WEC 2017: Offizielle Starterliste veröffentlicht

6 Stunden von Bahrain 2016 © Toyota Motorsport GmbH

In einer fast zweistündigen Pressekonferenz des ACO, wurden vor wenigen Minuten die Starterlisten für die European Le Mans Series (ELMS), die FIA World Endurance Championship (FIA WEC) und die 24 Stunden von Le Mans bekanntgegeben. Nachfolgend eine kurze Zusammenfassung sowie die wichtigsten Fakten zu den 28 Saisonteilnehmern, die durch ihre Teilnahme in der WEC, eine automatische Einladung für Le Mans erhalten.

Die LMP1-Klasse muss durch den Ausstieg von Audi und den Wechsel von Rebellion Racing in die LMP2-Klasse den größten Schwund kompensieren. Auf Seiten der Hersteller stehen nur noch Porsche und Toyota zu Buche, auf Seiten der privaten Teams verbleibt nur das ByKolles Racing Team. Porsche und Toyota werden wie in der vorherigen Saison zwei Porsche 919 Hybrid bzw. Toyota TS050-Hybrid einsetzen, ByKolles bleibt ebenfalls bei einem Wagen, dessen Name sich von CLM P1/01 in „ENSO CLM P1/01“ ändert. Der Motor der Eigenkonstruktion stammt zukünftig von Nissan statt von AER und hat seinen Ursprung im  LMP1-Prototypen von Nissan aus dem Jahr 2015. Der ehemalige Formel-1-Pilot Robert Kubica wird Stammfahrer bei dem aus dem bayerischen Greding stammenden Team. Toyota gab heute zusätzlich bekannt, dass beim 6-Stunden-Rennen in Spa-Francorchamps und beim Saisonhighlight in Le Mans drei TS050 – Hybrid zum Einsatz kommen. Ein Fahrer steht mit Stephane Sarrazin bereits fest. Das Stammcockpit von Sarrazin geht an den mehrfachen WTCC-Champion Jose Maria Lopez.

In der LMP2-Klasse werden 2017 zehn Fahrzeuge starten, genauer genommen zehn Oreca 07. Damit wird von den möglichen vier Herstellern Oreca, Onroak Automotive, Dallara und Riley/Multimatic nur ein Chassisbauer vertreten sein. Was ebenfalls sofort ins Auge sticht, sind die mehrheitlich neuen Namen der Teams. Rebellion Racing startet ab sofort unter „Vaillante Rebellion“, Manor unter „CEFC Manor TRS Racing“ und Signatech Alpine unter „Signatech Alpine Matmut“. Neuzugang in der Klasse ist Jackie Chan DC Racing, die zuvor in der Asian Le Mans Series fuhren. Alle aufgezählten Teams starten mit zwei Oreca 07. Signatech Alpine Matmut geht ebenfalls mit zwei Oreca 07 an den Start, benennt die Fahrzeuge aber wie in den letzten Jahren um und nennt den LMP2-Prototypen der neuen Generation „Alpine A470“. Das aus der European Le Mans Series bekannte Team TDS Racing setzt ebenfalls zwei Oreca 07 ein, schickt einen Wagen jedoch unter dem Namen „G-Drive Racing“ ins Rennen. Fahrer und Geldgeber Roman Rusinov wechselt demnach erneut das (Einsatz-) Team und verlässt Jota Sport. Die Briten sind zukünftig für die Einsätze von Jackie Chan DC Racing verantwortlich.

In der LMGTE Pro-Klasse kehrt Porsche werksseitig mit zwei neuen Porsche 911 RSR in die FIA WEC zurück. Der Name des Teams lautet ab sofort „Porsche GT Team“. Der Rest des Feldes bleibt zum Vorjahr identisch: zwei Ferrari 488 GTE (AF Corse), zwei Ford GT (Ford Chip Ganassi Team UK) sowie zwei Aston Martin Vantage (Aston Martin Racing). Die Anzahl der Starter steigt durch Rückkehr von Porsche und dem damit verbundenen Wegfall von Dempey-Proton Racing, um ein Fahrzeug und liegt nun bei acht Fahrzeugen. Ferrari, Ford und Porsche bleiben Michelin treu – Aston Martin vertraut hingegen weiterhin auf Dunlop-Reifen.

Im Gegensatz zur PRO-Kategorie, schrumpft die Teilnehmeranzahl in der LMGTE Am-Klasse um einen Wagen und liegt nun nur noch bei fünf Fahrzeugen. Aston Martin und Gulf Racing schicken erneut einen Wagen ins Rennen, Proton Competition verkleinert das Aufgebot um einen Wagen auf nur noch einen Porsche 911 RSR (991). Clearwater Racing feiert mit einem Ferrari 488 GTE sein Debüt in der WEC und war zuvor in der Asian Le Mans Series aktiv. „Spirit of Race“ ist der zweite Neuzugang – das Team wurde von Amato Ferrari gegründet, der bereits AF Corse gründete. Bei der Wahl des Wagens, fiel die Wahl dementsprechend auf einen Ferrari 488 GTE.

FIA WEC Starterliste 2017
© FIA / ACO

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