Porsche sichert sich in Austin die Pole-Position

Porsche 919 Hybrid, #18, Austin 2015 © Porsche

Vor gut zwei Stunden ging das Qualifying für das 6-Stunden-Rennen in Austin zu Ende.
Porsche konnte sich saisonübergreifend bereits zum achten Mal in Folge die Pole-Position sichern. Wie schon in allen anderen Rennen der aktuellen WEC-Saison stehen beide Porsche 919 Hybrid auf den ersten beiden Startpositionen.

Nachfolgend eine kurze Analyse des Qualifyings. Dazu die Platzierungen in allen Klassen.

LMP1

In der LMP1-Klasse sicherte sich wieder einmal das Porsche Team die erste und zweite Position. Die Nummer #18 mit den Fahrern Jani/Lieb/Dumas fuhr kurz vor Schluss mit einer Durchschnittszeit von 1:46.211 Minuten auf die erste Position. Auf Platz zwei folgte das Schwesterauto mit einem Abstand von 0,164 Sekunden. Mit einem recht deutlichen Abstand von 1,327 Sekunden (#8) bzw. 1,687 Sekunden (#7) folgten die beiden Audi R18 e-tron quttro vom Audi Sport Team Joest. Dahinter reihen sich die beiden Toyota ein. Das Weltmeister-Fahrzeug mit der Nummer #1 lag mit einer durchschnittlichen Rundenzeit von 1:48.990 Minuten auf dem fünften Rang, die Nummer #2 auf dem sechsten Platz (+ 0,189 Sekunden). Bei den Privatteams lagen, wie auch schon im dritten Training, die beiden Rebellion R-One von Rebellion Racing vor dem CLM P1/01 vom Team ByKolles. Der schon am ganzen Wochenende schnellere Wagen mit der Nummer #12 rund um Nick Heidfeld, liegt mit einer Zeit von 1:53.950 Minuten auf dem ersten Platz bei den Privatteams. Mit einer guten halben Sekunde Abstand (#0,556 Sekunden) folgt der zweite Wagen von Rebellion. Auf dem letzten Platz der LMP1-Prototypen liegt der Wagen von ByKolles, welcher einen Abstand von 1,844 Sekunden auf den schnellsten Wagen von Rebellion Racing hat.

  1. #18 Porsche Team – Porsche 919 Hybrid – Dumas/Jani/Lieb
  2. #17 Porsche Team – Porsche 919 Hybrid – Bernhard/Webber/Hartley
  3. #8 Audi Sport Team Joest – Audi R18 e-tron quattro – Di Grassi/Duval/Jarvis
  4. #7 Audi Sport Team Joest – Audi R18 e-tron quattro – Fässler/Lotterer/Tréluyer
  5. #1 TOYOTA GAZOO Racing – Toyota TS040 – Hybrid – Davidson/Buemi/Nakajima
  6. #2 TOYOTA GAZOO Racing – Toyota TS040 – Hybrid – Wurz/Sarrazin/Conway
  7. #12 Rebellion Racing – Rebellion R-One – Prost/Beche/Heidfeld
  8. #13 Rebellion Racing – Rebellion R-One – Imperatori/Kraihamer/Abt
  9. #4 Team ByKolles – CLM P1/01 – Trummer/Kaffer

LMP2

Nicht ganz so knapp wie erwartet lief das Qualifying in der LMP2-Klasse. Am Anfang der Sitzung sorgte der Oreca 05 von KCMG für einen Abbruch der Qualifikation. Der Wagen blieb kurz hinter der Boxenausfahrt liegen und musste abgeschleppt werden. Kurze Zeit später konnte der Oreca aber wieder auf Zeitenjagd gehen und holte am Ende der Sitzung mit einer Zeit von 1:56.834 Minuten die schnellste Zeit. Es war jedoch nur eine provisorische Pole, da die Rennleitung den vorangegangen Vorfall noch untersuchen musste. Letztendlich wurden alle Zeiten von KCMG gestrichen und man wurde an das Ende des Feldes versetzt, da der Wagen kurzzeitig rückwärts in Richtung Boxenausfahrt rollte. Auf Platz zwei (#26, +0,314 Sekunden) und drei (#28, 0,640 Sekunden) lagen die beiden Ligier JS P2 von G-Drive Racing, die durch die Strafe von KCMG nun auf die ersten beiden Positionen vorrücken. Dahinter folgt die Nummer #30 von Extreme Speed Motorsports, das Team SARD-Morand, Strakka Racing und der zweite Ligier von ESM, welcher als einziger Wagen nicht die 2-Minuten-Marke knacken konnte. Im Wagen von Signatech Alpine fuhr nur Paul-Loup Chatin seine Runden. Warum kein zweiter Fahrer das Steuer übernommen hat, ist bisher noch nicht klar. Da die Qualifyingzeit jedoch aus den schnellsten Runden von zwei Fahrern gebildet wird und das nicht erfüllt werden konnte, startet man morgen vorletzten Platz. Normalerweise müsste man vom letzten Platz starten, jedoch profitiert man von der Bestrafung von KCMG.

