WEC: Audi sichert sich zum Abschied die Pole-Position

6 Stunden von Bahrain 2016, Audi R18 #8 © Ferdi Kräling Motorsport-Bild GmbH

Beim WEC-Saisonfinale und gleichzeitig letzten LMP1-Rennen für Audi, haben sich die Ingolstädter mit einer Fabelzeit gegenüber Porsche und Toyota durchgesetzt. Lucas Di Grassi und Oliver Jarvis starten dank einer Durchschnittsrundenzeit von 1:39.207 Minuten von der ersten Position aus ins Rennen. Di Grassi trug mit einem neuen Rundenrekord (1:38.828, alt: 1:39.670) maßgeblich dazu bei. „Ich bin absolut glücklich. Der Rundenrekord im Qualifying ist eine tolle Sache“, sagte Di Grassi.

Für Audi ist es die 81. Pole-Position seit Beginn des LMP1-Programm im Jahr 1999, die 16. Bestzeit im 41. WEC-Rennen und die sechste Pole-Position in der laufenden Saison. „Herzlichen Glückwunsch an die Mannschaft zu dieser tollen Abschlussleistung“, sagte Stefan Dreyer, Leiter LMP von Audi Sport. „Wir haben eine gute Grundlage gelegt, um bei unserem letzten LMP-Einsatz noch einmal alles zu zeigen. Vielen Dank an die Mannschaft der Nummer 8 für die Höchstleistung beim Motorwechsel in der Zeit zwischen drittem Freien Training und dem Qualifying. Nach den Trainings sind wir zuversichtlich. Vor uns liegt ein Langstreckenrennen, in dem wir uns mit maximalem Erfolg aus der WEC verabschieden wollen.“ Der zweite Audi R18 platzierte sich auf dem vierten Platz (+ 0,491 Sek.). Lange Zeit sah es sogar  nach dem zweiten Platz aus, doch Fässler konnte das Tempo von Lotterer nicht  mitgehen. Mit einem relativ deutlichen Abstand von 0,264 (#1) und 0,462 (#2) Sekunden, gehen die beiden Porsche 919 Hybrid vom zweiten und dritten Platz aus ins Rennen. Bei Toyota bekamen in beiden Wagen jeweils die ersten Fahrer eine ihrer Zeiten aufgrund von der Missachtung der Track Limits gestrichen und die zweiten Fahrer konnten diesen Nachteil nicht mehr ausgleichen. Zur Spitze fehlten 1,015 Sekunden (#6) bzw. 1,569 Sekunden (#5). Der CLM P1/01 vom ByKolles Racing Team konnte aufgrund technischer Probleme nicht am Qualifying teilnehmen, Rebellion Racing sicherte sich mit einer Zeit von 1:45.091 Minuten den Platz hinter den Werksteams.

In der LMP2-Klasse gab es einen Zweikampf zwischen G-Drive Racing und Signatech Alpine, aus dem die Russen als Sieger hervorgingen – dachte man. Nach dem Rennen wurde die Zeit von Rusinov/Rast aufgrund eines Verstoßes gegen die Homologation gestrichen. Das Trio wird demnach vom Ende des Feldes ins Rennen starten. Die Pole-Zeit von Signatech Alpine liegt bei 1:49.690 und ist 0,018 Sekunden langsamer als die ursprüngliche Rundenzeit von Rusinov/Rast. Mit 0,344 bzw. 0,720 Sekunden Abstand, folgen Manor (#44) und RGR Sport by Morand.

In der LMGTE Pro-Klasse passierte etwas, was es bisher noch nie in den 41 Rennen der WEC gab. Darren Turner und Jonny Adam umrundeten in exakt derselben Zeit (1:56.953 Minuten) den Kurs und sicherten sich mit der leicht zu errechnenden Durchschnittszeit von 1:56.953 Minuten die Pole-Position. Auf dem zweiten Platz folgt das Schwesterfahrzeug von Thiim/Sörensen (+ 0,128 Sek.), auf dem dritten Rang liegt der Ferrari 488 GTE von Bruni/Calado (+ 0,427 Sek.). In der LMGTE Am-Klasse hätte es am Nachmittag schon zu einer Titelentscheidung kommen können, da die Piloten von AF Corse vor dem Qualifying mit 25 Punkten vor dem Trio von Aston Martin Racing lagen. Eine Pole-Position, für die es einen Zusatzpunkt, hätte somit den Fahrer- und Teamtitel bedeutet. In der letzten Runde platzierte sich Francois Perrodo auf dem ersten Rang und Pedro Lamy musste auf seiner ebenfalls letzten Runde zurückschlagen. Dieses Meisterstück gelang ihm letztlich und die Entscheidung wurde auf den morgigen Samstag vertagt. Die Bestzeit liegt in der Klasse bei 1:59.879 Minuten – es folgen. wie angesprochen, AF Corse (+ 0,348 Sek.) und Larbre Competition (+ 1,059 Sek.)

Das letzte Saisonrennen der FIA WEC startet am Samstag um 14:00 Uhr deutscher Zeit. Eurosport überträgt das Geschehen live und in voller Länge im Eurosport-Player (Link)


Nachtrag

Zusammenfassung Drittes Freies Training

LMP1
Porsche Team (#1, 1:40.318 Minuten), Audi Sport Team Joest (#8, + 0,488 Sek.), TOYOTA GAZOO Racing (#5, + 0,534 Sek.), Audi Sport Team Joest (#7, + 0,682 Sek.), Porsche Team (#2, + 0,696 Sek.), TOYOTA GAZOO Racing (#6, + 0,958 Sek.), Rebellion Racing (+ 6,020 Sek.), ByKolles Racing Team (+ 7,918 Sek.)

LMP2
G-Drive Racing (1:50.431 Minuten), Signatech Alpine (+ 1,024 Sek.), Baxi DC Racing Alpine (+ 1,160 Sek.)

LMGTE Pro
AF Corse (#51, 1:59.038 Minuten), Aston Martin Racing (#97, +0,263 Sek.), Ford Chip Ganassi Team UK (#66, +0,542 Sek.)

LMGTE Am
 AF Corse (2:00.701 Minuten), Gulf Racing (+ 0,624 Sek.), Aston Martin Racing (+ 0,765 Sek.)

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