WEC-Kurzmeldungen vom 18.11.17

Toyota: Alonso bestätigt Teilnahme an Rookie-Test *UPDATE*

Update: Die Teilnahme wurde nun seitens Toyota offiziell bestätigt.

Der zweifache Formel-1-Weltmeister Fernando Alonso bestätigte im Vorfeld des 6-Stunden-Rennens in Bahrain seine Teilnahme am WEC Rookie-Test. Der Spanier wird demnach den Toyota TS050 – Hybrid testen.

„Der Test ist für mich wie ein Geschenk. Ich freue mich schon darauf, eines dieser unglaublichen LMP1-Fahrzeuge mit einem leistungsstarken Hybridantrieb fahren zu können“, so Alonso auf Nachfrage eines Sport1-Reporters. Eine offizielle Bestätigung seitens Toyota liegt nicht vor, da es im Vorfeld Befürchtungen gab, wonach der Einsatz aus rechtlichen Gründen nicht möglich sein wird.  Alonso, steht aktuell noch bei Toyota-Konkurrent Honda bzw. McLaren-Honda unter Vertrag steht.

Eine mögliche Le-Mans-Teilnahme für Toyota oder gar die Teilnahme an der kompletten WEC Super Season 2018/19 bestätigte der Spanier nicht. „Das ist noch völlig offen. Darüber gibt es noch nichts Neues zu verkünden. Am Sonntag fahre ich den Test und dann sehen wir weiter.“

Nach Titelgewinn in World Series Formula V8 3.5: Fittipaldi testet Porsche 919 Hybrid

Nachdem Pietro Fittipaldi, Enkelkind des zweifachen Formel-1-Weltmeisters Emerson Fittipaldi, am Morgen den Titel in der World Series Formula V8 3.5 gewonnen hat, steht fest, dass der 21-Jährige am morgigen Sonntag den Porsche 919 Hybrid testen darf. Matevos Isaakyan wurde Zweiter in der Meisterschaft, wodurch ihm Testrunden in dem LMP2-Team ermöglicht werden, welches den LMP2-Titel gewinnt. Force-India-Entwicklungsfahrer Alfonso Celis Jr. wird Testrunden im LMGTE-Pro-Meisterteam fahren, da er Dritter in der Serie wurde.

*Update* Die WEC-Meisterteams stehen fest, die folgenden Angaben wurden dementsprechend aktualisiert.

Folgenden Fahrern werden somit 30 Runden zugesichert:

1. Thomas Laurent, Toyota TS050 – Hybrid, Toyota Gazoo Racing
2. Pietro Fittipaldi, Porsche 919 Hybrid, Porsche LMP Team
3. Matevos Isaakyan, Oreca 07, Vaillante Rebellion
4. Alfonso Celis Jr., Ferrari 488 GTE, AF Corse

Die komplette Starterliste für den Rookie-Test wird am Sonntag veröffentlicht, über die vorläufige Teilnehmerliste wurde bereits berichtet.

ACO/WEC verlängern Partnerschaft mit Michelin

Der französische Reifenhersteller Michelin bleibt bis mindestens zum Ende der Saison 2020/21 technischer Partner der FIA World Endurance Championship (WEC) und der „24 Stunden von Le Mans“. Michelin ist seit Gründung der WEC im Jahr 2012 enger technischer Partner und war bereits 1923 bei der ersten Ausgabe des Langstreckenklassikers Reifenlieferant des siegreichen Wagens von Chenard & Walker. In diesem Jahr war Michelin zum 20. Mal in Folge der Reifenlieferant des siegreichen Fahrzeugs.

AER: LMP1-Motor wurde stark überarbeitet

AER hat den 2013 eingeführten LMP1-Motor (P60), der in der WEC Super Season 2018/19 im BR1 von SMP Racing eingesetzt wird, stark überarbeitet. Der 2,4 Liter V6-Turbomotor, der nun P60B heißt, erhielt laut dem Technischen Direktor Mark Ellis „erhebliche technische Updates“ in den Bereichen Hochdruck-Kraftstoffsystem, Zylinderkopf-Gussteil, Reinigungssystem/Öltank, Zündsystem und Motorkalibrierung.

