WEC-Prolog 2016: Zusammenfassung des zweiten Tages

Porsche 919 Hybrid #1, WEC-Prolog 2016 © Porsche

Zweiter Tag beim WEC-Prolog auf dem Circuit Paul Ricard in Le Castellet. Die Strecke war heute für die Fans geöffnet und in der Mittagspause hatte man bei einer 45-minütigen Autogrammstunde die Chance die Fahrer hautnah zu erleben. Das sonnige Wetter und die Temperaturen im  mittleren zweistelligen Bereich zogen eine Vielzahl von Besucher an die Rennstrecke. Eine Zusammenfassung des ersten Tages gibt es hier: Link

Vorab wieder der Hinweis, dass die Zeiten mit Vorsicht zu betrachten sind, da viele Faktoren (Reifenmischung, Zustand des Reifens, Verkehr, Tankinhalt, etc.) zu betrachten sind und größtenteils nicht bekannt gegeben werden.

Erste Testsession (09:00-13:00 Uhr)

Porsche hat heute den Wagen gewechselt und ließ das Weltmeisterauto mit der Startnummer #1 fahren. Dementsprechend waren heute auch Brendon Hartley, Mark Webber und Timo Bernhard an der Reihe. Bei den beiden Porsche 919 Hybrid die an diesem Wochenende eingesetzt wurden, handelt es sich bereits um die Fahrzeuge, die Mitte April beim WEC-Auftakt in Silverstone fahren werden (Chassisnummer 2016-1 und 2016-2). Audi hatte am Freitag mit mechanischen Problemen zu kämpfen, nutzte daher heute den Audi R18 mit der Startnummer #8 und klebte einfach die Nummer #7 auf den Wagen. Größere Beschädigungen an der ursprünglichen Nummer #7 wollte man so verhindern. Audi war glücklicherweise mit zwei Fahrzeugen angereist, da man am Sonntag und Montag noch weitere Testfahrten in Le Castellet unternimmt. Die Werksteams probierten am Morgen Longruns und Audi führte lange Zeit das Feld an. Nach knapp zwei Stunden übernahm Toyota die Führung und sorgte eine halbe Stunde vor Ende für eine rote Flagge, da Kobayashi auf der Strecke stand. Grund war der Verlust von einem Teil des Diffusors. Wenige Minuten vor Schluss übernahm Porsche die Führung (1:37.886). Dahinter lag der reparaturbedürftige Toyota (+ 0,387 Sekunden) und Audi (+ 1,677 Sekunden). In der privaten LMP1-Klasse fuhr der CLM P1/01 lange Zeit gar nicht und brachte es am Ende auch nur auf neun Runden. Zu Testzwecken wechselte man auf die alte Vorderachse um, was enorm viel Standzeit bedeutete. Auch Rebellion hatte einige Probleme mit einem der Wagen, konnte jedoch 65 bzw. 30 Runden drehen und führte das private LMP1-Feld an. In der LMP2-Klasse beanspruchte erneut Signatech Alpine die Spitzenposition (1:46.974 Minuten) vor G-Drive Racing (+ 0,674 Sekunden) und dem zweiten Alpine (+ 0,952 Sekunden). Die Zeit von Signatech Alpine bedeutete gleichzeitig eine neue Gesamtbestzeit in der LMP2-Klasse beim WEC-Prolog.

Ein gewohnten Bild gab es in der LMGTE Pro-Kategorie – zwei Ferrari vor zwei Ford und einem Aston Martin. Die Gesamtbestzeit die am gestrigen Morgen von Bruni im Ferrari mit der #51 erzielt wurde, konnte jedoch nicht geknackt werden. Nachdem Larbre Competition in der LMGTE Am-Klasse in zwei der drei Sessions am Freitag um Front lag, trat man heute nicht mehr an. Das Feld schrumpfte somit auf fünf Fahrzeuge. Die Bestzeit, die von Adam Carroll gefahren wurde, ging an Gulf Racing (1:58.818 Minuten). Dahinter lagen AF Corse (+ 0,327 Sekunden) und Abu Dhabi – Proton Racing, denen 1,685 Sekunden auf die Zeit von Carroll fehlten.

Zweite Testsession (14:00-17:00 Uhr)

Die Ingolstädter probierten erneut kürzere „Longruns“ mit je vier bis fünf Runden. Tréluyers Zeit von 1:38.827 Minuten reichte jedoch nur für den dritten Platz. Toyota und Porsche probierten ebenfalls Longruns, die teilweise auch den Namen verdienten. Die Bestzeit der zweiten Testsession ging an Porsche mit 1:37.445 Minuten, dahinter Toyota mit einem Abstand von 1,082 Sekunden. In der privaten LMP1-Klasse gab es das gewohnte Bild: Rebellion Racing vor dem ByKolles Racing Team. In der Gesamtklassifikation des WEC-Prologs liegt die Nummer #13 von Rebellion (1:41.733 Minuten) vor dem Schwesterfahrzeug mit der #12 (+ 0,414 Sekunden) und dem Wagen von Kolles (+ 1,089 Sekunden). In der LMP2-Klasse übernahm erstmals der Oreca 05 von G-Drive Racing die Führung (1:47.024 Minuten) und katapultierte sich damit in der Gesamttabelle vom WEC-Prolog 2016 auf den dritten Platz hinter Signatech Alpine (1:46.974 Minuten) und Strakka Racing (1:46.976 Minuten). Hinter G-Drive folgt in der zweiten Testsession am heutigen Samstag überraschenderweise WEC-Neuzugang Manor (+ 0,672 Sekunden)! Knapp dahinter Baxi DC Racing Alpine, die zusammen mit dem Schwesterfahrzeug an diesem Wochenende eine bärenstarke Leistung zeigten und fast immer auf einem der ersten drei Plätze zu finden waren.

Kurz vor Schluss übernahm in der LMGTE Pro-Kategorie das erste Mal Ford die Führung (1:58.786 Minuten) und ließ Ferrari hinter sich (+ 0,248 Sekunden). Knapp hinter dem Ferrari mit der Startnummer #71 lag der zweite Ford (+ 0,034 Sekunden). Aston Martin belegte, wie auch in den anderen Einheiten, den vierten Platz und konnte am gesamten Wochenende die 2-Minuten-Marke nicht knacken. In der letzten Trainingssitzung fuhr auch erstmals der Porsche 911 RSR (2016) von Dempsey – Proton Racing auf die Strecke. Insgesamt fuhr Christian Ried jedoch nur sieben Runden und die Zeit war mit 2:04.305 Minuten auch weit hinter Ferrari und Ford. Gulf Racing übernahm wie schon in der ersten Einheit des Tages das Zepter und lag mit einer Rundenzeit von 1:59.248 Minuten in Front. Einen Wimpernschlag dahinter folgt der Ferrari (+ 0,001 Sekunden), der Porsche 911 RSR von KCMG (+ 1,124 Sekunden) sowie mit einem Abstand von über zwei Sekunden Aston Martin Racing und Abu Dhabi – Proton Racing.

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