WEC-Kurzmeldungen vom 13.04.17

WEC 2018: Ginetta nennt Kosten für den LMP1-Prototypen

Im Rahmen einer Pressekonferenz hat Ginetta seinen noch namenlosen LMP1-Prototypen für 2018 näher vorgestellt und auch die Preise für den Wagen verraten. Teams müssen, nach dem heutigen Wechselkurs, für das Chassis inkl. Elektronik rund 1,578 Millionen Euro hinblättern, für das Technikpaket kommen noch einmal rund 700.000€ hinzu. Im Technikpaket, welches jede Saison erneut gekauft werden muss, sind die Leasinggebühren für den V6-Motor von Mecachrome sowie umfassender technischer Support von Ginetta und dessen Partnern bei Testfahrten sowie bei Rennen enthalten. Insgesamt würde der Kaufpreis für ein Fahrzeug somit bei 2,277 Millionen Euro liegen.

Zum Vergleich: ein aktuelles LMP2-Chassis (ohne Motor) darf nicht mehr als 483.000€ kosten.

Gestern gab Ginetta bereits bekannt, dass man zukünftig mit Williams Advanced Engineering (Tochterfirma des F1-Teams) zusammenarbeiten und deren Windkanal für Aerodynamiktests nutzen wird. Zudem wird Williams mit dem Auto Research Centre CFD-Berechnungen durchführen.

Ab 2018: TOTAL wird neuer Benzinlieferant

Ab 2018 wird der Mineralölkonzern TOTAL Partner des ACO und liefert Benzin für die WEC, ELMS, AsLMS und die 24 Stunden von Le Mans. Bis auf die asiatische Meisterschaft, die bereits heute von TOTAL beliefert wird, liefert Shell derzeit den Kraftstoff für die LMP- und GTE-Wagen. Ab dieser Saison fährt das gesamte Starterfeld der WEC erstmals ausschließlich mit Benzin – Audi, die seit 2006 Dieselmotoren in den LMP2-Prototypen verbauten, stiegen Ende 2016 aus. Der Vertrag zwischen TOTAL und ACO läuft über fünf Jahre, weitere Informationen folgen im Juni bei den 24 Stunden von Le Mans.

Rebellion Racing: Rückkehr in die LMP1-Klasse?

Rebellion Racing wechselt zum Start der neuen Saison in die LMP2-Klasse, jedoch können sich die Schweizer durchaus eine Rückkehr in die LMP1-Klasse vorstellen. Teammanager Bart Hayden, der auch bei der Ginetta-Präsentation vor Ort war, nennt dafür jedoch zwei Bedingungen: ein gut gefülltes privates LMP1-Starterfeld und Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Werks-LMP1.. Die Anzahl der Privatteams war und ist, bis auf das Jahr 2012, ein echtes Problem der WEC. Die letzten Jahre gab es mit Rebellion Racing und dem ByKolles Racing Team nur zwei Teams, in diesem Jahr dreht das Team aus Greding alleine seine Runden. Das Jahr 2017 soll allerdings nur ein Übergangsjahr werden, da für 2018 bereits der oben geschriebene Ginetta-LMP1, ein LMP1 von Dallara/BR Engineering für SMP Racing und ein möglicher neuer Prototyp vom ByKolles Racing Team bereitstehen. Allein Ginetta plant den Verkauf von bis zu sechs Wagen, SMP Racing möchte zwei Fahrzeuge einsetzen.

Laut Hayden müssen jedoch noch mehr Faktoren beachtet werden. Möchte Rebellion Racing auch 2018 in der IMSA-Serie antreten und beispielsweise einen Ginetta-LMP1 kaufen, wäre dieser dort nicht startberechtigt. In dem Fall müsste man den LMP2-Prototypen Oreca 07 behalten, der dort startberechtigt ist.

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WEC: Audi bleibt Flottenlieferant der WEC

Obwohl Audi Ende 2016 aus der WEC ausgestiegen ist, wird der bayerische Autobauer weiterhin den Fuhrpark (Safety-, Medical-, Extractioncar, etc.) bei den acht 6-Stunden-Rennen stellen. Eine Ausnahme bilden die 24 Stunden von Le Mans, bei denen BMW die Fahrzeuge bereitstellen wird.

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ByKolles verpflichtet Kraihamer und Rossiter

Nachdem Ex-Formel-1-Pilot Robert Kubica überraschend seinen Rückzug aus dem LMP1-Projekt bekanntgegeben hat, hat das Team Dominik Kraihamer und James Rossiter unter Vertrag genommen. Kraihmer fuhr zuletzt für das in die LMP2-Klasse abgewanderte Team Rebellion Racing, war aber schon 2013 Teil des Teams aus Greding – damals noch unter dem Namen Lotus. Rossiter kommt bereits auf einige Einsätze für das Team aus Greding, als es noch unter dem Namen Lotus in der WEC gemeldet war.

ByKolles Racing hat unterdessen den ENSO CLM P1/01 auf dem Snetterton Circuit getestet. Beim WEC-Prolog in Monza kam das Team insgesamt nur auf sechs Runden – eine denkbar schlechte Vorbereitung.

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