WEC-Prolog 2017: Zusammenfassung des zweiten Tages

WEC-Prolog 2017 in Monza, Toyota GAZOO Racing, Toyota TS050 - Hybrid © Toyota Motorsport GmbH

Zum Abschluss des WEC-Prologs 2017, hatten die Teams noch einmal zwei dreistündige Sessions zur Verfügung, um sich auf die am 16. April in Silverstone startende Saison vorzubereiten. Das Wetter war unbeständig und es gab am Morgen sowie am Nachmittag Regenschauer.

Während in der ersten Session die beiden Porsche 919 Hybrid vor den beiden TS050 – Hybrid lagen, wendete sich das Blatt am Nachmittag. Geburtstagskind und Toyota-Rückkehrer Nicolas Lapierre war es, der den Kurs mit einer Zeit von 1:30.547 Minuten umrundete und so die Tages- und auch Testbestzeit fuhr. Im Vergleich zur Bestzeit von gestern, sank diese um 0,785 Sekunden. Porsche spulte am Sonntag insgesamt 380 Runden ab und fuhr mit beiden Fahrzeugen Rennsimulationen, bei denen die Haltbarkeit der Reifen und rennspezifische Abläufe wie Boxenstopps im Vordergrund standen. Auch Toyota simulierte, abgesehen von einigen Qualifyingrunden (siehe Bestzeit), Longruns und fuhr insgesamt 315 Runden. Die Rundenzeiten der beiden LMP1-Werksteams lagen dabei auf einem nahezu gleich schnellen Niveau. Eine abschließende Standortbestimmung lässt der Prolog allerdings nicht zu – das gilt auch für alle anderen Klassen.

Das ByKolles Racing Team nahm aufgrund von Problemen am Fahrzeug heute nicht mehr am Test teil. Nachdem man bereits gestern die ersten zwei Sessions aufgrund zu spät eintreffender Teile verpasste, kam Oliver Webb am Abend nur auf sechs Installationsrunden, bei dem er zudem den Heckflügel verlor. Dominik Kraihamer, der extra für den Test verpflichtet wurde und auch Ex-Formel-1-Pilot Robert Kubica kamen nicht zum Einsatz.

In der LMP2-Klasse gab es eine minimale Verbesserung der Topzeit. Während sie gestern noch bei 1:36.094 Minuten lag, konnte Matthieu Vaxiviere sie im Oreca 07 von TDS Racing noch einmal um 0,016 Sekunden auf 1:36.094 Minuten verbessern. Am Ende des Tages lag Oliver Jarvis im LMP2-Feld auf dem zweiten Platz (+ 0,370 Sekunden), knapp dahinter folgte Roman Rusinov (+ 0,378 Sekunden). Das gesamte Feld lag im Bereich von tiefen 1:36er bis hohen 1:38er-Zeiten. Matthew Rao sorgte am Nachmittag für eine Unterbrechung, nachdem er bei einem kurzen Schauer die Kontrolle über seinen Wagen verlor und in der ersten Lesmo-Kurve von der Strecke abkam. Das medizinische Personal gab wenig später Entwarnung.

In der LMGTE Pro-Klasse behielt das Porsche GT Team am Morgen erneut die weiße Weste und konnte sich, wie bereits am gesamten ersten Tag, an die Spitze setzen. Die Tagesbestzeit gelang Kevin Estre mit einer Zeit von 1:47.507 Minuten. Nach der letzten Session des WEC-Prologs, stand allerdings erstmals kein Porsche 911 RSR an der ersten Position, sondern der Ford GT von Andy Priaulx und Harry Tincknell. Die Zeit war mit 1:47.530 Minuten nur wenig von der Tagesbestzeit entfernt. Während der zwei Tage lagen fast immer Porsche und Ford auf den ersten vier Positionen und auch belegten AF Corse und Aston Martin Racing nur die hinteren Plätze. Besser lief es für die beiden Ferrari-Teams in der LMGTE Am-Klasse. Ex-DTM-Pilot Miguel Molina fuhr im Ferrari 488 GTE von Spirit of Race die schnellste Zeit des Tages (1:49.843 Minuten), am Nachmittag lag Keita Sawa von Clearwater Racing in Führung (1:50.271 Minuten).

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