Titel-Hattrick in der WEC: Stimmen vom Porsche LMP Team (inkl. Video)

WEC, 6 Stunden von Shanghai 2017, Porsche LMP Team: Brendon Hartley, Timo Bernhard und Earl Bamber © Porsche

Porsche hat zum dritten Mal in Folge den Fahrer- und Herstellertitel in der FIA World Endurance Championship (WEC) gewonnen ist nun der erfolreichste Hersteller in der LMP1-Klasse seit der WEC-Gründung im Jahr 2012. Dazu kommen die Le-Mans-Gesamtsiege in den Jahren 2015, 2016 und 2017. Weitere Titel sind in naher Zukunft nicht möglich – die Zuffenhausener wechseln zur Saison 2018/2019 in die Formel E.

Anbei ein Video zum lupenreinen Hattrick sowie Stimmen der Fahrer und Verantwortlichen.

Stimmen Fahrer/Verantwortliche

Fritz Enzinger, Leiter LMP1: „Mit dem heutigen Rennen neigt sich eine unglaubliche Story langsam ihrem Ende zu. Sechs WM-Titel und drei Le-Mans-Erfolge – was diese Mannschaft geleistet hat, verdient höchstes Lob. Mit großem Team-Spirit und einem Riesenspaß hat sie ein gemeinsames Ziel verfolgt: Rennen für Porsche zu gewinnen. Das wurde heute einmal mehr mit der Verteidigung beider WM-Titel belohnt. Wir werden etwas länger brauchen, bis wir überhaupt fassen können, was uns speziell in den vergangenen drei Jahren gelungen ist. Ich möchte jedem Einzelnen mein Kompliment aussprechen, der seinen Beitrag für diesen Erfolg geleistet hat, mich aber auch für die Unterstützung bei der Porsche AG weltweit bedanken. Speziell der Vorstand hat uns von Anfang an unterstützt, immer an uns geglaubt und dem Projekt enorme Priorität eingeräumt. Ohne dem wären diese Siege nicht möglich gewesen. Das gilt auch für die tolle Zusammenarbeit mit unseren Partnern von Beginn an. Jetzt freuen wir uns auf ein spannendes Rennen in Bahrain. Ich bin mächtig stolz darauf, was in den vergangenen Jahren entstanden ist.“

Andreas Seidl, Teamchef: „Zu allererst mein Glückwunsch an Toyota zu einer wirklich starken Vorstellung im heutigen Rennen. Glückwunsch aber auch an Earl Bamber, Timo Bernhard und Brendon Hartley zum Gewinn der Fahrermeisterschaft. All diese Titel und Rennen drei Jahre hintereinander zu gewinnen, ist für uns sicherlich eine sensationelle Geschichte. Zur gleichen Zeit sind wir natürlich enorm erleichtert, dass wir beide Meisterschaften schon ein Rennen vor dem Saisonende besiegeln konnten. Nach der Ankündigung, die WEC am Ende des Jahres zu verlassen, war die Situation in den vergangenen Monaten nicht einfach. Aber wir haben die Konzentration aufrecht erhalten und konnten uns gegen Saisonmitte ein Punktepolster erarbeiten. Wir sind sehr glücklich, dass sich dies heute ausgezahlt hat. Ein großes Dankeschön an unsere Kollegen daheim in Weissach für die großartige Arbeit, die sie in diesem Jahr wieder gemacht haben. Ein großes Dankeschön auch an das Team hier an der Strecke, das Rennen für Rennen trotz des großen Drucks einen tollen Job abgeliefert hat. Und natürlich Dankeschön an unsere sechs fehlerlosen Fahrer. Was sie geleistet haben, war sensationelles Teamwork – auch zwischen beiden Autos.“

Fahrer Porsche 919 Hybrid Startnummer 1
Neel Jani: „Wir vom Auto Nummer 1 haben in diesem Jahr anscheinend kein Glück. Der Sensordefekt am Gaspedal kostete uns das Rennen. Allerdings hätten wir wohl kaum beide Toyota einholen können, von daher ist nicht allzu viel verloren. Jetzt müssen wir diese Pechsträhne in Bahrain enden lassen – ein Sieg wäre toll. Meine Gratulation an die Crew unseres Schwesterautos zum Gewinn des Weltmeistertitels.“

