Wechselt Proton nun doch in die LMGTE Pro-Klasse?

Abu Dhabi - Proton Racing, Porsche 911 RSR #88, 6 Stunden vom Nürburgring 2015 © Porsche

Erste Gerüchte, wonach der deutsche Rennstall Proton Competition mit werksseitiger Unter-
stützung seitens Porsche von der LMGTE Am- in die LMGTE Pro-Klasse wechselt und dort den Sportwagenhersteller nach dem WEC-Aus vom Porsche Team Manthey vertritt, wurden bestritten. Doch nun kommt Bewegung in die Sache und gibt es neue Informationen.

Mehrere Branchenexperten bestätigten gegenüber sportscar365, dass das Team Proton Competition genau diesen Wechsel vorbereitet. Demnach soll der Einsatz werksseitig von Porsche unterstützt werden und auch zwei Werksfahrer daran beteiligt sein. Die Meldung würde neben mindestens einem Wagen in der LMGTE Am-Klasse erfolgen.
Teamchef Christian Ried schloss zwar noch am Anfang des Monats einen Klassenwechsel aus, aber es gibt zunehmenden Druck seitens Porsche in der GTE Pro-Klasse präsent zu sein. Der Einstieg von Ford in die WEC hat dabei die Entscheidung beeinflusst. Porsche Motorsportchef Dr. Frank-Steffen Walliser hat die Pläne auf Nachfrage von sportscar365 nicht bestätigt, aber Porsche untersuche derzeit Möglichkeiten wie sie doch noch in der GTE-Pro vertreten sein können. „Wir arbeiten an mehreren Optionen. Die WEC ist offensichtlich die beste Plattform, da es eine Rennserie auf höchstem Niveau ist und wir dorthin gehören. Wir müssen unsere Gesamtsituation berücksichtigen“, so Walliser.
Die angestrebte Konstellation könnte jedoch nur eine Übergangslösung für das nächste Jahr sein. Porsche bestätigte letzte Woche, dass man für 2017 einen neuen Porsche 911 RSR (GTE) entwickelt und es wird angenommen, dass man dann wieder mit einem Werksteam in die WEC zurückkehrt.

Proton Competition setzte zwar in diesem Jahr zwei Porsche 911 RSR unter dem Namen „Abu Dhabi – Proton Racing“ und „Dempsey – Proton Racing“ in der LMGTE Am-Klasse ein, hat aber auch Erfahrung mit Einsätzen in der Profi-Kategorie. Die Mannschaft aus Ummendorf setzte 2012, im Gründungsjahr der FIA WEC, jeweils einen Porsche 911 RSR (997) unter dem Namen „Team Felbermayr-Proton“ in der LMGTE Pro- und LMGTE Am-Klasse ein. In der Profi-Klasse gewann man die Läufe in Spa-Francorchamps und Fuji, in der Amateur-Klasse in Sebring, Sao Paulo und Bahrain. Auch im Intercontinental Le Mans Cup und in der European Le Mans Series fuhr man Rennen in der Pro-Kategorie.

Quelle

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*