WEC-Kurzmeldungen vom 14.06.17

Le-Mans-Aus für Di Grassi

Ex-Audi-LMP1-Fahrer Lucas di Grassi, der am Le-Mans-Wochenende für AF Corse in der LMGTE Pro-Klasse hätte fahren sollen, muss seinen Einsatz absagen. Grund dafür ist eine Knöchelverletzung, die er sich beim Fussball zugezogen hat.

Als Ersatzfahrer wird Michele Rugolo einspringen, der sich den Ferrari 488 GTE (#51) mit James Calado und Alessandro Pier Guidi teilen wird.

Le Mans: Hitze könnte zu Strategieumstellungen führen

Nach derzeitigem Wetterbericht wird das diesjährige 24-Stunden-Rennen in Le Mans eine Hitzeschlacht bei rund 30°C. Aus Sorge vor Dehydrierungen auf Seiten der Fahrer, beschloss der Veranstalter ACO ein Bulletin, wonach die mögliche Fahrzeit am Stück von vier Stunden auf 80 Minuten sinken kann, wenn das Fahrzeug über keine Klimaanlage verfügt. Voraussetzung dafür ist, dass die gefühlte Temperatur über zwei Stunden oder mehr bei 32°C oder darüber liegt. Zu betonen ist der Aspekt „gefühlte Temperatur“, nicht die von Meteo France tatsächlich gemessene Temperatur. Bei den LMP1-Teams liegt die gefahrene Zeit pro Stint bei etwa 47 bis 48 Minuten, d.h. nach jedem Stint müsste ein Fahrerwechsel erfolgen, was erhebliche Konsequenzen auf die Strategie der Teams hätte.

Nürburgring: Signatech Alpine Matmut mit zwei Fahrzeugen am Start

Das französische LMP2-Team Signatech Alpine Matmut wird auch am Nürburgring mit zwei Alpine A470 antreten. Das gab Teamchef Philippe Sinault im Rahmen der 24 Stunden von Le Mans bekannt und bestätigte zudem das Fahrerl-Line-Up, welches wie in Spa-Francorchamps und in Le Mans aus Nelson Panciatici, Pierre Ragues und André Negrao bestehen wird. Das zweite Fahrzeug war ursprünglich für die gesamte WEC-Saison gemeldet, bestätigte Rennen waren allerdings nur Spa-Francorchamps und Le Mans. Das Team hofft das Auto auch bei einigen Übersee-Rennen einsetzen zu können.

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Eurasia Motorsport strebt WEC-Programm für 2018 an

Nachdem das Team bereits für diese Saison Pläne hatte eine volle WEC-Saison zu absolvieren, möchte man nun 2018 in der LMP2-Klasse angreifen. Als Vorbereitung strebt das Team einen Start bei den beiden Asien-Läufe in Fuji und in Shanghai an. Zudem möchte das Team mindestens zwei Fahrzeuge in der kommenden Saison der Asian Le Mans Series (AsLMS) einsetzten, was aber keine terminlichen Konsequenzen auf die WEC hat. Ein Fahrzeug wird der Ligier JS P2 sein, das zweite Fahrzeug soll in der LMP3- oder GT-Klasse gemeldet sein. Laut Teamchef Mark Goddard ist für das asiatische Team die AsLMS wichtig, doch das langfristige Ziel ist die WEC. Auch die zweite Teilnahme in Le Mans ist enorm wichtig, die an diesem Wochenende mit einem geleasten Ligier JS P217 – Gibson stattfindet. Unterstützung erhält man dabei von OAK Racing.

Auch Tockwith Motorsports plant für die beiden Asienläufe der WEC einen Gaststart.

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Larbre Competition: Klappt 2018 endlich der Aufstieg?

In den letzten Jahren gab es immer wieder Gerüchte, wonach das französische Team Larbre Competition von der LMGTE Am- in die LMGTE Pro-Klasse aufsteigen möchte. Das Team, dass in diesem Jahr nicht in der WEC fährt, möchte 2018 zwei Chevrolet Corvettes (je 1x Pro/Am) einsetzen. „Ich habe zwei Jahre gewartet um ein Auto in der GTE-Pro einsetzen zu können. Ich hoffe wir können es bald machen“, sagt Teamchef Jack Leconte, der weiterhin Verhandlungen mit General Motors führt. Ein Deal für eine werksseitig unterstützte Pro-Corvette mit den Taylor-Brüdern als Fahrer fiel vor der Saison ins Wasser, zudem war das Budget begrenzt, da Cadillac das DPi-Debüt gab.

Die finale Entscheidung für die Saison 2018 soll zum Ende des Sommers getroffen werden.

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Onroak möchte Verbesserungen vornehmen, Konkurrenz legt Veto ein

Der französische LMP2-Chassibauer Onroak Automotive wollte für seinen Ligier JS P217 aufgrund des Geschwindigkeitsunterschiedes beim Testtag Änderungen am Low-Downforce-Paket vornehmen. Den vier Chassisbauern steht für das auf vier Jahre homologierte Fahrzeug ein „Joker“ zu – ein Update wäre somit grundsätzlich möglich. Die Anpassungen dürfen jedoch nur im Winter vorgenommen werden, eine Ausnahmeregelung scheiterte am Veto der Konkurrenz.

Der Geschwindigkeitsunterschied war beim Le-Mans-Test eklatant und betrug bis zu 20 km/h im Vergleich zum in Sachen Topspeed dominierenden Dallara P217. Zieht man die Rundenzeiten hinzu, führt kein Weg an den Oreca 07 vorbei. Onroaks Teamchef Philippe Dumas räumt dem Ligier JS P217 in der derzeitigen Konfiguration keinerlei Chancen auf das Treppchen ein, sofern die Oreca nicht mit Problemen zu kämpfen haben sollten. Dumas glaubt, dass der Performance-Unterschied zwischen Oreca und den anderen drei Herstellern auf das Aero-Kit für Le Mans zurückzuführen ist, wofür Oreca seine LMP1-Erfahrung benutzt hat. Oreca baute zuletzt für Rebellion Racing den LMP1-Prototypen Rebellion R-One und benutzt zudem die Toyota-Resourcen in Köln.

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BoP-Anpassungen in den GTE-Klassen

Bevor am heutigen Mittwoch die ersten Runden im Training gedreht werden, wurde in den beiden GTE-Klassen die Balance of Performance verändert. In der Pro-Klasse bekommen alle Fahrzeuge mehr Sprit zugeteilt: Porsche 99l auf 100l, Ferrari 88l auf 91l, Ford 95l auf 97l, Aston Martin 100l auf 103l und Corvette 94l auf 96l. Bei der Corvette muss ein um 0,2mm kleinerer Luftmengenbegrenzer eingebaut werden, die Größe sinkt von 29,7mm auf 29,5mm.

In der LMGTE Am-Klasse wurden die Spritmengen für die Fahrzeuge angepasst, die seit 2016 homologiert sind, d.h. Ferrari 488 GTE und Aston Martin Vantage. Beim Ferrari steigt die Spritmenge von 86l auf 90l, beim Aston Martin von 98l auf 102l. Des Weiteren wurde die Boosttabelle in allen Drehzahlbereichen um 0,03 Einheiten erhöht.

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