Rebellion Racing: Ab 2017 in der LMP2-Klasse der FIA WEC

Rebellion Racing, R-One #13, 6 Stunden von Austin 2016 © Adrenal Media - AdrenalMedia.com

Das Schweizer private LMP1-Team Rebellion Racing hat heute überraschend für 2017 den Wechsel in die LMP2-Klasse bekanntgegeben. Damit verabschiedet sich der viermalige Titelträger der Privatiers aus der Topklasse der WEC und orientiert sich in der kleinen Prototypenklasse, welche im kommenden Jahr ein neues Reglement erhält, neu. Auch der fünfte Titel im fünften Jahr ist in greifbarer Nähe. Bei noch 75 verbleibenden Punkten führt man das Feld der Privatiers mit 59 Punkten Vorsprung an.

„Die Entwicklung der Hersteller hat die Grenzen der LMP1-Klasse signifikant verschoben. Nachdem über einen Zeitraum von 7 Jahren die Fahne der privaten Teilnehmer hochgehalten wurde, wird Rebellion Racing im nächsten Jahr in die neu strukturierte LMP2-Klasse wechseln“ heißt es im Statement des Teams.

Zuletzt fuhr man bereits das Aufgebot zurück und startete nur noch mit einem statt zwei Rebellion R-One in der WEC – offiziell um sich optimal auf die neue Saison vorbereiten zu können. Welches Chassis und wie viele Wagen man zukünftig einsetzen wird, ist derweil noch offen. Da der R-One von Oreca gebaut wurde, liegt eine Verlängerung der Partnerschaft und den Umstieg auf den neuen Oreca 07 nahe.

Was nun aus der privaten LMP1-Klasse passiert, die neben den Werksteams mit Hybridtechnologie nur eine Randerscheinung ist, ist völlig unklar. Zwar versucht man die Klasse mit zahlreichen Maßnahmen wie DRS (ab 2018) attraktiver zu machen und die Lücke zu den Werken zu verkleinern, doch verliert man nun gerade das Team, das die Klasse über die Jahre hinweg am Leben erhielt. Das ByKolles Racing Team bestätigte zwar den Einsatz von mindestens einem CLM P1/01 für 2017, doch ob die Zusage auch hält, wenn es keine Konkurrenz gibt, bleibt offen. Weitere Teams sind bisher nicht in Sicht.

Quelle

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