Le-Mans-Test: Die zweite Sitzung in der Zusammenfassung

Audi R18 #8, Le Mans Test 2016 © Ferdi Kräling Motorsport-Bild GmbH

Der zweite Teil des Le-Mans-Tests war nach rund zweieinhalb von drei Stunden vorzeitig zu Ende, da Oswaldo Negri im Ligier JS P2 von Michael Shank Racing in einer der Schikanen der Mulsanne-Geraden abflog und umfangreiche Arbeiten an den Leitplanken erforderlich gewesen wären. Es gab einige Safety-Car-Phasen am Nachmittag – teils gewollt, teils durch Ausflüge ins Kiesbett oder technische Probleme. In der ersten Stunde schickte der ACO das Safety-Car auf die Strecke um einige Tests durchzuführen. Die Wetterbedingungen waren ähnlich zum Vormittag, jedoch blieb es die gesamte Zeit über trocken.

Das Audi Sport Team Joest konnte Porsche die Bestzeit des Vormittags entreißen und führt das LMP1-Feld mit einer Zeit von 3:21.375 Minuten an. Die Tagesbestzeit wurde von Luca di Grassi im Audi R18 mit der Startnummer #8 gefahren, der Unterschied zur ehemaligen Porsche-Bestzeit beträgt somit fast eine Sekunde. Auf dem zweiten und dritten Platz liegen die beiden Porsche 919 Hybrid – der Abstand zur Bestzeit beträgt 0,895 (#1) bzw. 0,959 (#2) Sekunden. Sorgen bereitete Audi der Wagen von Tréluyer/Fässler/Lotterer, der bis etwa 17 Uhr in der Box stand. Schuld für Standzeit war ein Dämpferwechsel am Vorderwagen. Lotterer platzierte den Wagen mit einer Rundenzeit von 3:22.588 Minuten auf dem vierten Platz. Alle Werksteams probten im Verlauf des Nachmittages Longruns, die konstant im Bereich 3:24/25 Minuten waren. Die beiden Toyota TS050 – Hybrid von TOYOTA GAZOO Racing platzierten sich auf dem fünften Rang – auf die Bestzeit fehlten den Japanern 1,822 (#5) bzw. 2,346 (#6) Sekunden. Bei den privaten Teams gab es im Vergleich zu Vormittag keine Veränderungen. Rebellion Racing war erneut enorm schnell und deklassierte das ByKolles Racing Team regelrecht. Der Abstand betrug wieder rund sechs Sekunden.

In der LMP2-Klasse waren, wie am Morgen, die Teams mit den Oreca 05 wieder das Maß aller Dinge. Unter den ersten zehn LMP2-Prototypen finden sich sieben Wagen aus dem Hause Oreca! Die Bestzeit ging an Eurasia Motorsport (3:36.690 Minuten), gefolgt von Signatech Alpine (+ 0,707 Sek.) und G-Drive Racing (#26, + 0,813 Sek.). Tracy Krohn sorgte gegen Ende für eine Safety-Car-Phase, als er die Kontrolle über seinen Ligier JS P2 im Bereich Porsche-Kurven verlor, Oswaldo Negri war, wie bereits geschrieben, für den Abbruch der Sitzung verantwortlich.

Corvette Racing – GM beanspruchte in der LMGTE Pro-Klasse die Tagesbestzeit für sich und konnte die bisherige Bestzeit um weitere 0,5 Sekunden auf 3:55.122 Minuten senken. Dahinter folgen die beiden Porsche 911 RSR von Porsche Motorsport aus der IMSA-Serie, die am Morgen noch die Klasse anführten. Der Abstand zur Corvette C7.R liegt bei 0,280 bzw. 0,569 Sekunden. AF Corse liegt nur auf dem fünften Platz, Ford auf dem sechsten und Aston Martin nur auf dem zehnten Platz. Die Engländer hatten den ganzen Tag über in beiden LMGTE-Klassen mit technischen Gebrechen zu kämpfen. Der erforderliche Motorwechsel beim Wagen mit der Startnummer #97 wurde jedoch schnell vollzogen. In der LMGTE Am-Klasse konnte liegt Larbre Competition in Front, gefolgt von gleich vier Ferrari 458 Italia. Nick Catsburg, der neben Jean-Philippe Belloc um den freigewordenen Platz vom verletzten Paolo Ruberti kämpft, umrundete den Kurs in 3:57.999 Sekunden. Rund eine Sekunde dahinter liegen die Ferrari von AF Corse und Scuderia Corsa. Auf dem sechsten Platz liegt der Aston Martin von Dalla Lana/Lamy/Lauda, auf dem siebten Rang der Porsche 911 RSR von KCMG.

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