-Mans-Series (AsLMS) sowie in Le Mans eingesetzt. ACO, FIA und IMSA geben einen Zeitplan vor, nachdem der Wagen für die 24 Stunden von Daytona im Januar 2017 einsatzbereit sein muss. Insgesamt gibt es dann nur noch vier LMP2-Chassisbauer, die aus einem ausgeschriebenen Wettbewerb hervorgingen. Die Sieger heißen Onroak Automotive, Oreca, Dallara und Riley Tech/Multimatic.
Der Ligier JS P2 gab sein Debüt bei den 24 Stunden von Le Mans im Jahr 2014 und war auf Anhieb konkurrenzfähig. Nach dem Rennen war der Ligier auf dem zweiten, fünften und siebten Platz der Ergebnisliste zu finden. Zur Zeit setzen OAK Racing, G-Drive und Extreme Speed Motorsports insgesamt fünf Fahrzeuge in der WEC ein. Der neue Wagen werde laut Dumas auf den Erfahrungen mit dem aktuellen Fahrzeug basieren. Ein mögliches LMP1-Projekt liegt derzeit also auf Eis, wird aber bei Interesse von Herstellern wieder aufgegriffen.
Des Weiteren bietet Onroak auch einen LMP3 an, der zukünftig in der ELMS fahren soll.

Der Konkurrent Oreca war in der Hinsicht vorausschauender, denn der Oreca 05 hat bereits eine Breite von 1900mm und entspricht somit dem neuen Reglement. In Silverstone dieses Jahres setzte KCMG erstmals einen Oreca in der WEC ein, in Austin sieht man sogar einen zweiten Prototypen aus dem Hause Oreca in den Reihen von KCMG. Erst gestern gab Jota bekannt, zwei Oreca 05 kaufen zu wollen. Ein Fahrzeug dient zu Testzwecken, der andere soll ab 2016 in allen Rennen der WEC starten. Dazu besitzt Thiriet by TDS Racing ebenfalls ein Fahrzeug und setzt es in der ELMS sowie in Le Mans ein. Das aus den USA stammende Team Dragon Speed wartet noch auf sein Exemplar und möchte im nächsten Jahr in der ELMS starten. Außerdem gibt es weitere ernsthafte Interessenten.
Allem Anschein nach scheint Oreca also alles richtig gemacht zu haben und profitiert stark vom Fauxpas von Onroak.

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