Spa & Le Mans 2017: Audi wohl erneut mit kleinerem Aufgebot

Audi R18 (2016) #7, 6 Stunden vom Nürburgring 2016 © Ferdi Kräling Motorsport-Bild GmbH

Im Zuge des Abgasskandals im Volkwagen-Konzern, verzichteten die Marken Audi und Porsche bei der diesjährigen Ausgabe der 6 Stunden von Spa-Francorchamps und 24 Stunden von Le Mans auf das dritte Auto. Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich erwartet für 2017 erneut mit einem verkleinerten Aufgebot von nur zwei Audi R18 beim Saisonhöhepunkt anzutreten – so wie man es bereits aus den restlichen 6-Stunden-Rennen der WEC-Saison gewohnt ist.

„Im Moment sieht es danach aus, als wenn wir in Spa und in Le Mans kein drittes Auto sehen werden“, sagte Ullrich zu den Kollegen von Endurance-Info. „Erneut wird es in Richtung Kostenreduzierung gehen. Dennoch – um Rennen zu fahren, benötigt man Autos! Im Hinblick auf die Zukunft werden mehrere Möglichkeiten in Betracht gezogen. Man muss die richtige Technologie finden und sie entwickeln.“ Audi-Vorstandschef Rupert Stadler erklärte zuletzt vor mehreren Tausend Audi-Führungskräften, dass Audi die Federführung für die Themen Autonomes Fahren und Brennstoffzelle im VW-Konzern übernehmen wird. Ob der Audi R18 auf mittlerer Sicht mit einer Brennstoffzelle ausgerüstet ist, bleibt offen. Der ACO und die FIA möchten das WEC-Reglement jedoch ab etwa 2020 für neue Antriebsarten öffnen.

Die Reduzierung des Aufgebots hatte für viele hochkarätige Fahrer den Verlust des Cockpits zu Folge. René Rast, Filipe Albuquerque, Nick Tandy, Earl Bamber – die Liste der Audi- und Porsche-Werksfahrer ist lang. Mit Rast beim LMP2-Team G-Drive Racing und Albuquerque beim Konkurrenzteam RGR Sport by Morand, kann man zumindest einige der Namen  im aktuellen Starterfeld der FIA WEC sehen. Zu der Frage ob Porsche ebenso mit nur zwei Wagen im kommenden Jahr in Spa und in Le Mans antreten wird, liegen derzeit keine Informationen vor. Pläne, wonach Toyota einen dritten Wagen einsetzen könnte, werden aufgrund des gegenüber Audi und Porsche deutlich kleineren Budgets, vermutlich auch nicht umgesetzt.

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