Gibson Technology stellt LMP2-Einheitsmotor ab 2017

Extreme Speed Motorsports, Ligier JS P2 #30, Nürburgring 2015 © WEC-Aktuell

Nachdem bereits Anfang Juli die vier Chassisbauer ausgewählt wurden die ab dem Jahr 2017 die LMP2-Chassis bauen werden, wurde heute bekanntgegeben welcher Hersteller den Einheitsmotor für die kleine Prototypenklasse liefern wird. FIA, ACO und IMSA wählten den englischen Hersteller Gibson Technology (ehemals Zytek Engineering), welcher sich gegen mehrere Mitbewerber durchsetzte (u.a. Judd und Mecachrome). Darüber hinaus wird Cosworth Electronics alleiniger Elektroniklieferant werden. Auswahlkriterien waren Leistung, Qualität, Zuverlässigkeit, Service, Wartungskosten und preisliche Wettbewerbsfähigkeit.

Gibson wird einen 4,2-Liter V8 Saugmotor entwickeln, der auf das neue Reglement ausgelegt ist. Demnach soll der Motor 600 PS liefern und damit etwa 150 PS mehr als die aktuellen Motoren. Das neue Triebwerk wird in allen Serien bzw. Rennen die vom ACO und der FIA organisiert werden zugelassen, aber nur in der FIA WEC wird es der Einheitsmotor.
In der TUDOR United SportsCar Championship (ab 1. November 2015: IMSA WeatherTech SportsCar Championship) sowie in der European Le Mans Series (ELMS) wird es keinen Einheitsmotor geben, jedoch kann der Gibson-Motor auch hier eingesetzt werden. In der Asian Le Mans Series (AsLMS) wird der Motor, nach einer Übergangsphase die bis 2019 andauert, ebenfalls zugelassen. Die von Cosworth gelieferte Elektronik wird jedoch in allen Serien vorgeschrieben sein. Weitere technische Daten bezüglich des Motors werden später bekanntgegeben.

Mit Gibson Technology als Lieferant für den Einheitsmotor, Cosworth Electronics als Lieferant für die Elektronik und den vier Chassisbauern Oreca, Onroak Automotive, Dallara sowie Riley Tech/Multimatic nimmt das neue LMP2-Reglement immer konkretere Züge an. Ziel des neuen Reglements ist es durch Regulierung der Kosten, Stabilität im Reglement sowie eine Geschwindigkeitsannäherung an die LMP1, den langfristigen Erfolg sowie die Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit der LMP2-Klasse sicherzustellen. Die neuen Fahrzeuge müssen für einen Start bei den „24 Stunden von Daytona“ im Januar 2017 homologiert und verfügbar sein.

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