WRX statt WEC: Peugeot legt Fokus auf Rallycross

ILMC, 6 Stunden von Silverstone 2011, Peugeot 908 #7 © Alexandre Guillaumot / DPPI

Schlechte Nachrichten für die wenigen Fans, die nach jahrelanger Ungewissheit tatsächlich noch an ein Peugeot-Comeback in der LMP1-Klasse geglaubt haben. Statt in den Prototypensport und somit auch nach Le Mans zurückzukehren, intensiviert man das Engagement in der FIA Rallycross Championship (WRX) und strebt 2018 den Titelgewinn an.

„Der Automobile Club de l’Ouest (ACO) hat von der Entscheidung Peugeots erfahren, das Engagement in einer anderen Rennserie als der Langstrecke intensivieren zu wollen. Das können wir nur akzeptieren“, heißt es in einem Statement des ACO. Weiter heißt es, dass die Strategie des ACO vorsieht, eine Spitzenklasse aufzubauen, für die weit weniger Budget benötigt wird, als es aktuell der Fall ist. Die Ausgaben sind durch die Hersteller, wie bereits in der Vergangenheit, aus dem Ruder gelaufen. Durch entsprechende Maßnahmen wird man diesem Trend entgegensteuern.

Die Gespräche über eine LMP1-Rückkehr wurden nach dem Audi-Rückzug im Jahr 2016 intensiviert. Peugeot war weltweit der einzige ernsthafte Interessant an einem LMP1-Programm, verlangte jedoch eine deutliche Kostenreduzierung. Nachdem auch Porsche die Reißleine zog und in die Formel E abwandert, ist fraglich ob Toyota als einziges Werksteam in der FIA WEC antreten wird – schließlich wird es die nächsten Jahre nur noch einige Privat-LMP1 geben. Die Japaner geben ihre Entscheidung in den nächsten Wochen bekannt.

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