WEC-Prolog 2017: Zusammenfassung des ersten Tages

WEC-Prolog 2017 in Monza, Toyota GAZOO Racing, Toyota TS050 - Hybrid #7 © Toyota Motorsport GmbH

Der erste Tag des WEC-Prologs ist vorüber und die Teams bereiten ihre Fahrzeuge nach insgesamt acht möglichen Fahrstunden auf den morgigen zweiten und letzten Testtag in Monza vor. Zeit für ein erstes Fazit zu ziehen!

Nachdem die Strecke in der Morgen-Session wenig Grip bot und einige Wagen dadurch die Schikanen auslassen mussten, verbesserten sich die Bedingungen durch den Fahrbetrieb schnell und die Rundenzeiten sanken gegen Mittag. Während am Morgen und am Mittag die Sonne schien sowie die Temperaturen bei rund 25 Grad lagen, war die sogenannte „Nacht-Session“ zwischen 19 und 21 Uhr von Regengüssen geprägt, die etwa 15 Minuten nach Beginn einsetzten. Insgesamt drehten daher nur 13 Fahrzeuge ihre Runden und die jeweils schnellsten Zeiten wurden während der kurzen trockenen Anfangsphase gefahren. Es gab während des Tages einige Full-Course-Yellow-Phasen, doch die entstanden durch Fahrzeuge die liegengeblieben waren oder im Kies feststeckten.

In der LMP1-Klasse lieferten sich Porsche und Toyota in den drei Sessions ein Kopf-an-Kopf-Rennen, welches zweimal Porsche für sich entschied. Dennoch geht die Tagesbestzeit mit 1:31.332 Minuten an Conway/Kobayashi/Kunimoto im Toyota mit der Startnummer #7. Bei Porsche lag die Bestzeit hingegen bei 1:31.666 Minuten (Jani/Lotterer/Tandy). Der Abstand zwischen den beiden Werken war somit äußert gering – doch was sagt das aus? Antwort: So gut wie gar nichts. Kein Team, das gilt auch für alle anderen Klassen, möchte das wahre Potenzial seiner Fahrzeuge zeigen und vor allem kein Risiko eingehen, da es teilweise schon die fertig aufgebauten Wagen für den Saisonstart in Silverstone sind.

Das ByKolles Racing Team, welches in diesem Jahr das einzige private LMP1-Team ist, setzte die ersten beiden Sessions aus, da am Morgen die letzten Bauteile des ENSO CLM P1/01 an der Strecke ankamen. Am Abend drehte Oliver Webb sechs Installationsrunden – die Zeit von 2:17.915 Minuten ist daher bedeutungslos. Für den Test lud das Team zudem Dominik „Dodo“ Kraihamer ein, der die letzten Jahre Teil von Rebellion Racing war. Kraihamer hat bisher kein WEC-Cockpit und ByKolles hat als einziges WEC-Team noch einen Platz zu vergeben.

https://twitter.com/RebellionRacing/status/848280965013098496

Die neue LMP2-Prototypengeneration war bei der Streckenpremiere extrem schnell unterwegs! Während der Abstand zwischen LMP1- und LMP2-Prototypen im Vorjahr bei den 6-Stunden-Rennen noch bei rund acht bis zehn Sekunden pro Runde lag, lag die Differenz am Morgen nur noch bei rund vier Sekunden. Die Tagesbestzeit markierte mit 1:36.094 Minuten Bruno Senna im Oreca 07 von Vaillante Rebellion. Sollten die geringen Abstände zwischen der LMP1- und LMP2-Klasse bleiben, sieht es derzeit wohl danach aus, als wenn der einzige privat eingesetzte Prototyp von Kolles im LMP2-Feld untergeht und keineswegs zwischen den Hybridfahrzeugen und den LMP2-Teams fahren wird.

In der LMGTE Pro sicherte sich das Porsche GT Team bei der Rückkehr in die WEC in allen drei Sessions die schnellste Runde. Michael Christensen war es, der am Morgen eine Zeit von 1:47.379 Minuten fuhr. Hinter Porsche folgten Ford, Ferrari und Aston Martin, aber vor allem die letzten beiden Hersteller haben mit Sicherheit nicht ihre volle Geschwindigkeit gezeigt. Im Laufe des Tages gab Porsche zudem die jeweils dritten Fahrer für die 24 Stunden von Le Mans bekannt. Im Porsche 911 RSR mit der Startnummer #91 wird Dirk Werner die beiden Stammpiloten Lietz/Makowiecki unterstützen, im Schwesterfahrzeug von Christensen/Estre stößt Patrick Pilet hinzu. Auch in der LMGTE Am-Klasse sicherte sich ein Porsche alle drei Bestzeiten. In diesem Fall gingen diese an Gulf Racing UK. Auf Barkers Runde von 1:50.035 Minuten, folgten Dempsey-Proton Racing (+ 0,145 Sek.) und Spirit of Race (+ 0,420 Sek.).

Termine für Sonntag, den 02. April:

09:00 – 12:00 Uhr – Session 1
13:15 – 13:45 Uhr – Autogrammstunde
14:00 – 17:00 Uhr – Session 2

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