Qualifying in Silverstone: Erste Startreihe geht an Audi

Audi R18 (2016) #7 (Audi Sport Team Joest), Marcel Fässler, André Lotterer, Benoît Tréluyer © Ferdi Kräling Motorsport-Bild GmbH

Bei extrem schlechten Bedingungen, zu denen Schnee am Vormittag und Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt gehörten, setzte sich Audi mit dem neuen Audi R18 durch und startet morgen aus der ersten Reihe in die fünfte Ausgabe der „6 Stunden von Silverstone“.

Nachdem man in den Trainingssitzungen gegenüber Porsche das Nachsehen hatte, drehte man den Spieß um und beendete die saisonübergreifend elf Rennen andauernde Pole-Position-Serie von Porsche und verdiente sich zum ersten Mal seit den „6 Stunden von Fuji“ 2013 wieder einen zusätzlichen Punkt für den ersten Startplatz. „Wir hatten keine Ahnung, was uns erwartet. Aber wir haben die richtigen Entscheidungen getroffen und waren schnell genug“, sagte der André Lotterer nach der Qualifikationssitzung. Seine Bestzeit lag bei 1:53.201 Minuten, die seines Teamkollegen Marcel Fässler bei 1:53.207 Minuten. Die daraus entstehende Durchschnittszeit von 1:53:204 Minuten lag 0,108 Sekunden vor dem Schwesterfahrzeug mit der Nummer #8 und 0,954 Sekunden vor dem ersten Porsche auf der dritten Position. „Leider fand ich am Anfang keine freie Runde, und anschließend waren die Reifen schon ein wenig abgenutzt“, sagte der Loic Duval (Audi R18 #8). Lucas di Grassi griff in der letzten Runde noch einmal an, hatte aber einen Ausflug ins Gras und konnte die bis dahin zweite Position nicht verbessern.

„Unsere erfolgreiche Serie von elf Polepositions in Folge ist heute leider zu Ende gegangen. Audi hat unter diesen Bedingungen eine bessere Vorstellung abgeliefert. Unser Fokus liegt nun auf der Rennvorbereitung. Morgen soll es trocken bleiben. Nach den freien Trainings am Freitag glauben wir, dass wir gut aufgestellt sind. Es wird interessant, wie wir am Sonntag im Vergleich zur Konkurrenz aussehen werden“, kommentierte Porsche-Teamchef Andreas Seidl das Ergebnis vom Porsche Team. Völlig verzockt hat sich hingegen Toyota, da die Fahrer durch eine Fehleinstellungen im Antriebsstrang völlig chancenlos gegenüber Audi und Porsche waren und fünf bzw. sieben Sekunden gegenüber der Bestzeit fehlten. Am Ende sprang der fünfte und sechste Platz heraus – für die ambitionierten Japaner ein großer Rückschlag.

In der privaten LMP1-Klasse steht der im Frontbereich total überarbeitete und an den Audi R18 erinnernde CLM P1/01 vom ByKolles Racing Team auf der ersten Position bzw. im LMP1-Feld auf dem siebten Platz. Die Konkurrenz von Rebellion Racing kam mit beiden Wagen nicht auf die zwei erfolderlichen Runden. In der LMP2-Klasse startet, mit einer Durchschnittszeit von 2:08.479 Minuten, G-Drive Racing von der ersten Position. Dahinter folgen die Daytona- und Sebring-Sieger von Extreme Speed Motorsports (+ 1,153 Sekunden) und das neugegründete Team RGR Sport by Morand, denen 1,816 Sekunden auf die Zeit von G-Drive fehlen. Manor startet vom sechsten und achten Platz.

Bei den LMGTE-Pro-Fahrzeugen konnten die Fahrerpaarungen von AF Corse die gute Leistung aus den Trainingssitzungen mit ins Qualifying nehmen. Die Pole geht an Davide Rigon und Sam Bird (2:12.440 Minuten). Das Schwesterfahrzeug von Bruni und Calado hatte mit technischen Problemen zu kämpfen und startet von der letzten Position in der Klasse. Auf der zweiten Position platzierte sich Dempsey – Proton Racing mit Lietz und Christensen (+ 1,382 Sekunden). Neuzugang Ford geht vom dritten und vierten Platz aus ins Rennen (#66, + 2,035 Sekunden, #67 + 4, 927 Sekunden). Zeitlich knapp hinter dem ersten Ford platzierte sich bereits der erste LMGTE Am-Wagen von Abu Dhabi Proton Racing. Komplettiert wird die Startreihe vom ebenfalls von Proton Competition technisch betreuten KCMG-Team mit dem Porsche 911 RSR (+ 2,297 Sekunden). Auf dem dritten Platz folgt Larbre Competition (+ 3,242 Sekunden). Aston Martin Racing ist in beiden LMGTE-Klassen weit abgeschlagen und startet in beiden Kategorien vom letzten Platz.

Für das 6-Stunden-Rennen am morgigen Sonntag werden bessere Bedingungen erwartet – Start ist um 13 Uhr deutscher Zeit. Eurosport überträgt ab 17 Uhr. Informationen zum WEC-Stream gibt es hier: Link

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