Le-Mans-BoP: Ford mit mehr Gewicht und weniger Leistung

6 Stunden von Spa-Francorchamps 2017, Ford Chip Ganassi Team UK #67 © Marius Hecker / AdrenalMedia.com

Bevor am übernächsten Wochenende der offizielle Test für die 24 Stunden von Le Mans stattfindet, hat das FIA Langstreckenkomitee eine überarbeitete Balance of Performance für die beiden GTE-Klassen herausgegeben.

LMGTE Pro

Der im letzten Jahr in der LMGTE Pro-Klasse siegreiche Ford GT muss im Vergleich zur ursprünglichen Einstufung für das Jahr 2017 ganze 15 Kilogramm zuladen und wiegt nun 1268 Kilogramm. Damit wiegt das Fahrzeug 20kg mehr als bei der letztjährigen Ausgabe der 24 Stunden von Le Mans. Aston Martin Racing darf 15kg ausladen – das Gewicht liegt nun bei 1193kg und somit 10kg mehr als 2016. Der neue Porsche 911 RSR erhält einen um 0,7 mm kleineren Luftmengenbegrenzer (30,1mm), der Aston Martin hingegen einen um 0,2 mm größeren Restriktor (29,8 mm). Die Chevrolet Corvette C7.R, die während der WEC-Saison von keinem Team eingesetzt wird, wiegt 1243 Kilogramm, die Größe des Luftmengenbegrenzers steigt jedoch von 29,0 mm auf 29,7 mm.

Auch an der Stellschraube Tankvolumen hat das Langstreckenkomitee gedreht. Nimmt man die Volumen für Le Mans von 2016 zum Vergleich, sinken die Werte bei allen Herstellern: Ford (-3l, 95l), Aston Martin (-2l, 100l), Ferrari (- 2l, 88l) und Chevrolet (- 1l, 94l). Die Boosttabellen für die Turbomotoren des Ferrari 488 GTE und Ford GT wurden auch überarbeitet. Die Werte bei Ferrari sinken im Vergleich zu Spa-Francorchamps zwischen 0,07 und 0,09, entsprechen jedoch nun wieder exakt den Werten wie bei den 24 Stunden von Le Mans 2016. Die Ford-Basiswerte der WEC-Saison 2017 entsprechen denen von Le Mans 2016 und werden je nach Umdrehung um 0,03 bis 0,04 Einheiten angepasst.

Insgesamt scheint sich das Duell „Ferrari vs. Ford“ zugunsten von Ferrari zu verschieben. Der Ferrari darf zwar nur noch 88 statt 90 Liter tanken, erhält aber sonst keine Änderungen. Der Ford darf nun drei Liter weniger tanken und erhält signifikante Gewichts- und Leistungsänderungen. Die Werte für den Durchflussmengenbegrenzer wurden für die fünf Hersteller noch nicht veröffentlicht.

LMGTE Am

Das Fahrzeuggewicht des Porsche 911 RSR (911), der 2015 homologiert wurde, steigt von 1198kg auf 1208kg, der Luftmengenbegrenzer verkleinert sich um 0,4mm auf 29,6mm und das Tankvolumen steigt um einen Liter auf 95 Liter. Das Gewicht der von Larbre Competition eingesetzten Chevrolet Corvette C7-Z06, die ebenfalls 2015 homologiert wurde, sinkt um 20kg auf 1228kg. Des Weiteren darf man den Luftmengenbegrenzer um 0,3mm auf 29,4mm öffnen und vier Liter mehr Sprit aufnehmen (94l). Die Fahrzeugehöhe beider Fahrzeuge liegt maximal bei 50 Millimeter.

Die beiden 2016 homologierten Ferrari 488 GTE und Aston Martin Vantage dürfen 10kg bzw. 5kg ausladen und wiegen nun 1278kg bzw. 1203kg. Der Aston Martin bekommt zudem einen um 0,1mm größeren Luftmengenbegrenzer (29,3mm) und darf drei Liter mehr Benzin aufnehmen (98l.) Das Tankvolumen des Ferraris sinkt hingegen um zwei Liter auf nur noch 86 Liter. Die Boosttabelle des Ferrari wurde im Vergleich zur Basistabelle von 2017 ebenfalls umfassend überarbeitet und hat erhebliche negative Auswirkungen auf die Leistung des Wagens.

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