Zuwachs in der LMP1-Klasse: DragonSpeed wagt den Aufstieg!

ELMS, 4 Stunden von Spa-Francorchamps, DragonSpeed © Jacob Ebrey Photography

Gute Nachrichten für die FIA WEC und die für Privatteams immer attraktiver werdende LMP1-Klasse! Mit DragonSpeed hält ein weiteres Team Einzug in die Spitzenkategorie – ein wichtiger Schritt für den Fortbestand der wankenden Spitzenklasse im Langstreckensport. Das in Frankreich ansässige US-Team, welches als Einsatzteam von G-Drive-Racing zuletzt LMP2-Champion in der ELMS wurde, wird mit einem Fahrzeug den Aufsteig in die WEC bzw. in die LMP1-Klasse wagen. Als Fahrer stehen bereits der Brite Ben Hanley und der Schwede Hendrik Hedman fest, welches Chassis mitsamt Motor man wählt, ist noch offen. Derzeit evaluiert man die zur Verfügung stehenden Möglichkeiten. Sollte Oreca einen LMP1-Prototypen für 2018/2019 bauen, wäre Dragon Speed als langjähriger Kunde ein möglicher Kandidat.

„Das ganze Team ist begeistert und bereit für die Herausforderung“, sagt Teambesitzer Elton Julian. „Nachdem wir in der GT3- und LMP2-Klasse Titel gewonnen haben, ist der Aufstieg in die LMP1-Klasse für unser hochtalentiertes und motiviertes Team der nächste logische Schritt. Wir studieren sorgfältig potenzielle Partner, die uns helfen können ein Programm zusammenzustellen, welches den Fortschritt und Erfolg bringt, den wir uns für DragonSpeed ​​wünschen.“

DragonSpeed ist somit das zweite bestätigte LMP1-Team für die kommende Saison. BR Engineering und Dallara entwickeln zur Zeit ein Fahrzeug für SMP Racing, welches mit zwei Fahrzeugen antreten wird. Ginetta hat drei Chassis an ein noch unbekanntes Team verkauft und auch die Rückkehr von ByKolles ist so gut wie sicher. Das Team zog sich nach dem WEC-Lauf auf dem Nürburgring für Entwicklungsarbeiten vorzeitig aus der Saison zurück. Jackie Chand DC Racing schloss hingegen einen Aufstieg zur nächsten Saison nahezu aus.

„Ich blicke auf das Jahr 2005 zurück, als ich zum ersten Mal in Le Mans fuhr“, sagte Julian. „Man hatte mit Audi ein einziges Werksteam und dazu eine ganze Reihe von Privatiers mit sechs verschiedenen Chassis und vier verschiedenen Motoren. Die Poie-Position ging sogar an ein Privatteam. Wenn Toyota weitermacht, wir alle hoffen sie tun es, denke ich, dass wir in den nächsten Jahren diese Vielfalt und Tradition von Privatiers, die in der Spitzenklasse wirklich wettbewerbsfähig sind, zurückbringen können.“

„Die Chance, mit unserem großartigen und eng verbundenen Team in die Topklasse des Sportwagen-Sports aufzusteigen, war eine einfache Entscheidung. Schritt für Schritt sind wir zusammengewachsen und haben und eine Menge erreicht“, meint der Hedman. „Der Aufstieg in die WEC und LMP1 ist eine große Chance für uns, um die Gesamtwertung zu kämpfen. Inbesondere in Le Mans, wo die Hybridfahrzeuge in den letzten Jahren Probleme hatten“, fügt Ben Hanley hinzu.

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