Die Ursprungsversion, die bei Rebellion Racing und ByKolles zum Einsatz kam, fiel immer wieder durch Zuverlässigkeitsprobleme auf. Zuverlässigkeit und Leistung wurden durch das Update nun erhöht. AER hat bereits mehrere Motoren des Typs P60B gebaut, die bei Tests und in der Saison zum Einsatz kommen sollen.

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Ginetta LMP1: Aufbau des ersten Wagens beginnt

Nachdem der erste Mecachrome-Motor bei Ginetta eingetroffen ist, treffen täglich neue Teile für den LMP1-Prototypen in den Ginetta-Hallen ein. Bis Ende nächster Woche soll die erste Wanne und das komplette Bodywork eintreffen, wodurch der Vollaufbau beginnen kann. Die letzte wichtige Komponente ist das Getriebe, welches in den nächsten Wochen eintreffen soll. Die ersten Tests sind für die zweite Dezemberwoche geplant.

Des Weiteren wurde erneut im Windkanal von Williams Advanced Engineering getestet – der Fokus lag dabei auf der Feinabstimmung und der Einstellbarkeit des Gesamtpakets. Für den Aufbau des LMP1-Prototypen ist zwar Ginetta selbst verantwortlich, jedoch lud man Mechaniker von Manor ein, damit sich diese den Aufbau anschauen und auch dabei helfen können. Manor hat vor einiger Zeit den Kauf eines Ginetta bekanntgegeben, Gerüchten zufolge könnte man sogar zwei Wagen einsetzen – sofern der Wagen zuverlässig ist und die gewünschte Leistung erbringt.

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Neue Punktestruktur in der WEC Super Season 2018/19

Um die Bedeutung der „24 Stunden von Le Mans“ hervorzuheben, beschloss man bei der Gründung der FIA WEC, dass es für das prestigeträchtige Rennen die doppelte Punktzahl geben soll. Leider war die Saison nach dem Highlight im Sommer oft bereits entschieden, da andere Teams die Klassensieger kaum einholen konnten – zu groß war auch auf einmal der Vorsprung. Für die neue Saison soll daher eine überarbeitete Version des Punktesystems eingeführt, bei der nur noch der Faktor 1,5 angewandt wird. Die Grundlage bieten die 6-Stunden-Rennen, bei denen die normale Version benutzt wird (25, 18, 15 Punkte usw.). Für einen Le-Mans-Sieg würde es demnach 37,5 Punkte geben. Die Änderungen sollen auch die „1500 Meilen von Sebring“ im März 2019 betreffen, bei denen der Faktor 1,25 angewandt wird (Rennsieg: 31,25 Punkte).

Die Änderungen müssen noch durch den FIA-Weltrat abgesegnet werden, die nächste Sitzung ist am 06. Dezember.

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Neuer Weltmeisterschaftstitel, LMP1-Regeln für Nicht-Hybriden bis zur Saison 2020/21 bestätigt

Da für den WEC-Herstellertitel in der LMP1-Klasse mindestens zwei Hersteller eingeschrieben sein müssen und Toyota – sollten die Japaner weitermachen – der einzig verbliebene ist, soll dieser Titel durch einen Team-Titel ersetzt werden. Möchte ein Team um den Titel kämpfen, muss es sich zunächst für 200.000€ registrieren. Das jeweils bestplatzierte Fahrzeug wäre dann punktberechtigt.

Darüber hinaus wurde bekannt, dass in der LMP1-Klasse versteckte Werkseinsätze möglich sein werden. Wenn das Chassis und der Motor von einem unabhängigen Hersteller angefertigt wurden, kann ein Hersteller einen Nicht-Hybriden über ein Privatteam ins Rennen schicken und das Auto einem entsprechenden Branding unterziehen.

Des Weiteren wurden die LMP1-Regularien für Nicht-Hybriden bis einschließlich der Saison 2020/2021 bestätigt. Somit sind die zukünftigen LMP1-Fahrzeuge mindestens drei Jahre einsetzbar.

