WEC-Kurzmeldungen vom 02.09.17

Ford erneuert Vertrag mit Multimatic und Chip Ganassi Racing, Entscheidung über Kundenfahrzeuge und Evo-Kit noch ausstehend

US-Autohersteller Ford hat die laufenden Verträge mit Multimatic und Chip Ganassi Racing bis Ende 2019 verlängert. Das gab Larry Holt, Vizepräsident von Multimatic, gegenüber den Kollegen von sportscar365 bekannt. Das kanadische Unternehmen Multimatic, welches für das Design und den Bau der Ford GT zuständig war, wird somit weiterhin mit dem Einsatzteam Chip Ganassi Racing in der IMSA WeatherTech SportsCar Championship und FIA World Endurance Championship aktiv sein. Ob das GTE-Programm über 2019 hinaus verlängert wird, ist nicht bekannt. Gerüchten zufolge evaluiert Ford ein mögliches DPi-Programm für die IMSA-Serie.

Unterdessen wurde die Entscheidung, ob man ab 2018 den Ford GT als Kundenfahrzeug bereitstellt, noch nicht getroffen. Der ursprüngliche Vorschlag sah vor, dass im nächsten Jahr für das Werksprogramm neue Wagen aufgebaut werden und die aktuell in der WEC und IMSA eingesetzten Fahrzeuge in Kundenhand gehen. Laut Larry Holt haben sowohl europäische, als auch amerikanische Kunden Interesse das 24-Stunden-Rennen in Le Mans mit einem Ford GT zu bestreiten. Umsetzbar wäre das auch mit den aktuell sechs existierenden Wagen, wovon zwei Ersatzfahrzeuge für das WEC- und IMSA-Team sind.

Auch die Frage, ob das Evo-Kit für den Ford GT, welches von Multimatic bereits entworfen wurde, weiter vorangetrieben wird, ist noch offen. Da es sich um ein Aerodynamik-Evo-Kit handelt, hat Holt Bedenken geäußert, wonach es Nachteile in der Balance of Performance bringen und dem Wagen weniger Leistung gewährt werden könnte. Da der Ford GT im Grunde ein Prototyp unter einem „GTE-Kleid“ ist, wurde und wird der Wagen vor allem von der Konkurrenz ganz genau beäugt – vor allem die Aerodynamik.

Quelle, Quelle

Kundenprogramm Porsche 911 RSR: Alle Wagen verkauft!

Das Kundenprogramm für den Porsche 911 RSR der neuesten Generation ist schon jetzt ein voller Erfolg. Porsches Sport- und GT-Chef Dr. Frank-Steffen Walliser hat den Verkauf von sechs Porsche 911 RSR mit 2017er-GTE-Spezifikation bekanntgegeben, die ab 2018 von Kundenteams eingesetzt werden. Somit wurde das komplette Kontingent verkauft. Es wird angenommen, dass die Wagen sowohl in der WEC, als auch in der ELMS eingesetzt werden. Was besonders interessant ist, ist die Tatsache, dass ein Käufer derzeit noch kein aktive GTE-Programm hat. Nach Informationen von dailysportscar soll es sich dabei um das aus Oldenburg stammende Team Project-1 handeln, welches das erfolgreichste Porsche-Cup-Team aller Zeiten ist und nun Richtung ELMS/WEC blickt.

Drei der sechs Wagen gehen an Proton Competition, welches allerdings 2018 mit je zwei Wagen in der WEC und in der ELMS antreten möchte. Ein Porsche 911 RSR soll zudem an einen asiatischen Kunden gehen. Möglicherweise könnte es sich hierbei jedoch um den vierten Wagen von Proton handeln – die genauen Eigentumsverhältnisse sind noch in Verhandlung. Ein weiterer Wagen geht aller Wahrscheinlichkeit an Gulf Racing UK. Das englische Team rund um Mike Wainwright möchte mit mindestens einem Wagen in der WEC aktiv bleiben.

Quelle

GTE Pro/Am: Vorerst keine Qualifikationsrennen

Die GTE-Pro-Klasse der WEC boomt! Schon jetzt sind mit Ferrari, Ford, Aston Martin und Porsche vier Hersteller aktiv, ab 2018 kommt BMW hinzu. Auch Gerüchte um einen GTE-Lamborghini halten sich hartnäckig. Eine für im September geplante Vorstellung eines neuen Rennwagen heizen die Gerüchteküche weiter an. Die Hersteller wünschen sich jedoch mehr Aufmerksamkeit am Rennwochenende, vor allem in der TV-Übertragung. Eine Idee war es, ein GTE-Qualifikationsrennen vor dem eigentlichen WEC-Hauptrennen zu absolvieren, doch FIA und ACO haben diesen Vorschlag vorerst auf Eis gelegt. WEC-Boss Gerard Neveu sagt, dass es derzeit andere Prioritäten gibt, zudem müssten zusätzliche Reifen bestellt werden, was die Kosten steigen lässt. Auch die mögliche Unfallgefahr und ein damit verbundener Ausfall für das Hauptrennen sei nicht zu unterschützen. Der Vorschlag sei nicht vom Tisch, jedoch möchte man erst die gestern vorgestellte Super-Season 2018/2019 abwarten und sehen wo man steht. Qualifikationsrennen könnten somit frühestens 2019/2020 eingeführt werden.

Quelle

1 Trackback / Pingback

  1. WEC-Kurzmeldungen vom 18.10.17 › WEC-Aktuell.de

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*