Le Mans: Porsche mit schnellster Zeit im Training

Porsche 919 Hybrid #2, 24 Stunden von Le Mans 2016 © Porsche

In einem ereignisreichen 4-stündigen Training für die 24 Stunden von Le Mans, konnte sich Le-Mans-Rekordsieger Porsche die Bestzeit sichern und liegt mit einer Zeit von 3:22.01 Minuten im Gesamtklassement auf der ersten Position. Die Bestzeit geht auf das Konto der Nummer #2, das Schwesterauto liegt 0,539 Sekunden zurück. Auf der dritten Position liegt der Audi R18 von den Spa-Siegern Duval/Di Grassi/Jarvis (+ 0,974 Sekunden). Der Drittplatzierte hatte gegen Ende der Sitzung mit technischen Gebrechen zu kämpfen und verbrachte die Restzeit in der Box.

Rund eine Stunde nach Beginn zogen Regenwolken auf, die wenig später ihre Ladung auf die Strecke abgelassen haben. An eine Zeitenverbesserung war zu dem Zeitpunkt nicht mehr zu denken und die zuvor gesetzte Bestmarke von Loic Duval im Audi hatte einige Zeit Bestand. Um etwa 17:20 Uhr war es dann schon wieder vorbei mit dem Regen, doch die Pfützen ließen noch keine Slicks zu. Zur Halbzeit sorgte der Wagen vom ByKolles Racing Team für einen Abbruch des Trainings, da auf der Mulsanne-Geraden dichter Qualm aus dem CLM P1/01 kam und der Wagen gelöscht werden musste. Wenig später gab es ein Statement des Teams, dass das Auto wieder repariert werden kann und heute Abend wieder auf die Strecke kann. Die zögerlichen Streckenposten, die dem Piloten eigentlich zur Hilfe eilen sollten, sorgten für viel Gesprächsstoff. Kaffer steuerte den Wagen extra an eine Ausfahrt an der Marshalls postiert waren, doch von denen traute sich niemand den Wagen zu löschen. Der Kolles-Pilot gestikulierte wild und hatte Mühe die Heckhaube alleine zu entfernen um den Brand selbständig zu löschen. Die Konkurrenz von Rebellion Racing sicherte sich derweil die Bestzeit in der privaten LMP1-Klasse (3:28.36 Minuten). Nach einem weiteren kurzen Regenschauer purzelten die Zeiten in allen Klassen um mehrere Sekunden – die Bestzeit bei den Werksteams fuhr der Schweizer Neel Jani jedoch erst kurz vor Schluss, als die Strecke wieder mehr Grip hatte. Wenige Minuten vor der Ende wurde das Training abgebrochen, da Stephane Sarrazin im Toyota mit der Startnummer #6 in die Mauer einschlug, sich jedoch mit einer erheblich beschädigten Frontpartie in die Box retten konnte. Die Japaner lieferten ansonsten einen soliden Auftritt ab und platzierten sich mit einem Abstand von 1,1 bzw. 2,0 Sekunden auf dem vierten und fünften Platz.

Vorjahres-Klassensieger KCMG sicherte sich in der kleinen Prototypenklasse die schnellste Rundenzeit (3:39.133 Minuten). Auf dem zweiten Platz liegt Sigantech Alpine (+ 0,588 Sekunden), auf dem dritten Platz Paniz Barthez Competition (+ 1,175 Minuten). RGR Sport by Morand sorgte zwischenzeitlich für den zweiten Abbruch, als Bruno Senna im Ligier JS P2 abflog. In der LMGTE Pro-Klasse lagen lange Zeit alle vier Ford GT in Front, doch letztlich schoben sich noch die beiden Ferrari 488 GTE von AF Corse vor die Le-Mans-Rückkehrer. Die Bestzeit liegt bei 3:53.833 Minuten. Billy Johnsson im Ford GT mit der #66 schlug zwischenzeitlich in Indianapolis in den Reifenstapel ein – konnte jedoch mit einem hängenden Spiegel weiterfahren. Die schnellste Zeit in der LMGTE Am-Klasse geht an das Team Clearwater Racing (3:57.543 Minuten).

Um 22 Uhr beginnt das erste Qualifying in Le Mans – live und in voller Länge auf Eurosport!

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