Alexander Wurz zieht sich aus dem aktiven Motorsport zurück

TOYOTA GAZOO Racing, Toyota TS040 #2, 6 Stunden vom Nürburgring 2015 © WEC-Aktuell.de

Alexander Wurz wird sich nach dem letzten WEC-Rennen am 21. November in Bahrain nach 20 Jahren in der Formel 1 und bei den Le-Mans-Prototypen aus dem aktiven Motorsport zurück-
ziehen und seinen Helm sowie den Rennoverall an den Nagel hängen.
„Nach zwölf Jahren als Rennfahrer und dritter Fahrer in der Formel 1, hatte ich das Glück, mich weitere acht Saisons meiner Leidenschaft für die Le-Mans-Prototypen hingeben zu können“, sagt Wurz. „Das bedeutet, dass ich mein halbes Leben im Spitzensport verbracht habe und ein weiteres Viertel auf den Weg dorthin. Es ist nun an der Zeit meine Karriere als professioneller Rennfahrer zu beenden. Es gibt vieles, wofür ich dankbar und stolz bin. Meine zwei Siege in Le Mans werde ich in besonderer Erinnerung behalten, die sind unvergesslich. Auch den Podest-
platz im dritten Formel-1-Rennen werde ich nie vergessen.“ Nach dem Ausfall des im letzten Jahr überlegenen Toyota TS040 -Hybrid in Le Mans wurde Wurz klar, dass sich seine Karriere im Motorsport dem Ende neigt. Der Ausfall war sehr niederschmetternd, da die Vorbereitung mit viel Arbeit verbunden war und man über die Hälfte des Rennens in Führung lag.

Der 41-jährige Österreicher gewann 1997 zusammen mit Manuel Reuter und Davy Jones im TWR-Porsche WSC-95 von Joest Racing die 24 Stunden von Le Mans und ist seitdem als der jüngste Gesamtsieger. Daraufhin ging er als Testfahrer zu Benetton in die Formel 1, wurde ein Jahr später Stammpilot und blieb dem Rennstall drei Jahre treu. Danach wechselte er zu McLaren und blieb dort bis 2005 als Test- und Ersatzfahrer angestellt. 2006 wechselte er zu Williams. 2007 wurde er, nachdem Mark Webber zu Red Bull Racing abwanderte, Stammpilot. Vor dem letzten Saisonrennen beendete er seine aktive Karriere in der Formel 1 und erhielt 2008 einen Testfahrer- und Beratervertrag vom Honda-Team. Der Vertrag wurde danach vom Nachfolger Brawn GP übernommen.
Im Jahr 2009 wechselte er wieder zu den Le-Mans-Prototyoen und gewann zusammen mit Marc Gené und David Brabham im Peugeot 908 erneut die 24 Stunden von Le Mans.
Im Werksprogramm von Peugeot war er von 2008 bis 2011 aktiv. Danach wechselte er zu Toyota und trug maßgeblich zur Entwicklung des Toyota TS030 und dem Nachfolgemodell bei. Wurz gilt als ausgezeichneter Entwicklungsfahrer und wurde zuletzt mit dem GTE-Programm von Ford in Verbindung gebracht. Diese Gerüchte haben sich nun als falsch erwiesen. In der FIA WEC fuhr Wurz zusammen mit seinen Teamkollegen in bisher 27 Rennen fünf Siege ein.

„Alex war seit den Anfängen im Jahre 2011 ein fundamentaler Teil unserer Mannschaft. In dieser Zeit erlebten wir gemeinsam fantastische Momente. Ich bin sicher, dass dieser erste gemeinsame Sieg in Sao Paulo allen im Team noch lange, lange in Erinnerung bleiben wird.
Ich möchte ihm für seinen Beitrag zu unserem WEC-Projekt aufrichtig danken. Sein technischer Input, seine Motivation und seine Fähigkeiten waren für uns von unermesslichem Wert. Es ist zwar traurig, wenn ein allseits respektierter und erfolgreicher Fahrer sich aus dem aktiven Rennsport zurückzieht, aber wir wünschen Alex nur das Allerbeste auf seinem weiteren Weg“, sagt Toshio Sato, Teampräsident von TOYOTA GAZOO Racing.

Wurz bleibt jedoch weiterhin dem Motorsport erhalten. Seit einiger Zeit ist er Fahrercoach, TV-Kommentator und Vorsitzender der Formel-1-Fahrervereinigung GDPA. Man wird Wurz also weiterhin an den Rennstrecken der Welt sehen – allerdings ohne Overall.

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