Formel 1: GP in Baku findet 2016 am Le-Mans-Wochenende statt

Porsche 919 Hybrid #19 Hülkenberg/Bamber/Tandy, Le Mans 2015 © Porsche

Bei der diesjährigen Ausgabe der 24 Stunden von Le Mans gab es eine Sensation, mit der wohl kaum jemand gerechnet hat. Formel-1-Pilot Nico Hülkenberg stand nach 395 Runden auf dem französischen Traditionskurs zusammen mit seinen beiden Fahrerkollegen Earl Bamber und Nick Tandy ganz oben auf dem Podium und holte bei seinem Renndebüt in Le Mans den Gesamtsieg. Das Trio holte bereits ein Jahr nach der Rückkehr von Porsche und die Sportwagenszene den 17. Le-Mans-Sieg für den deutschen Autobauer.

Das Interesse einiger Formel-1-Fahrer an dem Klassiker an der Sarthe war davor bereits bekannt und wuchs durch den Gesamtsieg eines Fahrers aus ihren Reihen weiter.
Doch so schnell können die Piloten die mit einem Start in Le Mans liebäugeln nicht am Rennen teilnehmen. Auch eine weitere Teilnahme von Hülkenberg und der damit verbundenen Titelverteidigung rückt in weite Ferne. Grund ist eine Terminkollision im neuen Entwurf des Formel-1-Kalenders für das kommende Jahr.
Im nächsten Jahr finden die 24 Stunden von Le Mans am 18. und 19. Juni statt. Zeitgleich findet aber auch der Formel 1 Grand Prix von Europa in Baku (Aserbaidschan) statt. Somit wird eine erneute Teilnahme von Nico Hülkenberg nahezu unmöglich. Für den Emmericher hat zwar weiterhin die Formel 1 Priorität, aber solange es keine Überschneidungen mit einem Rennen der Formel 1 gibt, sind weitere Einsätzen in der WEC durchaus möglich. Der Chef seines Arbeitgebers Force India, Vijay Mallya, würde ihm darüber hinaus wohl aber auch kaum die Freigabe erteilen, wenn am gleichen Wochenende ein Rennen in der Formel 1 stattfindet. Zuletzt gab es eine Terminüberschneidung zwischen der Formel 1 und den 24 Stunden von
Le Mans im Jahr 2011. Danach versprach die FIA zukünftig Terminkollisionen zu vermeiden. Übrigens findet auch am Wochenende des WEC-Laufs am Nürburgring (24. Juli) ein Formel-1-Rennen (Ungarn) statt. Der erste Entwurf des Formel-1-Kalenders sah kein Rennen an diesem Wochenende vor.

Nico Hülkenberg, Le Mans 2015
Nico Hülkenberg, Le Mans 2015 © Porsche

Ein möglicher Ersatz könnte bereits feststehen. IndyCar-Fahrer und Ex-Formel-1-Pilot Juan Pablo Montoya soll nach dem Ende der WEC-Saison in Bahrain einen Porsche 919 Hybrid testen. Sollte Montoya tatsächlich für Porsche bei der nächsten Ausgabe der 24 Stunden von Le Mans starten und auch gewinnen, hätte er den Grand Slam des Motorsports erreicht.
Der Grand Slam besteht aus einem Sieg beim Indy500-Rennen (Siege 2000 und 2015), einem Formel-1-Sieg in Monaco (2003) und ein Gesamtsieg bei den 24 Stunden von Le Mans.
Bisher erreichte nur Graham Hill dieses fast unmöglich erscheinende Ziel.

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