6 Stunden von Fuji 2017: Stewards treffen Entscheidungen im Fall Beche/Vergne

WEC, 6 Stunden von Fuji 2017, Scrutineering, Vaillante Rebellion #13 © Marcel Langer / AdrenalMedia.com

Neben den allgemeinen Wetterbedingungen, diversen Safety-Car-Phasen, Slow Zones, einer Full-Course-Yellow-Phase sowie zwei Roten Flaggen, sorgten vor allem zwei Szenen zwischen Jean-Eric Vergne (CEFC Manor TRS Racing #24) und Mathias Beche (Vaillante Rebellion #13) für Gesprächsstoff.

  1. Vergne fuhr während einer Slow Zone auf der Start-Ziel-Geraden zweimal in die Seite von Beche.
  2. Nach Kurve 1 herrschte wieder Renntempo, in Kurve 4 trifft Beche während eines GTE-Überholvorgangs Vergne an der Front, schlägt aber selbst hart in die Leitplanke ein. Vergne kann weiterfahren, der stark beschädigte Wagen von Beche wird abgeschleppt.

Die Szenen kann man im folgenden Video betrachten (ab Minute 1:35):

Youtube: FIAWEC

Nach dem Rennen haben die Stewards die Szenen analysiert und Konsequenzen gezogen – allerdings nur für den ersten Vorfall! Zum eigentlichen Unfall gibt es nach derzeitigen Stand keine Untersuchungen.

Jean-Eric Vergne

Vorwurf: „Kontakt mit Wagen #13 während einer Slow-Zone“
Strafe: 30 Sekunden Stop&Go-Strafe am Ende der Saison 2017. Diese Strafe wird erst angewandt, wenn Jean-Eric Vergne erneut auffällig wird und einen weiteren Verstoß begeht.
Kommentar: Die Stewards betrachten den Vorfall als unnötigen Kontakt mit dem Wagen #13 während einer Slow-Zone, als dieser neben dem Fahrzeug von Vergne fuhr. Es gibt seitens des Team keine Möglichkeit Einspruch einzulegen.

Mathias Beche

Vorwurf: „Überholen unter Safety-Cars-Bedingungen“
Strafe: Verwarnung
Kommentar: Während der Neutralisierungsphase des Rennens, hat sich Beche (#13) nicht ordnungsgemäß hinter dem Wagen mit der Nummer #24 eingereiht.

Unabhängig von den beiden Vorfällen, wurde der Oreca 07 von Vaillante Rebellion (#13, Beche/Heinemeier Hansson/Piquet Jr.) nachträglich disqualifiziert. Mathias Beche fuhr nicht die erforderliche Mindestfahrdauer für LMP2-Fahrer (75 Minuten), David Heinemeier Hansson fuhr gar nicht während des Rennens. Die Stewards halten die Verstöße von Beche und Heinemeier Hansson für keine höhere Gewalt. Das Auto wurde vor der letzten roten Flagge zurückgezogen.

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