WEC-Kurzmeldungen vom 31.03.17

LMGTE: BoP-System wird überarbeitet

Das in den GTE-Klassen aktuell zum Einsatz kommende System der Balance of Performance (BoP), soll überarbeitet werden. Zukünftig soll anhand von mehreren Algorithmen, basierend auf Rundenzeiten und Daten aus den in den Wagen verbauten FIA-Aufzeichnungsgeräten, eine automatische Einstufung erfolgen. Der Faktor Mensch entfällt bei der BoP-Einstufung somit komplett. Das neue System, welches nächste Woche genauer vorgestellt wird, soll ab Silverstone zum Einsatz kommen und vorerst nur für die LMGTE Pro-Klasse bestimmt sein, da in der LMGTE Am-Klasse 2015er- und 2016er-Fahrzeugversionen zum Einsatz kommen.

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BR Engineering: LMP1-Entwicklung im Zeitplan

Die Entwicklung des gemeinsam von BR Engineering und Dallara geplanten LMP1-Prototypens, befindet sich laut dem Projektleiter bei Dallara im Zeitplan. Derzeit arbeitet man mit einem Modell im Windtunnel und entwickelt zeitgleich den Wagen mittels CFD weiter. Im Oktober möchte man erstmals auf die Strecke – inklusive 24-Stunden- und Reifentests. Insgesamt plant man dafür 10-15 Tage ein. Boris Rotenberg, Besitzer von BR Engineering, betont, dass das Auto eine vollständige Neuentwicklung ist und man keine Teile von älteren Chassis oder dem aktuellen LMP2-Chassis benutzt. Obwohl das Fahrzeug primär für SMP Racing in Auftrag gegeben wurde, möchte man es auch an interessierte Kundenteams verkaufen.

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Le Mans: Di Grassi startet für AF Corse

Das Gerücht, welches Anfang der Woche aufkam, wurde heute seitens Ferrari bestätigt – der Brasilianer Lucas di Grassi startet für AF Corse bei den 24 Stunden von Le Mans. Der 32-jährige nahm bereits vier Mal in der LMP1-Klasse für Audi teil und feiert nun seine GTE-Premiere in Le Mans. Seite Teamkollegen werden James Calado und Alessandro Pier Guidi im Ferrari 488 GTE mit der Startnummer #51 sein. „Ich bin sehr glücklich wieder bei den 24 Stunden von Le Mans an den Start zu gehen. Jeder Profi-Rennfahrer will Teil der Geschichte sein und für Ferrari zu fahren, bedeutet mir sehr viel. In der werksseitig unterstützten GTE-Pro-Klasse an den Start zu gehen, ist nach meinen vier Jahren in der LMP1, zweifelsohne der beste Ort“, sagt Di Grassi. Insgesamt werden elf Ferrari an den Start gehen, von denen drei in der LMGTE Pro-Klasse gemeldet sind. Neben dem bereits genannten Gespann, tritt noch das Schwesterfahrzeug von AF Corse (#71) mit Rigon/Bird/Molina sowie das IMSA-Team Risi Competizione mit Fisichella/Vilander/Kaffer an.

WEC: Toyota bleibt bis mindestens 2019, Porsche/Toyota benutzen Monocoque bis Ende 2019

Im Vorfeld der Präsentation des TS050 – Hybrid, haben die Japaner bekanntgegeben, dass sie bis mindestens 2019 der Szene treu bleiben. Ein Grund dafür, sei die Stabilität im Reglement und die damit verbundene Vereinbarung das neue Reglement aus Kostengründen zu verschieben. Für Toyota sei ein Bezug zur Serienentwicklung enorm wichtig – sei diese mit dem neuen Reglement im Jahr 2020 nicht mehr gegeben, werde man gegebenenfalls Konsequenzen ziehen. Die Teilnahme von Porsche ist bis Ende 2018 gesichert.

Sollte der Einsatz von Porsche auch über das Jahr 2018 hinausgehen, haben sich die beiden Werksteams aus Kostengründen darauf geeinigt das aktuelle Monocoque bis Ende 2019 zu benutzen.

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Manor verpflichtet Petrov

CEFC Manor TRS Racing hat die Planungen bezügliche des Fahrerkaders abgeschlossen und Vitaly Petrov als letzten Fahrer vorgestellt. Der ehemalige Formel-1-Fahrer feierte im letzten Jahr mit SMP Racing sein WEC-Debüt und nahm bereits zweimal an den 24 Stunden von Le Mans teil. Seine Teamkollegen werden Tor Graves, Simon Trummer, Jonathan Hirschi, Jean-Eric Vergne sowie Roberto Gonzalez sein – die Aufteilung auf die zwei Oreca 07 ist noch nicht bekannt.

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