Zweite Session beim Le-Mans-Test: Toyota erneut mit Bestzeit

24 Stunden von Le Mans Test 2017, Toyota Gazoo Racing, Toyota TS050 - Hybrid #7 © Toyota Motorsport GmbH

Toyota Gazoo Racing behält auch im zweiten Teil des Tests in Le Mans die Oberhand und sichert sich erneut die ersten drei Plätze. Die Rundenzeit wurde dabei im Vergleich zur ersten Session deutlich gesenkt – von 3:20.778 Minuten auf nur noch 3:18.132 Minuten. Damit hat Kamui Kobayashi im TS050 – Hybrid mit der Startnummer #7 die Pole-Zeit von 2016 um rund 1,6 Sekunden unterboten (3:19.733 Minuten)! Auf dem zweiten Platz liegt der in der Weltmeisterschaft führende Wagen von Buemi/Davidson/Nakajima (#8, + 1,158 Sek.), dahinter der dritte TS050 von Lapierre/Kunimoto/Lopez (#9, + 3,323 Sek.). Beim Porsche 919 Hybrid von Bernhard/Bamber/Hartley (#2) musste nach der ersten Session der Motor aufgrund eines Öllecks gewechselt werden. Des Weiteren wechselte man den Unterboden und die Nase, nachdem Hartley einen Kegel mitnahm. Die Reparaturzeit zog sich in die Länge und der Wagen konnte erst kurz vor 16 Uhr wieder auf die Strecke gehen. Am Ende der vier Stunden konnte sich das gebeutelte Trio mit einer Zeit von 3:21.512 Minuten vor dem Schwesterfahrzeug von Jani/Lotterer/Tandy (+ 0,588 Sek.) platzieren. Während die beiden ersten Sektoren zwischen Toyota und Porsche nahezu ausgeglichen waren, fiel auf bereits am Morgen auf, dass Porsche vor allem im dritten Sektor mit den schnellen Porsche-Kurven Zeit verliert.

Porsche-Teamchef Andreas Seidl sagte nach dem Ende des Testtages: „Das war ein durchwachsener Testtag für uns. Wir haben uns auf die Rennabstimmung konzentriert und auf eine Qualifying-Simulation verzichtet. Obwohl wir die geplante Kilometerleistung nicht fahren konnten, haben wir dennoch einige wichtige Erkenntnisse bezüglich der Reifenwahl und Dauerhaltbarkeit gewonnen. Der Speed der Toyotas heute war beeindruckend, den konnten wir nicht mitgehen. Wir werden in den nächsten Tagen die Daten von heute analysieren und unsere Schlüsse daraus ziehen, um noch etwas mehr Performance aus unserem Auto zu kitzeln.“ Porsche wird am Dienstag noch einen Funktionstest auf dem Bugatti Circuit durchführen, um sich optimal auf das Rennen am 17./18. Juni vorbereiten.

Der privat eingesetzte ENSO CLM P1/01 vom ByKolles Racing Team ließ im Vergleich zur ersten Session fast das gesamte LMP2-Starterfeld hinter sich. An diesem Tag führte jedoch kein Weg an der Startnummer #35 von Signatech Alpine Matmut und dem Trio Panciatici/Ragues/Negrao vorbei, welcher sich vor dem Kolles-Wagen platzierte mit 3:28.146 Miuten die Bestzeit sicherte. Die Rundenzeiten der LMP2-Klasse mitsamt der neuen Prototypengenereation sanken zu früheren Ausgaben der 24 Stunden von Le Mans und Tests extrem! Im Vergleich zum letztjährigen Test, war die 3:28er-Zeit von Panciatici um ganze acht Sekunden schneller als die von 2016 (3:36.690 Minuten)! Hinter dem Privat-LMP1 platzierten sich CEFC Manor TRS Racing (#24, + 0,698 Sek.) und Jackie Chan DC Racing (#37, + 0,958 Sek.). Der Oreca 07 war wieder das Maß aller Dinge, da auf den ersten elf Plätzen erneut wieder nur Wagen dieses Typs befanden. Dallara überzeugte mit dem höchsten Topspeed von über 340 km/h.

In der LMGTE Pro-Klasse lag erneut eine Corvette in Führung, dieses Mal allerdings die Nummer #64 von Gavin/Milner/Fässler (3:54.701 Minuten), die zur Halbzeit für einen Motorwechsel in die Box musste. Auf dem zweiten Rang platzierte sich wieder der Porsche 911 RSR (#91, + 0,295 Sek.). Das Schwesterfahrzeug von Christensen/Estre/Werner (#92) war nur 0,003 Sekunden langsamer. Ferrari und Ford möchten sich für eine mögliche Änderung der Balance of Performance in eine gute Position begeben und betrieben auch am Nachmittag Sandbagging. Für Ferrari bedeutete das m 13 Wagen umfassende Pro-Feld Platz 7-9, für Ford Platz 10-13. Bei den Amateuren sicherte sich Pedro Lamy im Aston Martin (#95) mit 3:58.250 Minuten die Bestzeit. Das kürzlich vorgestellt Art Car von Larbre Competition lag mit 0,052 Sekunden dahinter. Der am Morgen in Führung liegende Porsche von Dempsey-Proton Racing schnappte sich den dritten Rang.

Kurz vor Schluss verlor ein Manor-Oreca Öl, weswegen die rote Flagge geschwenkt wurde und das Fahrbetrieb 13 Minuten vor Schluss nicht mehr aufgenommen wurde. Während der vier Stunden gab es zudem zwei Safety-Car-Phasen, die durch Abflüge von Thiim (Reifenstapel) und Maris im Eurasie-Ligier hervorgerufen wurde. Letztere endete in einer 14-minütigen Rotphase.

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