FIA WEC: LMP1-Klasse soll Topkategorie im Prototypensport bleiben

WEC, 6 Stunden vom Nürburgring 2017, Toyota Gazoo Racing, Toyota TS050 - Hybrid #8 © Toyota Motorsport GmbH

Auf der Pressekonferenz, auf der auch der neue Winterkalender für 2018/2019 vorgestellt wurde, haben ACO-Präsident Pierre Fillon und WEC-Boss Gerard Neveu auch mehrere Änderungen für das LMP1-Reglement bekanntgegeben. Durch den Rückzug von Audi im Jahr 2016 und den Ausstieg von Porsche am Ende der laufenden Saison ist die Zukunft der Klasse mehr als fraglich. Mit einem technischen Fahrplan soll die LMP1-Klasse gerettet werden.

Bezeichnung, Hybridsystem, 2020er-Reglement

In Zukunft wird es in der LMP1-Klasse keine Unterscheidung zwischen Fahrzeugen mit und ohne Hybridsystem geben. Die LMP1-Klasse soll weiterhin die Topkategorie im Prototypensport bleiben, doch Budgets weit über 100 Millionen Euro sollen der Vergangenheit angehören, denn diese sind nicht mehr tragbar. Zudem bekennt man sich zum Hybridantrieb – wenn auch nicht für jeden Preis. Das LMP1-Reglement für 2020, welches in Le Mans vorgestellt wurde und u.a. Plug-In-Hybridsystem beinhaltet, wird überarbeitet. In welcher Form ist offen.

Leistung und Rundenzeiten

Die Leistung zwischen Fahrzeugen mit und ohne Hybridsystem soll angeglichen werden. Wie dieser Schritt erfolgen soll, wird in der nächsten Zeit veröffentlicht. Keine leichte Aufgabe, wenn man bedenkt, dass LMP1-Werkswagen mit Hybridsystem in den letzten Jahren stehts mehrere Sekunden pro Runde schneller waren als die Privatteams ohne Hybridantrieb. Jeder Teilnehmer in der LMP1-Klasse soll zukünftig dasselbe Performance-Potenzial haben, Wagen mit Hybridsystemen sollen jedoch einen Reichweitenvorteil haben.

Keine DPi, nur LMP1-Chassis!

Der Wunschgedanke vieler Experten und Fans die extrem erfolgreiche und mit mehreren Herstellern besetzte DPi-Klasse aus der IMSA-Serie in die WEC zu übernehmen wurde abgeschmettert. Unter den angepassten Regeln dürfen nur LMP1-Chassis eingesetzt werden – DPi-Fahrzeuge beruhen jedoch auf LMP2-Chassis. Die Auswahl an Chassis- und Motorenhersteller soll jedoch steigen.

Laut ACO-Präsident Fillon steht man für die Saison 2018/2019 mit mehreren Herstellern und Privatteams in Verhandlungen. Darunter könnte auch Signatech Alpine sein, denn dessen Teammanager Philippe Sinault gab kürzlich in einem Radiointerview bekannt „schon bald um Gesamtsiege zu kämpfen“.

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