Porsche: Vorjahresbatterien sollen die Hybridprobleme lösen

Porsche 919 Hybrid #2, 6 Stunden von Spa-Francorchamps 2016 © Porsche

Die beiden ersten Saisonrennen in Silverstone und Spa-Francorchamps haben gezeigt, dass keines der drei Werksteams von Problemen verschont blieb und es für die diesjährige Ausgabe der 24 Stunden von Le Mans keinen echten Favoriten gibt. Der Punkt Zuverlässigkeit wird vor allem für Audi und Porsche in diesem Jahr noch wichtiger, da man nur zwei LMP1-Prototypen einsetzt und sich so noch weniger Fehler erlauben darf. Ob sich der in der Vergangenheit schon oft zitierte Satz „In Le Mans braucht man drei Fahrzeuge: ein Wagen fällt aus, ein Wagen hat technische Probleme und der dritte Wagen gewinnt“ auch in diesem Jahr als richtig herausstellt oder ob 2016, trotz technischer Gebrechen, auch ein Sieg mit nur zwei Wagen möglich ist, wird sich morgen in zwei Wochen zeigen.

Speziell Le-Mans-Sieger Porsche bereiteten vor allem zwei technische Problemen Sorgen. Der Porsche 919 Hybrid mit der Startnummer #2 hatte in den ersten Saisonläufen ein deutliches Performance-Problem und war aus unerklärlichen Gründen rund 0,5 Sekunden langsamer als das Schwesterfahrzeug mit dem Weltmeister-Trio Webber, Bernhard und Hartley. Da man, trotz zahlreicher Überstunden, das Problem nicht lokalisieren konnte, bekommt das Fahrertrio Jani, Lieb und Dumas ein neues Chassis für Le Mans. Das zweite Problem betraf beide Fahrzeuge und geht auf die Batteriezellen zurück, welche beispielsweise in Spa-Francorchamps mehrmals für Sorgenfalten beim Team sorgten.

Neel Jani hat heute gegenüber den Kollegen von Motorsport.com bestätigt, dass Porsche die Batteriezellen aus dem Vorjahr für den Saisonhöhepunkt in Le Mans verwenden wird. Als Grund nannte Jani die bessere Zuverlässigkeit. „Letztendlich bringt es nichts, wenn dein Fahrzeug eine Sekunde schneller ist, aber liegen bleibt. Deswegen haben wir uns für den Umbau entschieden“, äußert sich der aktuelle in der Fahrerwertung in Führung liegende Schweizer. Da das Monocoque zum Vorjahr identisch ist, lassen sich die im Vergleich nur neuen Generation größeren, schwereren und auch leistungsschwächeren Batterien problemlos einbauen. „Dieses Jahr kann jeder gewinnen“, fügt Jani hinzu. „Unsere Tests in Aragon waren gut, aber es gibt keine Garantie – speziell auf einer Strecke auf der man nicht testen kann.“

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