Strakka Racing: Blancpain GT Series statt FIA WEC

6 Stunden von Mexiko 2016, Strakka Racing, Gibson 015S #42 © Gabi Tomescu - AdrenalMedia.com

Das in Silverstone ansässige englische LMP2-Team Strakka Racing wird die WEC in Richtung Blancpain GT Series verlassen und dort mit dem neuen Partner McLaren insgesamt vier McLaren 650S GT3 einsetzen. Bei den Wagen soll es sich zwei völlig neue und zwei neu aufgebaute 650S GT3 handeln, wovon drei in der Pro-Kategorie eingesetzt werden sollen. Der Blancpain-Einsatz ist der Beginn einer Partnerschaft, die den Fokus auf Rennsiege und die Weiterentwicklung junger Rennfahrer im europäischen GT3-Umfeld legt. Die ersten Ziele lauten: Vertiedigung des Blancpain Endurance Cup Titels, Gewinn des Sprint-Cup-Titel sowie der 24 Stunden von Spa. Als erster Fahrer steht bereits Nick Leventis fest, der Rest soll über ein anstehendes und großangelegtes Testprogramm ermittelt werden. Ein Wagen bleibt den Fahrern der McLaren GT Academy vorbehalten.

Im Jahr 2007 gegründet, gab man bereits 2008 sein Debüt in der GT-Klasse der Le Mans Series und in Le Mans, bevor man 2009 seine Ansprüche deutlich hochschraubte und in die LMP1-Klasse wechselte. Im Jahr darauf ging man eine Partnerschaft mit HPD ein, welche 2010 Früchte tragen sollte. Bei den „24 Stunden von Le Mans“ siegte man in der LMP2-Klasse und stellte fünf Rekorde auf. 2012 war man Gründungsmitglieder der WEC, stand in allen acht Rennen auf dem Podium der LMP1-Privatiers und beendete die Saison auf dem zweiten Platz. 2013 gewann man die private LMP1-Klasse in Le Mans und gründete ein Joint Venture mit den Japanern von Dome. Der Dome S103 sollte 2014 debütieren, doch Verzögerungen und ein Testunfall verhinderten die Premiere. Im letzten Jahr gab der Dome endlich sein LMP2-Debüt, doch nach der Bekanntgabe, dass zukünftig nur noch vier LMP2-Chassisbauer erlaubt sind, entschied sich Strakka in die private LMP1-Klasse zu wechseln und den Wagen als Testträger zu nutzen. Stattdessen kaufte man den aktuellen Gibson 015S, um in der WEC zu verbleiben. Im November kam das Aus für das ambitionierte Projekt und die Pläne verschwanden aufgrund der Ungleichheit hinsichtlich Kosten und Performance gegenüber den Werksteams in der Schublade. Die neuen ab 2017 geltenden Regeln für Privatiers kommen laut Teamcef Dan Walmsley zu spät. Den HPD und den Dome werde man aufgrund der emotionalen Bindung behalten, der Gibson 015S steht zum Verkauf.

Nach Audi ist es eine weitere wichtige Säule, die der FIA WEC wegbricht. Zwar ist der Ausstieg in keinem Fall mit dem von Audi vergleichbar und die guten Ergebnisse waren überschaubar, doch man konnte annähernd vor jeder WEC-Saisons sicher sein, dass auch im kommenden Jahr ein Rennwagen von Strakka Racing teilnimmt. Wäre man in der WEC verblieben, hätte man einen neuen Wagen kaufen müssen, da der noch offene Gibson 015S im Jahr 2017 nicht mehr startberechtigt ist. Man bemühte sich frühzeitig um Partner, doch nach der Anfrage von McLaren legte man fest, dass das Konzept des Sportwagenherstellers besser zu den eigenen Plänen passe. Ein paralleler Einsatz in der WEC und in der Blancpain GT Series war angedacht, doch letztlich entschied man sich, sich auf das GT-Projekt zu konzentrieren.

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