OAK Racing stellt Rennbetrieb ein

OAK Racing, Ligier JS P2 #35, Le Mans 2015 © Nigel Barrett

Das französische Team OAK Racing wird sich aus dem aktiven Motorsport zurückziehen und sich ab sofort auf den im Jahr 2012 gegründeten Unternehmenszweig Onroak Automotive konzentrieren, welcher die Entwicklung und den Bau von Le-Mans-Prototypen zur Aufgabe hat.

Teamchef Philippe Dumas bestätigte den Kollegen von Sportscar365.com die Neuausrichtung des Unternehmens. Schlüsselpersonen seien schon zu Kundenteams abgestellt worden.
„Wir sind auf die neuen LMP2- und LMP3-Prototypen von Onroak fokussiert. Außerdem sind wir darauf konzentriert unsere Beziehungen zu guten Kundenteams wie Michael Shank Racing, Krohn Racing und Extreme Speed Motorsports auszubauen. Wie ihr wisst, wird Pegasus Racing einen Ligier JS P2 bei dem 6-Stunden-Rennen in Shanghai einsetzen und darüber hinaus sind sie auf einem guten Weg einen Ligier in der nächsten Saison der European Le Mans Series (ELMS) einzusetzen. Dazu kommt auch noch Algarve Pro Racing. Wir haben einige Kontakte für die nächste Saison, aber es wird definitiv kein Einsatz unter dem Banner von OAK Racing.“, sagte Dumas gegenüber Sportscar365. Der Umbau hat scheinbar schon im Verlauf dieses Jahres stattgefunden, als OAK seine Rennaktivitäten nach einem arbeitsreichen Jahr 2014 mit Einsätzen in der TUDOR United SportsCar Championship (USCC), FIA World Endurance Championship (WEC) and Asian Le Mans Series (AsLMS) zurückfuhr.

In der aktuellen WEC-Saison setzte OAK Racing einen Ligier JS P2 mit Nissan-Motor in Silverstone, Spa-Francorchamps und Le Mans ein. Dazu kam ein zweiter Ligier in Le Mans, welcher mit einem HPD-Motor ausgestattet war.
Des Weiteren wickelt OAK in der aktuellen Saison die Renneinsätze der beiden Ligier von G-Drive Racing ab. Eine Fortführung der Partnerschaft für 2016 ist aber noch nicht bestätigt.
Beim kommenden Rennen in Austin wird der langjährige OAK-Ingenieur Matthieu Leroy bereits das Team Extreme Speed Motorsports unterstützen. „Wir möchten die Beziehung zu dem Team aus Florida stärken und ihnen mit ihrem HPD-Motor auf die Beine helfen.
Ziel ist es das Verhältnis weiter auszubauen und es ist für beide Seiten wichtig einen Ligier (mit HPD-Motor) noch vor Ende des Jahres auf dem Podium zu sehen.“, so Dumas.

"Fahrerzwerge" vor der OAK Racing Box, Spa-Francochamps 2015 © Nigel Barrett
„Fahrerzwerge“ vor der OAK Racing Box, Spa-Francochamps 2015 © Nigel Barrett

Das Team wurde von Serge Saulnier im Jahr 1980 gegründet und trat bis 2009 unter dem Namen Saulnier Racing auf den Rennstrecken der Welt an. Im Jahr 2006 übernahm Jacques Nicolet das Team und 2009 wurde das Team in OAK Racing umbenannt. Den größten Erfolg in der FIA WEC feierte man im Jahr 2014. In Le Mans gelang ein Doppelsieg und am Ende der Saison belegte man ebenfalls den ersten und zweiten Platz beim Titel für das beste LMP2-Team. In der Asian Le Mans Series gewann man im Jahr 2013 und 2014 den Titel. Der von Onroak gebaute Morgan-Prototyp gehört, neben dem vom Konkurrenten Oreca gebauten Oreca 03, zu den erfolgreichsten LMP2-Prototypen der vergangenen Jahre.

Im Juli gewann man neben Oreca, Dallara und Riley Tech/Multimatic die Ausschreibung für die neuen LMP2-Prototypen, die nach dem neuen LMP2-Reglement gebaut werden. Ab 2017 dürfen nur noch diese vier Hersteller LMP2-Chassis für die verschiedenen Langstreckenserien bauen. Zuletzt gab man bekannt, dass man einen neuen LMP2-Prototypen für das zukünftige Reglement bauen werden, da der aktuelle Ligier noch nicht die vorgeschriebene Breite von 1,90m (aktuelles Modell 2,0m) vorweisen kann.

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