Disqualifikation in Silverstone: Audi geht in Berufung

Audi R18 #7, 6 Stunden von Silverstone 2016; Photo © AdrenalMedia.com

Nachdem man über zwei Jahre keine Pole-Position und fast ein Jahr keinen Sieg mehr in der WEC einfuhr, setzte sich Audi am gestrigen Sonntag bei den „6 Stunden von Silverstone“ in einem spannenden und engen Rennen gegenüber der Konkurrenz von Porsche und Toyota durch. Doch die Freude über die schwer erkämpften 25 Punkte in der Fahrer- und Herstellerwertung währte nicht lange. Nachdem die Technischen Kommissare von FIA und ACO den im Parc Fermé geparkten Audi R18 zu sich in die Garage holten, stellte man einen Verstoß gegen das Technische Reglement fest und disqualifizierte den Audi R18 von André Lotterer, Marcel Fässler und Benoit Tréluyer. Genauer genommen geht es um einen Verstoß im Bereich des vorderen Unterboden (Skid Block). Laut Artikel 3.5.6. a3 des Technischen Reglements der LMP1-Klasse muss die Bodenplatte zu jedem Zeitpunkt eine Dicke von 20 mm aufweisen. Zum Zeitpunkt des Startes beträgt die Dicke 25 mm. Wie hoch die Differenz zu den 20 mm beim Unterboden des LMP1-Prototypen ist, ist ebenso wie der Grund für eine derartig hohe Abnutzung nicht bekannt.

Das Audi Sport Team Joest gab heute bekannt, dass man gegen den Ausschluss des Audi R18 mit der Startnummer #7 in Berufung gehen wird. Sollte der Einwand keinen Erfolg haben, bleibt das bis dahin provisorische Ergebnis und die Disqualifikation bestehen. Laut diesem erbt der Porsche mit der Nummer #18 den Sieg und Toyota (#6) rückt auf den zweiten Platz vor. Der dritte Platz würde an das private LMP1-Team Rebellion Racing gehen. Das Ergebnis würde bedeuten, dass Toyota (33 Pkt.) in der Herstellerwertung vor Porsche (25 Pkt.) und Audi (1 Pkt.) führt.

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