Shanghai: Kobayashi und Conway bescheren Toyota die Pole-Position

WEC, 6 Stunden von Shanghai 2017, Toyota Gazoo Racing, Toyota TS050 - Hybrid #7 © Toyota Motorsport GmbH

Le-Mans-Rekordrundenhalter Kamui Kobayashi hat erneut bewiesen, dass er der schnellste Mann im Toyota-Kader ist und zusammen mit Mike Conway (1:43.139 Minuten) dem Team die vierte Pole Position der Saison beschert. Mit seiner Rundenzeit von 1:42.526 Minuten trug der Japaner maßgeblich zu der Durchschnittszeit von 1:42.832 Minuten bei. Den in der Fahrer-WM besser platzierten Toyota TS050 – Hybrid, dessen Fahrer theoretisch noch Chancen auf den Fahrer-Titel haben, findet man auf dem dritten Rang (#8, + 0,613 Sek.). Porsche schaffte es auch im Qualifying nicht an die Spitze und muss sich mit dem zweiten (#1, + 0,440 Sek.) und vierten Platz (#2, + 0,665 Sek.) zufrieden geben. Zunächst sah alles nach einer Pole-Position für Lotterer/Tandy/Jani (#1) aus, Lotterer wurde jedoch die schnellste Runde aufgrund der Missachtung von Track Limits in Kurve 16 aberkannt. Earl Bamber sorgte zwischenzeitlich für seine Schrecksekunde, als ihm in der ersten gezeiteten Runde das Heck wegbrach und er mit qualmenden Reifen einen Aufsteller in der Nähe der Streckenbegrenzung mitnahm. Der Reifensatz war damit hinüber und ein ernsthafter Angriff auf die Pole nicht mehr möglich.

In der LMP2-Klasse ist Vaillante Rebellion gleich zweimal in den Top-3 vertreten. Julien Canal und Bruno Senna fuhren die Pole-Position (#31, 1:49.217 Minuten) ein, die vor allem Senna’s Rundenzeit von 1:48.509 Minuten zuzuschreiben ist. Das Fahrertrio des Wagens mit der Startnummer #31 verkürzte durch den für die Pole Position zu vergebenen Extrapunkt den Abstand auf den die WM-Führenden Tung/Jarvis/Laurent auf nur noch neun Punkte. Nico Müller durfte dieses Mal nicht an das Lenkrad des Oreca 07 von G-Drive Racing – dank exzellenter Arbeit von Rusinov/Roussel und einem zweiten Platz, aber sicherlich verschmerzbar (#26, + 0,255 Sek.). Den dritten Rang belegten Heinemeier Hansson/Beche/Piquet Jr. im zweiten Rebellion-Oreca (#13, + 0,477 Sek.).

Aston-Martin-Dominanz in den GTE Klassen

In der LMGTE Pro- und Am-Klasse dominierte Aston Martin Racing das Geschehen und kann in beiden Klassen die Pole Positions verbuchen. Da Nicki Thiim (1:59.589 Minuten) und Marco Sörensen (1:59.806 Minuten) beide unter der 2-Minuten-Marke blieben und dieser Vorteil eine addierte Durchschnittszeit von 1:59.697 Minuten ergab, starten die beiden dänischen Champions von 2016 am Sonntag das erste Mal in diesem Jahr von der Pole Position aus ins Rennen. Das Qualifying spiegelt im Grunde die Trainingssessions wieder, in der kein Hersteller klar dominieren konnte und mit beiden Autos in Führung lag. Auf dem zweiten Platz platzierten sich Christensen/Estre im Porsche 911 RSR (#92, + 0,219 Sek.). Dahinter die Fabrikate Ferrari (#51, + 0,550 Sek.) und Ford (#67, + 0,602 Sek.).

Die Pole Position (2:02.357 Miuten) von Aston Martin Racing in der LMGTE Am-Klasse geht auf das Konto von Profifahrer Pedro Lamy (2:01.534 Minuten) und des im Qualifying bärenstarken Amateurfahrers Paul Dalla Lana (2:03.181 Minuten). Vor dem 6-Stunden-Rennen hat das AMR-Trio mit dem Proton-Trio in der Fahrer-Meisterschaft gleichgezogen – beide Teams haben 141 Punkte. Von der zweiten und dritten Position aus, starten Dempsey-Proton Racing (#77, + 0,408 Sek.) und Spirit of Race aus ins Rennen (+ 0,705 Sek.) aus ins Rennen.

Die „6 Stunden von Shanghai“ starten am morgigen Sonntag um 04:00 Uhr deutscher Zeit (11:00 Uhr Ortszeit).

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