WEC 2018/19: LMP1-Aufstieg von Jackie Chan DC Racing nahezu ausgeschlossen

WEC, 6 Stunden von Austin 2017, Jackie Chan DC Racing, Oreca 07 #37 © AdrenalMedia.com / Marcel Langer

Das LMP2-Team Jackie Chan DC Racing, welches in diesem Jahr bei den „24 Stunden von Le Mans“ Gesamtzweiter und -dritter wurde, schließt einen Wechsel in die LMP1-Klasse zur WEC Super Season 2018/19 mehr oder weniger aus. Stattdessen konzentriert man sich auf die LMP2-Klasse und ein möglicherweise ausgeweitetes Programm in der nordamerikanischen IMSA WeatherTech SportsCar Championship.

Obwohl laut Mitbesitzer und Fahrer David Cheng der nötige Startpunkt für ein LMP1-Programm verstrichen ist, evaluierte man ein Klassenwechsel zur neuen Saison. Im kommenden Jahr sollen Hybrid- und Nicht-Hybrid-Fahrzeuge mittels einer Angleichung der Konzepte auf ein Leistungsniveau gebracht werden – die Gesamtsiegchancen für ein LMP1-Privatteam steigen somit. „An diesem Punkt ist es ein klein wenig unerreichbar. Für das nächste Jahr ist es ein Zeitproblem“, sagte Cheng zu sportscar365.

Das Team wird neben Rebellion Racing mit einem möglichen Oreca LMP1 in Verbindung gebracht. Laut Cheng würden zwar schlüsselfertige Optionen (z.B. Ginetta) zur Verfügung stehen, jedoch hätte man keine Zeit sich vollständig auf den erwarteten Wettbewerb vorzubereiten. „Wir wollen etwas richtig machen oder wir gehen überhaupt nicht hinein. Das einzige Ziel in der LMP1-Klasse ist es Le Mans zu gewinnen, doch dafür müsste man die Toyota’s schlagen. Um ein solches Programm umsetzen zu können, musst du jetzt testen.“

Statt sich auf die LMP1-Klasse zu stürzen, könnte das Team, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit mit zwei Wagen beim 24-Stunden-Rennen in Daytona antritt, auch einen anderen Plan umsetzen. Denn auch eine vollständige Saison in der IMSA-Serie schloss Cheng nicht vollkommen aus. Für eine Doppelprogramm in der WEC und in der IMSA-Serie hätte man genug Fahrzeuge – schließlich stehen vier Oreca-Prototypen zur Verfügung. Erst kürzlich gab man bekannt, dass man in der anstehenden Saison der Asian Le Mans Series (Ende Oktober 2017 – Anfang Febraur 2018) zwei brandneue Oreca 05 in der LMP2- und einen Ligier JS P3 in der LMP3-Klasse einsetzen wird. Ein Oreca 05 ist davon geleast.

Durch die Möglichkeit einen Oreca 05 durch ein Upgrade-Kit in einen Oreca 07 umzubauen, hat man bei der Findung von Motorsportprogrammen eine gewisse Flexibilität. So könnte man beispielsweise die beiden Oreca 05, die Anfang Februar ihren Soll in der Asian Le Mans erfüllt haben, auf 07er umrüsten und ab März in Nordamerika einsetzen. Daytona müsste man mit den 07er-Chassis aus der WEC bestreiten, die nach dem WEC-Saisonfinale im November auf den Einsatz im Januar vorbereitet werden könnten.

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