Onroak, Dallara & Riley: ACO erlaubt Updates an LMP2-Chassis

24 Stunden von Le Mans 2017, United Autosports, Ligier JS P217 #32 © Joao Filipe Alves Beato / AdrenalMedia.com

Seit 2017 sind in der FIA World Endurance Championship, der IMSA WeatherTech SportsCar Championship, der European Le Mans Series und bei den „24 Stunden von Le Mans“ mit dem Oreca 07, Ligier JS P217, Dallara P217 und Riley Mk.30 nur noch vier LMP2-Chassis erlaubt. Das neue Reglement ist auf vier Jahre ausgelegt und den Entwicklern wird während dieser Zeit nur ein „Joker“ zugestanden, um mögliche Verbesserungen am Fahrzeug vorzunehmen.

Schaut man sich Teilnehmerlisten der WEC-Rennen oder der diesjährigen Ausgabe der „24 Stunden von Le Mans“ an, wird schnell deutlich, dass der Oreca 07 am häufigsten in der LMP2-Klasse vertreten ist. Beim heutigen Rennen in Fuji nehmen ausschließlich Prototypen dieses Typs teil, in Le Mans waren es 14 von 25 Fahrzeuge. Doch warum wird er so oft eingesetzt? Das liegt zum einen daran, dass bereits der Vorgänger Oreca 05 eine mehr als solide Basis bot und bereits, im Gegensatz zur Konkurrenz, die nötigen Maße der 2017 in Kraft getretenen Regularien erfüllt. So konnte man den oft bereits vorhandenen Wagen mittels eines Upgrade-Kits auf den Stand eines brandneuen Oreca 07 bringen. Zum anderen hat Oreca den erstmals 2014 eingesetzten LMP1-Prototypen Rebellion R-One entwickelt und profitiert enorm von dessen Daten. Spätestens nach dem 24-Stunden-Rennen in Le Mans war klar, dass die drei anderen Hersteller teilweise erheblich nachlegen müssen und gezwungen sein werden den Joker schon früh einzulösen. In welchem Umfang nachgebessert werden darf, entscheiden ACO und FIA.

Am gestrigen Nachmittag hat der ACO nun bekanntgegeben, dass Onroak Automotive (Ligier JS P217), Dallara (Dallara P217) und Riley (Multimatic hat sich aus dem Projekt zurückgezogen; Riley Mk.30) an beiden Aero-Kits (Sprint/Le Mans) nacharbeiten darf. Oreca darf hingegen keinerlei Änderungen vornehmen. Derzeit ist es allerdings unklar, ob dieses „Update“ schon der „Joker“ ist oder ob es sich um Ausnahmeregelungen handelt. Ebenso ist unklar, wie die Kits im Detail verändert werden.

Der Sinn dieser Anpassungen besteht darin, eine heiß umkämpfte Kategorie sowie die Wettbewerbs- fähigkeit zwischen den Konstrukteuren und den Teams zu gewährleisten.“, heißt es in der Mitteilung des ACO. Als Basis für die Entscheidungsfindung durch ACO und FIA, dienten die ELMS-Rennen in Silverstone, Monza, Spielberg, Le Castellet, Spa-Francorchamps wie das 24-Stunden-Rennen in Le Mans, in denen drei bzw. im Falle von Le Mans alle vier Chassis zum Einsatz kamen. Die Updates müssen den Kundenteams kostenlos zur Verfügung gestellt werden.

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