FIA WEC: Porsche sichert sich die Pole-Position in Shanghai

6 Stunden von Shanghai 2016, Porsche 919 Hybrid #1 © Porsche

Das Porsche Team konnte sich am frühen Morgen mitteleuropäischer Zeit die Pole-Position für das 6-Stunden-Rennen der WEC in Shanghai sichern und wird das Starterfeld kommende Nacht ins Rennen führen. Die Pole-Zeit geht auf das Konto des Weltmeister-Trios Bernhard/Webber/Hartley und lag bei einem Durchschnitt von 1:44.462 Minuten. Anfangs lagen beide Porsche 919 Hybrid an der Spitze, doch bei der Startnummer #1 wurde die Zeit aufgrund von Track Limits gestrichen, die #2 verbrauchte zu viel Benzin. Für Spannung sorgte die letzte Runde des Toyota TS050 – Hybrid von Buemi/Davidson/Nakajima, doch letztlich reichte es nur für die zweite Position (+ 0,060 Sek.). Knapp dahinter platzierte sich der Audi R18 von Jarvis/Duval/Di Grassi (+ 0,148 Sek.). Insgesamt war das Feld bei trockenen Bedingungen und Außentemperaturen von rund 23 Grad eng beieinander. Auf dem vierten bis sechsten Rang liegt der jeweils zweite Wagen von Toyota (+ 0,348 Sek.), Audi (+ 0,406 Sek.) und Porsche (+ 0,589 Sek.). In der privaten LMP1-Klasse lag die Bestzeit von Rebellion Racing bei 1:49.828 Minuten (ByKolles + 1,693 Sek.).

In der LMP2-Klasse feiert Manor (#44) nach zahlreichen rennübergreifenden Problemen mit den Bremsscheiben ein Erfolgserlebnis und sichert sich die Pole-Zeit in der kleinen Prototypenklasse. Auf der zweiten Position folgt der in der Meisterschaft führende Alpine A460 von Signatech Alpine (+ 0,157 Sek.). Das neu zusammengestellte Fahrertrio von Extreme Speed Motorsports (#30), bei dem an diesem Wochenende BMW-Werkspilot Tom Blomqvist dazugestoßen ist, war wie schon in Fuji schnell unterwegs und startet von der dritten Position aus ins Rennen (+ 0,173 Sek.).

Nachdem das Ford Chip Ganassi Team UK in der LMGTE Pro-Klasse noch im ersten und zweiten Training das Nachsehen gegenüber AF Corse hatte, fuhr man im dritten Training und auch im Qualifying die Bestzeit und startet heute Nacht aus der ersten Startreihe. Die Pole-Position geht an den Ford GT von Tincknell und Priaulx, die Durchschnittszeit der beiden Fahrer lag bei 2:01.391 Minuten. Mit einem Abstand von 0,137 Sekunden folgt das Schwesterfahrzeug von Olivier Pla und Stefan Mücke. Die Differenz zum besten Aston Martin auf der dritten Position (#95) und Ferrari auf der vierten Position (#51) liegt bereits bei 0,649 bzw. 0,924 Sekunden. Das Langstreckenkomitee der FIA hatte über Nacht die Ladedrucktabelle des Ferrari 488 GTE angepasst und somit zum zehnten Mal die BoP-Einstufung der GTE-Fahrzeuge in dieser Saison überarbeitet. Amato Ferrari, Eigentümer von AF Corse könnte laut dailysportscar aufgrund dieser Benachteiligung heute Abend  einen Einsatz mit Werkspiloten in der Blancpain GT Series ankündigen. Was das für das WEC-Engagement heißen würde, ist noch offen. In der LMGTE Am-Klasse holte Aston Martin Racing abermals die Pole-Position und bekommt dafür den unter Umständen wichtigen Zusatzpunkt für die Meisterschaft. Die Durchschnittszeit lag bei 2:04.997 Minuten. Auf dem zweiten und dritten Platz folgen AF Corse (+ 0,337 Sek.) und Abu Dhabi-Proton Racing (+ 0,469 Sek.).

Das Rennen startet heute Nacht um 04:00 Uhr.

Zusammenfassung Drittes Freies Training

LMP1
Audi Sport Team Joest (#8, 1:44.505 Minuten), TOYOTA GAZOO Racing (#6, + 0,314 Sek.), Porsche Team (#2, + 0,408 Sek.), Audi Sport Team Joest (#7, + 0,474 Sek.), Porsche Team (#1, + 0,913 Sek.), TOYOTA GAZOO Racing (#5, + 1,158 Sek.), Rebellion Racing (+ 6,243 Sek.), ByKolles Racing Team (+ 7,097 Sek.)

LMP2
Signatech Alpine (1:54.355 Minuten), Extreme Speed Motorsports (#30, + 0,005 Sek.), RGR Sport by Morand (+ 1,117 Sek.)

LMGTE Pro
Ford Chip Ganassi Team UK (#66, 2:01.329 Minuten), Aston Martin Racing (#97, +0,715 Sek.), Aston Martin Racing (#95, +1,064 Sek.)

LMGTE Am
Aston Martin Racing (2:03.845 Minuten), AF Corse (+ 0,334 Sek.), Larbre Competition (+ 0,481 Sek.)

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