LMP2: Signatech Alpine triumphiert in Le Mans

Signatech Alpine, Alpine A460 #36, 24 Stunden von Le Mans 2016 © Gabi Tomescu - AdrenalMedia.com

Das französische Team Signatech Alpine mit den Fahrern Nicolas Lapierre, Gustavo Menezes und Stéphane Richelmi konnte sich gegenüber der großen Konkurrenz im LMP2-Feld durchsetzen und gewann den Klassentitel in der Prototypenklasse für Privatiers. Zuvor hatte man im Warm-Up am Samstag einen heftigen Abflug und der Alpine A460 musste wenige Stunden vor dem Rennen fast komplett neu aufgebaut werden. Für den ehamligen Toyota-Werksfahrer Lapierre ist es der zweite LMP2-Klassensieg in Folge, nachdem er 2015 mit KCMG gewann.

Den wohl härtesten Gegner fand man in G-Drive Racing, die über weite Strecken hinweg der einzige ernstzunehmende Gegner war. Von dem Fahrertrio Roman Rusinov, René Rast und Will Stevens, glänzte vor allem Rast mit Fabelzeiten. Eine 1-minütige Stop&Go-Strafe für eine Geschwindigkeitsüberschreitung in einer Slowzone sowie eine Durchfahrtsstrafe für den nicht abgeschalteten Motor während des Tankvorgangs, warf das jedoch Trio auf die zweite Position zurück. Zudem konnten Rusinov und Stevens nicht annähernd so schnelle Rundenzeiten wie Rast fahren.

Der lange in Führung liegende Oreca 05 von Thiriet by TDS Racing, schied nach einem heftigen Abflog am Morgen aus. Auch WEC- und Le-Mans-Neuling Manor zeigte eine starke Vorstellung und konnte zahlreiche Führungskilometer verbuchen, bevor man sich mit einem ungewöhnlich aussehenden Bruch des vorderen Bodyworks aus dem Rennen verabschiedete. Die vordere Haube rutschte durch den Bruch unter die Vorderräder, verkeilte und es waren keine Lenkvorgänge mehr möglich, was zu einem Einschlag in den Porsche-Kurven führte. Zuvor hatte man schon einige Garagenaufenthalte durch Beschädigungen und Probleme mit dem Anlasser. Vorjahressieger KCMG strandete zunächst an der Mulsanne-Kurve und wurde schon als Ausfall verbucht, als man feststelle, dass Tsugio Matsuda den Hauptschalter umgelegt hatte. Die enorman viel Zeit in Anspruch nehmende Fehlerdiagnose führte zu einem Rückstand von 21 Runden. Wenig später bleibt der Wagen wegen anhaltender Elektronikprobleme erneut liegen und wurde aus dem Rennen zurückgezogen. Bei der Abschiedsvorstellung des offenen Gibson 015S lieferte sich Strakka Racing (Leventis/Kane/Watts) mit SMP Racing (#37, Petrov/Shaitar/Ladygin) einen spannenden Kampf um den dritten Podestplatz, denen die Russen jedoch für sich entscheiden konnten. Für die Eigenkonstruktion vom Typ BR01 war es die bisher beste Platzierung in Le Mans.

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