Le Mans: Defekte Steckverbindung kostete Toyota den Sieg

Toyota TS050 - Hybrid #5, 25 Stunden von Le Mans 2016 © Toyota Motorsport GmbH

Toyota hat vier Tage nach dem Drama in Le Mans den Ausfallgrund für den LMP1-Prototypen vom Typ Toyota TS050 – Hybrid bekanntgegeben. Demnach führte ein Defekt an einer Steckverbindung der Druckluftleitung zwischen Turbolader und Intercooler (Ladeluftkühler) zum Ausfall des TS050 (#5) von Kazuki Nakajima, Sebastien Buemi und Anthony Davidson. Der Defekt führte schließlich dazu, dass die Turboladersteuerung nicht mehr funktionierte. Über neue Einstellungen versuchte man Leistung zu generieren, was letztlich auch gelang. Der Wagen konnte die letzte Runde zurücklegen, allerdings in fast der doppelten Zeit wie es laut Reglement vorgeschrieben ist. Seit einigen Jahren ist die Dauer für die letzte Runde auf sechs Minuten festgeschrieben – wird diese Grenze überschritten, wird der Wagen nicht gewertet. Was diesen Defekt ausgelöst hat, steht auch nach genauerer Prüfung am Entwicklungsstandort Köln noch nicht fest und soll durch weitere Untersuchungen ermittelt werden. Der Defekt habe allerdings keinerlei Verbindung zu den beiden Motorschäden beim 6-Stunden-Rennen in Spa-Francorchamps.

Ein ähnlich simpler Ausfallgrund beendete bereits 2014 das Rennen der Japaner, als der in Führung liegende Toyota TS040 – Hybrid (#7) am Streckenrand strandete. Grund war damals der Stecker eines FIA-Sensors der nicht richtig funktionierte. Die Folge waren Funken, die zur Hitzeentwicklung rund um das Bauteil führte und die direkte Umgebung des Steckers schmelzen ließ.

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