Peugeot: Rückkehr nach Le Mans hängt von drei Bedingungen ab

Peugeot 908 HDi FAP #7, Silverstone 2008 © Nigel Barrett

Am 18. Januar 2012, wenige Wochen vor dem ersten Rennen in der Geschichte der neu gegründeten FIA WEC, verkündete Peugeot den Rückzug von der Langstrecke. Die bereits gebauten LMP1-Prototypen verschwanden wieder in der Garage und die Fans waren geschockt. Grund für den Rückzieher war die finanzielle Schräglage des PSA-Konzerns.

In der französischen Fernsehsendung „Turbo“ wurde nun Carlos Tavares, Chef vom PSA-Konzern, gefragt wie es mit einer Rückkehr von Peugeot in den Langstreckensport steht.
„Offensichtlich gibt es im Unternehmen eine große Leidenschaft für die 24 Stunden von
Le Mans und Langstreckenrennen, welche auch Teil unserer Unternehmensidentität sind.
Wir haben das mit einigen Sportmanagern diskutiert und ich habe immer drei Bedingungen gestellt. Als Erstes muss der PSA-Konzern wirtschaftlich gut dastehen. Die zweite Bedingung ist, dass das Reglement der WEC überwacht wird und es eine Kostenkontrolle gibt, damit der Sport auch vernünftig ist. Und die dritte Bedingung ist, dass wir Zeit brauchen um uns auf die Gegner und die anderen Hersteller die bereits mehrere Jahre dabei sind, vorzubreiten. Wir müssen in der Lage sein auf einem Level einzusteigen, das von der Vorbereitung und von der technischen und technologischen Reife her auf dem höchstem Niveau ist. Wenn wir zurückkehren wollen wir auch gewinnen.“

Peugeot war zuletzt zwischen 2007 und 2011 mit dem Peugeot 908 HDi FAP beziehungsweise Peugeot 908 in Le Mans, der Le Mans Series (LMS) und im International Le Mans Cup (ILMC) unterwegs. Den größten Erfolg feierte man 2009, als Alexander Wurz, Marc Gené und David Brabham die 24 Stunden von Le Mans gewannen. Für Peugeot war es nach dem Gesamtsieg im Jahr 1992 und 1993 der dritte Erfolg an der Sarthe. Den größten Misserfolg gab es im Jahr 2010, als alle drei Wagen vom Peugeot Werksteam und auch das Fahrzeug vom Kundenteam Team Oreca Matmut in Le Mans mit Motor- und Aufhängungsschäden ausfielen. Audi feierte einen Dreifachsieg und stellte einen neuen Distanzrekord auf. Auf dem Genfer Autosalon stellte Peugeot 2011 den Peugeot 908 Hybrid4 vor. Der Wagen sollte im Jahr darauf in der FIA WEC eingesetzt werden, doch durch den Ausstieg kam das neue Fahrzeug nie zum Einsatz.

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