  1. #26 G-Drive Racing – Ligier JS P2 – Rusinov/Canal/Bird
  2. #28 G-Drive Racing – Ligier JS P2 – Yacaman/Derani/Gonzalez
  3. #30 Extreme Speed Motorsports – Ligier JS P2 – Sharp/Dalziel/Heinemeier-Hansson
  4. #43 Team SARD-Morand – Morgan Evo – Ragues/Webb/Hamilton
  5. #42 Strakka Racing – Gibson 015S – Leventin/Watts/Kane
  6. #31 Extreme Speed Motorsports – Ligier JS P2 – Brown/van Overbreek/Fogarty
  7. #36 Signatech Alpine – Alpine A450b – Panciatici/Chatin/Capillaire
  8. #47 KCMG – Oreca 05 – Howson/Bradley/Lapierre

LMGTE Pro

In der LMGTE Pro-Klasse konnte Aston Martin Racing den schwachen Auftritt in allen drei Trainingssitzungen in pure Dominanz umwandeln. Platz eins, zwei und vier hieß es am Ende des Qualifyings. Mit einer Zeit von 2:05.872 Minuten stand der im neuen Farbgewand fahrende Aston Martin Vantage V8 mit der Nummer #99 auf dem ersten Platz. Der Porsche 911 RSR vom Porsche Team Manthey und der Nummer #91 folgte auf der zweiten Position. Nach dem Training hätte man eigentlich die Nummer #92 vorne erwartet, aber der Wagen landete nur auf der fünften Position. Einen ganzen schwachen Auftritt zeigte AF Corse. Die beiden Ferrari 458 Italia landeten nur auf dem enttäuschenden vorletzten und letzten Platz.

  1. #99 Aston Martin Racing V8 – Aston Martin Vantage V8 – MacDowall/Rees/Stanaway
  2. #91 Porsche Team Manthey – Porsche 911 RSR – Lietz/Christensen
  3. #97 Aston Martin Racing – Aston Martin Vantage V8 – Turner/Adam
  4. #95 Aston Martin Racing – Aston Martin Vantage V8 – Nygaard/Sörensen
  5. #92 Porsche Team Manthey – Porsche 911 RSR – Pilet/Makowiecki
  6. #51 AF Corse – Ferrari 458 Italia – Bruni/Vilander
  7. #71 AF Corse – Ferrari 458 Italia – Rigon/Calado

LMGTE Am

Eine kleine Sensation gab es in der LMGTE Am-Klasse. Das Heimrennen scheint für Patrick Long und Patrick Dempsey einen ordentlichen Motivationsschub zu geben. Nach einem sehr guten Auftritt im ersten und zweiten Training mit dem ersten und zweiten Platz, konnte man die Schnelligkeit auch im Qualifying auf die Strecke bringen und am Ende der Sitzung lag man auf dem ersten Platz. Das Qualifying in der LMGTE Am-Klasse verlief enger als erwartet.
Knapp hinter Dempsey folgte der Aston Martin mit der Nummer #96 und einem Abstand von 0,179 Sekunden und der Ferrari mit der Nummer #83 von AF Corse (+0247 Sekunden).
In der Nummer #96 sitzt an diesem Wochenende erstmals Benny Simonsen, der für Roald Goethe einspringt. Auf den weiteren Plätzen folgt der zweite Aston Martin (#98), SMP Racing (#72) sowie die Corvette C7.R (#50) von Larbre Competition. Keine gewertete Runde fuhr das Abu Dhabi-Proton Racing Team, das mit technischen Problemen zu kämpfen hatte. Daher wird der Porsche 911 RSR mit der Nummer #88 morgen vom letzten Platz ins Rennen starten.

  1. #77 Dempsey – Proton Racing – Porsche 911 RSR – Dempsey/Long/Seefried
  2. #96 Aston Martin Racing – Aston Martin Vantage V8 – Castellacci/Simonsen/Hall
  3. #83 AF Corse – Ferrari 458 Italia – Perrodo/Collard/Aguas
  4. #98 Aston Martin Racing – Aston Martin Vantage V8 – Dalla Lana/Lamy/Lauda
  5. #72 SMP Racing – Ferrari 458 Italia – Shaitar/Bertolini/Basov
  6. #50 Larbre Competition – Chevrolet Corvette C7.R – Roda/Ruberti/Poulsen
  7. #88 Abu Dhabi – Proton Racing – Porsche 911 RSR – Ried/Al Qubaisi/Bamber

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