WEC-Rennen am Nürburgring: Gesamtsieg geht erneut an Porsche

Porsche 919 Hybrid #1, Sieger der "6 Stunden vom Nürburgring" 2016 © Porsche

In der zweiten Auflage der „6 Stunden vom Nürburgring“ der FIA WEC, geht der Gesamtsieg erneut an das Porsche Team. Die Stuttgarter konnten bereits die Premiere im vergangenen Jahr gewinnen. Über das Wochenende verteilt besuchten, trotz schlechter Wetterbedingungen am Freitag und Samstag, 58.000 Zuschauer den deutschen Lauf der WEC. Der Termin für die dritte Auflage wurde bereits auf den 14.-16. Juli 2017 datiert.

Pechvogel des Tages ist Audi, die durch mehrere unglückliche Umstände den Sieg verpassten. Audi war phasenweise schneller als Porsche, verlor aber beispielsweise durch eine FCY-Phase viel Zeit, da man bereits kurz zuvor an der Box war. Zudem waren die Boxenstopps deutlich langsamer. Porsche stoppte zum Zeitpunkt der FCY-Phase und ging mit einem Zeitvorteil auf die Strecke. Die Startnummer #2 von Porsche mit den Le-Mans-Siegern Lieb/Jani/Dumas kassierte für eine Kollision eine Durchfahrtsstrafe und hatte gegen Ende während einen Zweikampfes Teile des Hecks in der Veedol-Schikane verloren. Zur Trümmerbeseitigung wurde eine FCY-Phase ausgerufen, beim Porsche tauschte man das Heck. Am Ende reichte es dennoch für den vierten Platz. Der Sieg geht an Bernhard/Webber/Hartley, auf dem zweiten und dritten Platz folgen die Audi R18 von Jarvis/Duval/Di Grassi und Lotterer/Fässler, die an diesem Wochenende ohne Tréluyer auskommen mussten (Wirbelsäulenverletzung). Zudem geht die schnellste Rennrunde (1:40.325 Minuten) auf das Konto der Startnummer #7. Toyota hatte zu keinen Zeitpunkt eine wirkliche Siegchance, da die Rundenzeiten nicht konkurrenzfähig waren. Der TS050 – Hybrid von Nakajima/Buemi/Davidson (#5) hatte beim Schwenken der Zielflagge eine Runde Rückstand, der Wagen von Sarrazin/Conway/Kobayashi sogar vier Runden. In der privaten Klasse konnte erneut Rebellion Racing den Sieg einfahren. Das ByKolles Racing Team hatte nach einer starken Anfangsphase und einer Vielzahl von Führungskilometern Problemem mit dem Motor, was dazu führte, dass das Auto abgestellt wurde. Der Sieg geht an Tuscher/Kraihamer/Imperatori vor dem Schwesterfahrzeug von Heidfeld/Prost/Beche.

Nachdem man bereits in Le Mans den LMP2-Klassensieg einfuhr, siegte Signatech Alpine auch am Nürburgring. Das Team G-Drive Racing startete von der Pole Position, gab in der Anfangspahse den Ton an, schied jedoch mit einem Getriebeschaden aus. Zweiter wurde das mexikanische Team RGR Sport by Morand, der dritte Platz geht an Extreme Speed Motorsports (#31). Die Amerikaner hatten vor dem Rennen den Wechsel von Dunlop- auf Michelin-Reifen bekanntgegeben. Der Abstand zum Viertplatzierten Strakka Racing belief sich auf nur 0,071 Sekunden.

In der LMGTE Pro-Klasse feierten die Italiener von AF Corse einen Doppelsieg – Bruni/Calado siegten vor Rigon/Bird. In der Anfangsphase dominierte Aston Martin Racing das Geschehen, hatte jedoch gegen die sich steigernde Konkurrenz von Ferrari und Ford keine Chance auf den Sieg. Am Ende wurde der Aston Martin Vantage von Thiim/Sörensen Dritter. Bei Ford brach bei einem Boxenstopp des Wagen mit der Startnummer #67 Feuer aus, was das Team weit zurückwarf. Das Schwesterfahrzeug von Mücke/Pla wurde nach einer Durchfahrtsstrafe für ein Vergehen beim Boxenstopp Vierter. In der LMGTE Am-Klasse hatte Aston Martin mehr Glück – Lamy/Lauda/Dalla Lana fuhren den Klassensieg ein. Zweiter wurde der KCMG-Porsche, jedoch wurde man nach dem Rennen disqualifiziert. Neuer Zweiter ist somit, trotz eines Abflugs in der Veedol-Schikane der zu einer FCY-Phase führte und einer aufgebrummten Strafe, AF Corse. Larbre Competition rückt auf den dritten Platz auf.

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