Freies Training am Freitag: Porsche knapp vor Audi

6 Stunden vom Nürburgring 2016, Porsche 919 Hybrid #2 © Porsche

In den ersten beiden Trainingssitzungen zu den „6 Stunden vom Nürburgring“ fuhr Vorjahressieger Porsche jeweils die schnellste Zeit. Die Konkurrenz von Audi ist dicht auf den Fersen – Toyota folgt mit einem etwas größeren Abstand. Die Japaner gaben jedoch bereits Anfang der Woche bekannt, das Training zur Abstimmungsarbeit des neuen Aeropakets nutzen zu wollen. In beiden Sitzungen blieben alle drei Werksteams jedoch innerhalb von einer Sekunde. Insgesamt waren die Rundenzeiten im Vergleich zum Vorjahr langsamer, jedoch ist dies durch die geänderte Streckenführung und der Regenfälle in den vergangenen Tagen zurückzuführen. Die WEC fährt in diesem Jahr erstmals die F1-Variante des GP-Kurses (inkl. Veedol-Schikane).

Erstes Training

Das erste Training begann bei sommerlichen Temperaturen und wurde aufgrund einer längeren Rotphase von 90 auf 110 Minuten verlängert. Schuld war der komplette Kommunikationsausfall zwischen Rennleitung und Teams (+ Marshalling-System). Le-Mans-Sieger Marc Lieb umrundete den Eifelkurs in 1:41.703 Minuten und platzierte sich auf dem ersten Rang. Mit nur 0,047 Sekunden Abstand folgte das Schwesterauto von Webber/Bernhard/Hartley. Auf dem dritten Platz lag der derzeit in der Meisterschaft schlechter platzierte Audi R18 mit der Startnummer #7. Lotterer und Fässler müssen an diesem Wochenende auf den verletzten Tréluyer verzichten. Knapp dahinter folgt der zweite Audi R18. Das in Le Mans vom Pech verfolgte Team TOYOTA GAZOO Racing platzierte sich mit den beiden TS050 – Hybrid auf dem fünften und sechsten Rang. Der Abstand zur Spitze betrug 0,890 (#5) bzw. 1,932 (#6) Sekunden. Bei den privaten LMP1-Teams liegen beide Rebellion R-One vor dem CLM P1/01 vom ByKolles Racing Team. Die Zeit der beiden Wagen von Rebellion Racing waren nahezu identisch, Kolles fehlten 0,620 Sekunden.

In der LMP2-Wertung fuhr das Team G-Drive Racing rund um René Rast die schnellste Zeit. Der Abstand zum Zweitplatzierten Manor lag bei komfortablen 0,688 Sekunden. Auf dem dritten Platz folgte Strakka Racing (+ 0,721 Sekunden). Le-Mans-Sieger Signatech Alpine wurde Letzter – Nicolas Lapierre sorgte direkt am Anfang für eine längere Rotphase, als er seinen Wagen in Kurve 1 ins Kies setzte.

Das Duo Bruni/Calado sicherte sich in der LMGTE Pro-Klasse mit einer Rundenzeit von 1:58:402 Sekunden die Bestzeit. Dahinter folgen überraschenderweise nicht die zuletzt bärenstarken Ford GT, sondern beide Wagen von Aston Martin Racing. Die Fahrer der Ford GT hielten sich dezent zurück und platzierten sich auf dem fünften und sechsten Rang. In der LMGTE Am-Klasse sicherte sich Pedro Lamy (Aston Martin Racing, #99) vor Larbre Competition und AF Corse die Bestzeit.

Zweites Training

Zu Beginn des zweiten Trainings zogen Wolken auf, leichter Wind frischte auf und die Temperaturen sanken. Wieder holte sich Porsche die Bestzeit (#1, 1:40.997 Minuten), jedoch flog der Porsche 919 Hybrid mit der Startnummer #2 nach nur rund zehn Minuten aufgrund von Bremsproblemen in Kurve 1 ab. Der Wagen wies an der Front einen größeren Schaden auf und musste per Abschleppwagen zurück an die Box gefahren werden. Insgesamt reichte es für die #2 jedoch noch für den fünften Rang. Auf dem zweiten Platz folgte der Audi von Lotterer/Fässler – den Abstand auf Porsche verkürzte man im Vergleich zur ersten Trainingssitzung von 0,200 auf nur noch 0,014 Sekunden. Dahinter liegt das Schwesterfahrzeug (+ 0,139 Sekunden). Toyota platzierte sich erneut hinter Porsche und Audi auf dem vierten und sechsten Platz. Das ByKolles Racing Team verbesserte sich in der privaten LMP1-Wertung um eine Position und wurde Zweiter – der Abstand von rund 0,6 Sekunden auf den bestplatzierten Rebellion R-One blieb jedoch gleich.

In der LMP2-Wertung lag erneut G-Drive Racing in Front und konnte den Vorsprung auf über eine Sekunde ausbauen. Strakka Racing verbesserte sich um eine Position und belegte den zweiten Rang, Manor war erneut auf den ersten drei Positionen zu finden, jedoch in diesem Fall der Oreca 05 mit der Startnummer #45. Der im ersten Training zweitplatzierte Manor (#44) wurde nur Fünfter.

Aston Martin Racing lieferte erneut eine gute Leistung ab – das Duo Stanaway/Turner stand am Ende mit einer Rundenzeit von 1:56.908 Sekunden auf dem ersten Platz. Es folgen die beiden Ferrari 488  GTE von AF Corse, die zwei Ford GT und der Porsche 911 RSR von Dempsey – Proton Racing, der am Mittag bereits Letzter wurde. AF Corse sicherte sich in der Amateur-Wertung vor Larbre Competition (+ 0,123 Sekunden) und Abu Dhabi – Proton Racing (+ 0,374 Sekunden) die Bestzeit (1:59.200 Minuten).

Das dritte Training findet am Samstag um 9:15 Uhr.

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