Nach Protesten: Ford bleibt Sieger in der LMGTE Pro-Klasse

24 Stunden von Le Mans 2016, Ford GT #68 © Gabi Tomescu - AdrenalMedia.com

Die noch eilig vor dem Rennen angepasste Balance of Performance, zeigte letztlich kaum Wirkungen. Einzig allein Ford und Ferrari hatten im Rennverlauf Chancen auf den Klassensieg und duellierten sich wie beim letzten Aufeinandertreffen in Le Mans vor 50 Jahren.

Kurz nach dem Start bei Regen gingen die beiden Porsche 911 RSR von Porsche Motorsport in Führung, was aber einzig allein auf die Bauweise des Fahrzeugs und die damit verbundene Stärke bei Nässe zurückzuführen ist. Bei trockener Strecke hatten jedoch die Fabrikate Porsche, Aston Martin und Chevrolet Corvette keinerlei Chancen gegen die Armada von gleich vier Ford GT und drei Ferrari 488 GTE. Das einzige Sorgenkind aus dem Hause Ford war die Nummer #67, die aufgrund von Getriebeproblemen direkt beim Start zwei Runden verlor und am Ende nur Letzter in der Klasse wurde. Das spätere Siegerfahrzeug vom Ford Chip Ganassi Team USA (Hand/Müller/Bourdais) hatten in der kühlen Nacht einige Male Pech, als sie hinter dem falschen Safety Car landeten. Am Mittag setzte man sich jedoch gegen den Ferrari 488 GTE von Risi Competizione (Fisichella/Vilander/Malucelli) dank eines Drehers von Fisichella durch und führte das Feld bis zum Schluss an. Der Abstand von Risi auf der zweiten Position beträgt 10,2 Sekunden, des des drittplatzierten Ford (#69) 14,794 Sekunden.

Die beiden WEC-Ferrari von AF Corse waren zu der Zeit schon lange aufgrund technischer Probleme (u.a. Elektrik) ausgeschieden. Der Risi-Ferrari sollte kurz vor Schluss noch wegen nicht funktionierender seitlicher Positionslichter eine Durchfahrtsstrafe antreten, die das Team aus der IMSA-Serie jedoch nicht antrat. Ford hatte aufgrund dessen Protest bei der Rennleitung eingelegt – die Reaktion kam wenige Stunden später. Demnach muss Risi Competizione 5000€ Strafe zahlen und bekommt eine 20-Sekunden-Strafe aufgebrummt. Risi hat ebenfalls Protest gegen Ford eingelegt, da man der Meinung war, dass das Siegerfahreug in einer Slow Zone zu schnell unterwegs war. Nach Prüfung der Telemetriedaten durch die Rennleitung, bekommen die Sieger eine 50-Sekunden-Strafe sowie eine 20-Sekunden-Strafe für einen defekten Reifensensor. Hätte Risi Competizione also keine eigene Strafe erhalten, wär das Team nachträglich zum Sieger ernannt worden. Nach Berücksichtigung aller Strafen bleibt Ford (#68) der Sieger – der Abstand zum Ferrari liegt aber nur noch bei 10,2 Sekunden anstatt bei 1:00.200 Minuten.

Porsche verlor beide Werkswagen durch technische Defekte (u.a. Motorschaden), der 911 RSR von Dempsey-Proton Racing wurde Achter. Tommy Milner flog mit seiner Chevrolet Corvette C7.R (#64) recht heftig ab und schied aus, das Schwesterfahrzeug (#63) wurde Siebter. Aston Martin mit der Startnummer #95 lag bis einige Stunden vor Schluss auf der dritten Position, wurde aber durch einen Ausflug ins Kiesbett nur Fünfter. Der zweite Aston Martin im LMGTE Pro-Feld schloss das Rennen auf dem sechsten Platz ab.

LMGTE Am

In der LMGTE Am-Klasse führte lange Zeit der Aston Martin von Paul Dalla Lana, Pedro Lamy und Mathias Lauda das Feld an, jedoch hatte man in der Nacht einen Unfall und technische Probleme. Zudem machte Dalla Lana Bekanntschaft mit dem Kiesbett. Klassensieger wird der Ferrari 458 Italia von Scuderia Corsa (#62, Sweedler/Bell/Segal) vor einem Ferrari von AF Corse (#83, Perrodo/Collard/Aguas) und dem Porsche 911 RSR von Abu Dhabi Proton Racing (#88, Al Qubaisi, Heinemeier Hansson/Long).

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