André Lotterer: „Cool, dass wir mit beiden Porsche den Sprung aufs Podium geschafft haben, und Glückwunsch an die drei Kollegen zum Fahrertitel. Schön, dass wir auch die Herstellermeisterschaft gewonnen haben, das Team hat einen Topjob gemacht. Für uns lief es etwas schwieriger nach dem Problem am Anfang. Danach haben wir das Rennen eigentlich nur noch heimgefahren.“

Nick Tandy: „Das Sensor-Problem war wirklich großes Pech, denn bis dahin wir konnten mit den beiden Toyotas kämpfen. Leider haben wir fast eine Runde durch den Vorfall verloren. Danach hätte uns nur eine Safety-Car-Phase oder eine extrem glückliche Neutralisationsphase wieder zurück in den Spitzenkampf bringen können. Immerhin hatten wir Glück, überhaupt im Rennen zu bleiben. Toll, dass das Problem so schnell behoben werden konnte. Glückwunsch an Timo, Brendon und Earl!“

Fahrer Porsche 919 Hybrid Startnummer 2
Earl Bamber: „Weltmeister – das klingt einfach unglaublich! Das Team musste das ganze Jahr dafür hart kämpfen, jetzt haben wir beide Titel eingesackt. Ich fuhr zu Rennbeginn einen Doppelstint. Es war okay, aber anscheinend waren wir nicht auf den richtigen Reifen. Ich habe versucht, mit ihnen so gut wie möglich über meine 60 Runden zu haushalten. Sie haben das tatsächlich sehr, sehr gut überstanden. Aber wir hatten keine Chance gegen die Toyota. Also war die Aufgabe, Platz drei sicher ins Ziel zu bringen. Jetzt liegt ein einzigartiges Wochenende hinter uns. Ich kann gar nicht glauben, dass es erst vier Jahre her ist, dass ich 2013 meinen allerersten Titel mit Porsche eingefahren habe.“

Timo Bernhard: „Der zweite WM-Titel ist Wahnsinn, das kann ich gar nicht in Worte fassen. Es ist eine Ehre, für das Porsche LMP-Team und die Marke zu fahren, einfach mega. Ich bin erleichtert, dass wir gemeinsam beide Titel errungen haben. Jetzt können wir beruhigt nach Bahrain reisen. Mein Stint war gut, aber er stand natürlich unter der Premisse, dass uns Platz drei reicht. Ich hätte noch zulegen können, aber das mussten wir ja nicht mehr. Wir haben sogar etwas Tempo herausgenommen, um das Auto sicher über die Distanz zu bringen. Um Toyota ärgern zu können, hat das letzte Bisschen gefehlt. Aber das Auto hielt durch und die Crew hat wieder einen sensationellen Job abgeliefert – darum geht es im Langstreckensport ja auch. Vielen, vielen Dank an alle und natürlich auch an Brendon und Earl.“

Brendon Hartley: „Ich war als zweiter Fahrer an der Reihe und blieb 76 Runden im Auto. Der erste Stint war harte Arbeit, weil wir viel Abtrieb verloren hatten. Beim Stopp wechselten wir die Nase, das brachte Verbesserung in dieser Hinsicht. Aber wir hatten einen Reifensatz weniger als unsere Konkurrenten, weil wir einen im Qualifying verloren haben. Damit war die Sache eigentlich schon gelaufen. Wir haben ein unfassbares Jahr erlebt. Nach Le Mans jetzt auch den Weltmeistertitel gewonnen zu haben – das wird eine Weile dauern, bis das bei mir wirklich ankommt. Meine vergangenen Wochen waren etwas hektisch, aber diesen Moment mit Timo und Earl teilen zu dürfen, daran werde ich mich für den Rest meines Lebens erinnern.“

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