Manor: LMP1/LMP2-Programm in der WEC, Interesse an der ELMS

WEC-Prolog 2017, CEFC Manor TRS Racing, Oreca 07 #24 © AdrenalMedia.com / Marcel Langer

Die LMP1-Klasse erlebt auf Seiten der Privatiers derzeit einen echten Boom. Ginetta hat bereits vier Chassis verkauft (davon ein Ersatzfahrzeug), BR Engineering und Dallara bauen für SMP Racing zwei Fahrzeuge und die Entwicklung bei ByKolles für einen neuen Prototypen läuft ebenfalls auf Hochtouren. Dazu kommt DragonSpeed, die von der LMP2- in die LMP1-Klasse wechseln wollen, aber sich noch für keinen Chassisbauer entschieden habem.

Die neueste Ankündigung stammt von Manor, die zur WEC Super Saison 2018/19 ebenfalls wechseln werden. Eine Frage, die nach der gestrigen Pressekonferenz aufkam, betraf die Zukunft des derzeitigen LMP2-Programms. Manor-Teamchef John Booth stand nun den Kollegen von sportscar365.com Rede und Antwort.

Laut Booth plant man mit mindestens einem Oreca 07 in der kleinen Prototypenklasse zu verbleiben. „Wir wollen mit der LMP2 weitermachen. Wir haben die Autos, die Ausrüstung und die Leute. Nur einige davon werden für das LMP1-Projekt abgezogen.“ Auch über ein Engagement in der European Le Mans Series (ELMS) denkt das Team nach. „Das ist eine sehr erfolgreiche Serie und es wäre schön, sich zu beteiligen. Da es im nächsten Jahr nur fünf Rennen in der WEC sind, bietet sich die Gelegenheit denke ich an.“

Unterdessen bestätigte der Engländer, dass Manor nur einen Ginetta LMP1 gekauft hat und die Wahrscheinlichkeit höher ist zwei LMP2-Fahrzeuge einzusetzen, als einen zweiten Ginetta im Starterfeld zu sehen. Die Frage nach dem Motorenhersteller blieb derweil weiterhin unbeantwortet. Möglicherweise kündigt sich jedoch ein Deal mit einem chinesischen Autobauer an, dessen Name auf dem noch unbekannten Motor steht. Namensänderungen bei Chassis und Motoren kommen immer mal wieder vor, ein aktuelles Beispiel ist der Oreca 07, den das Team Signatech Alpine Matmut in Alpine A470 umbenannte. Manor ist direkt in der Entwicklung des LMP1 involviert und setzt für Mitte Dezember erste Tests an. Rund zwei Monate vor dem WEC-Prolog im April folgen weitere umfangreichere Tests. „Ginetta hat einige sehr gute Leute für ihr Projekt engagiert“, führt Booth fort. „Wir haben während des Prozesses eng mit ihnen zusammengearbeitet. Was nicht hundertprozentig klar ist, sind die Vorschriften für die Tests. Diese werden das Entwicklungsprogramm mit Sicherheit beeinflussen.“

Angesprochen auf das im Vergleich zu den Vorjahren gut gefüllte LMP1-Feld sagt der Teamchef „Wir haben fünf oder sechs Privatiers – das wäre ein guter Start. Wir werden nicht auf direktem Wege mit Toyota konkurrieren. Es hängt davon ab, wie die WEC die Equivalance of Technology (EoT) gestaltet.“

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