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Clearwater Racing bleibt in der WEC

Das LMGTE Am-Team Clearwater Racing wird man auch in der kommenden WEC Super Season 2018/19 im Starterfeld der WEC sehen. Teambesitzer Mok Weng Sun hat die Entscheidung, sich erneut in der Langstrecken-Weltmeisterschaft einzuschreiben, nach dem 6-Stunden-Rennen in Shanghai getroffen. Das Fahrer Line-Up soll unverändert bleiben, womit nach derzeitigem Stand erneut Mok Weng Sun, Matt Griffin und Keita Sawa ins Steuer greifen werden. Als Fahrzeug wählt man erneut den Ferrari 488 GTE, Unterstützung erhält das Team durch AF Corse.

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Wechselt Aston Martin auf Michelin-Pneus?

Aston Martin wird mit einem Wechsel des Reifenherstellers in Verbindung gebracht. Nachdem man vor zwei Jahre von Michelin auf Dunlop wechselte, könnte man nun wieder auf die Pneus der Franzosen wechseln. Bei Testfahrten des neuen Aston Martin Vantage GTE in Sebring kamen Michelin-Reifen zum Einsatz, die endgültigen Partner gibt man jedoch erst kommende Woche bei der Fahrzeugvorstellung bekannt. „Wenn du einen Balance-of-Performance-Prozess und sehr wettbewerbsfähige Teams hast, suchst du nach jedem einzelnen Wettbewerbsvorteil, den du bekommen kannst“, sagt Aston Martin Racing Geschäftsführer John Gaw.

Unterdessen rechnet man damit, dass alle LMGTE Pro-Teams – auch Neueinsteiger BMW – auf Michelin-Reifen setzen wird.

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Rebellion: Entscheidung über LMP1-Programm im Dezember?

Die Entscheidung, ob das Schweizer Team Rebellion Racing in die LMP1-Klasse zurückkehrt, wird für Dezember erwartet. Das Team, welches zwischen 2012 und 2016 in der LMP1-Klasse der WEC aktiv war, wird mit einem zwei Wagen umfassenden Oreca-LMP1-Programm in Verbindung gebracht. Laut Teammanager Bart Hayden muss das Programm – egal ob LMP2 oder LMP1 – noch ausgearbeitet werden.

Das aktuelle LMP2-Programm war zwar auf zwei Jahre ausgelegt, die Umstrukturierungen und der aktuelle Privatiers-Boom in der LMP1-Klasse, machten jedoch eine Neubewertung erforderlich.

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Ferrari bringt Evo-Update für den Ferrari 488

Der italienische Sportwagenhersteller Ferrari wird für das nächste Jahr ein Evo-Kit für den Ferrari 488 in der GT3- und GTE-Version zur Verfügung stellen. Damit ist Ferrari der einzige GTE-Hersteller, der das im FIA-Homologationsprozess einmalig erlaubte Paket im Jahr 2018 einführt.
„Es ist keine große Änderung des Autos“, sagte Ferdinando Cannizzo, Technischer Koordinator bei Ferrari Competizioni GT, zu sportscar365. „Mit diesen Vorschriften können wir nicht alles ändern oder die Leistung verbessern, da wir in den Leistungsfenstern für die Leistung und den Aero-Abtrieb bleiben müssen. „Am Ende des Tages kann man nur die Zuverlässigkeit verbessern und die Art und Weise verbessern, wie man das Leistungsfenster erreicht.“ Laut Cannizzo, wurde der 3,9-Liter-V8-Motor weiterentwickelt, die deutlichsten Veränderungen werden jedoch die neue vordere und hintere Stoßstange des 488 sowie die Anpassungen an Splitter, Diffusor und Boden sein, die alle optimiert wurden, um eine verbesserte Fahrbarkeit zu bieten. Das Update soll weniger als 20.000€ kosten.

Ford hat sich unterdessen gegen die Einführung des Evo-Kits im Jahr 2018 entschieden, schloss aber eine zukünftige Einführung nicht aus. Der LMGTE Pro-Programm endet im Jahr 2019.

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