Ligier JS P217: Onroak präsentiert neuen LMP2-Prototypen

Ligier JS P217 © DPPI / Onroak Automotive

Während an diesem Wochenende die ELMS zum vorletzten Rennen der Saison in Spa-Francorchamps Halt macht, hat der französische Chassisbauer Onroak Automotive am Abend seinen neuen LMP2-Prototypen präsentiert, der auf dem neuen Reglement für 2017 basiert. Ziel des neuen Reglements ist es vor allem die Kosten zu senken, was unter anderem durch nur noch vier Chassisbauer, einen Einheitsmotor von Gibson und Einheitselektronik erreicht werden soll. Der auf den Namen Ligier JS P217 getaufte Wagen, wird ab kommendem Jahr in der FIA World Endurance Championship, European Le Mans Series und IMSA WeatherTech SportsCar Championship eingesetzt und hat bereits jetzt schon Abnehmer gefunden. Mit dabei sind die US-Amerikaner von Extreme Speed Motorsports, die zurück in die IMSA-Serie wechseln und dort mit zwei Ligier JS P217 (DPi, Nissan-Motor) antreten werden. Des Weiteren konnten Paniz Barthez, Tockwith Motorsport und ein noch nicht genanntes ELMS-Team als Kunden gewonnen werden. Gerüchten zufolge, soll auch RGR Sport by Morand zwei Wagen abnehmen.

Die Ingenieure von Onroak achteten während der Konzeptphase vor allem auf folgende Punkte: Komfort für den Fahrer (inkl. Platz, Ergonomie und Sicht), Gewichtsreduzierung, Luftzufuhr für die Motorkühlung, Kühlung der Front- und Hinterradbremsen, aerodynamische Effizenz und Feinheit, LMP1-ähnliche Servolenkung, Cockpit-Kühlung, Geschwindigkeit beim Radwechsel, Zugänglichkeit für die Mechaniker im Frontbereich, begrenzte Anzahl von Bodywork-Teilen, optionale elektrische Rückspiegel und Heckkamera sowie einfache Umrüstung von der Standard- zur Le-Mans-Konfiguration.

 

Entwicklungsfahrer Olivier Pla und Pipo Derani drehten am Anfang der Woche in Magny-Cours die ersten Runden im Fahrzeug. Julien Canal sollte hingegen seine Eindrücke aus der Sicht eines Gentleman-Drivers mitteilen. Nachdem es beim Test keine größeren Probleme gab, wird nun auf einer weiteren europäischen Strecke getestet, bevor der Wagen demnächst in die USA geflogen wird um dort das Testprogramm weiterzuführen. In Magny-Cours wurde sowohl auf Michelin-, als auch auf Dunlop- und Continental-Reifen gefahren. Wann Oreca, Riley/Multimatic und Dallara ihre Gegenstücke präsentieren, ist derzeit noch nicht bekannt.

Technische Daten

Chassis und Bodywork: Carbon (HP Composites)
Motor: Gibson Technology GK428 V8, 4,0 Liter, 600 PS
Getriebe: Hewland TLS-200, sequenzielles 6-Gang-Getriebe in Magnesiumgehäuse
Länge: 4745 mm
Breite: 1900 mm
Radstand: 3010 mm
Felgen: Magnesium Ø 18’’, Frontbreite: 12,5’’, Heckbreite: 13’’
Bremsen: Carbon, Front und Heck: Ø 15’’
Gewicht: 930 kg
Tankvolumen: 75 Liter

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